Wandern

Wasserreiche Tour im Kalltal

Capper steht oberhalb der Kall im KalltalIch liebe die Gegend im NSG Kalltal. Schroffe Felsen, Wasser und natürlich Wald. Trotzdem finde ich immer wieder Routen, die ich dort tatsächlich noch nicht gelaufen bin.

Cappers Fäden sind gezogen, Nahtstelle ist dicht … also konnten wir losziehen.

Nebeltouren haben etwas Mystisches

Rudel Mufflons im Morgennebel am Waldrand.Unsere Tour begann damit, dass wir durch die Nebelschwaden etwas sehen konnten, was auf keinen Fall Rehe sein konnten. Wir beobachteten einige Mufflons, die am Waldrand wohl zum Frühstück aufbrachen.

Eine Begegnung, die ich in der Eifel auch noch nicht hatte.

Warum Nebel im Wald so viel Ruhe verbreitet, kann ich mir nicht erklären. Ich weiß nur, dass sich in diesem Dunst eine wahnsinnige Stille offenbart. So was mag ich … irgendwie.

Durch das Kalltal zur Kalltalsperre

Dave genießt das Bergauf und Bergab im Kalltal.Die ersten beiden Kilometer hatten die Jungs noch ihren Freilauf, den sie auch weidlich ausnutzten. Großartig, bergab zur Kall zu laufen, durch tiefes Laub oder wie die Bergziegen bergauf zu klettern. Jedenfalls konnten die Spaniels den ersten Morgenpower rauslassen. Und so lange sie gut abrufbar sind, habe ich kein Problem damit.

Doch irgendwann kommt auf jeder Tour der Moment, an de plötzlich die Nasen in die Luft gesteckt werden. Ergo: Wild im Anmarsch. In diesem Moment ist dann auch Schluss mit Freilauf.

Und so kamen die beiden Langohren kurz vor der Sperrmauer dann auch ans Bändel.

Wasser – Wasser – Wasser

Suri passiert die ausgestellten Armaturen an der StauermauerWir überquerten die Sperrmauer, passierten die dort aufgestellten Schaustücke (Ringkolbenschieber, Drosselklappe und Absperrschieber), um den nördlichen Zipfel des Sees zu bewandern.

Wunderschön ist das Tal, in dem der Saarscherbach und Kelzerbach in den See fließen. Hier entstanden sowohl durch Umwelt- und Wettereinflüsse als auch durch die Arbeit einiger Biber, moorähnliche Landschaften. Sicherlich eine Oase für viele Tierarten.

Wir verließen diese Passage mit einem steilen Aufstieg und erreichten so den höchst gelegenen Abschnitt unserer Tour (ca. 530 – 545 m).

Leichte Wege, Vogelgezwitscher und Plätschern der Bäche

… und dazu noch einen Hauch von Winterfeeling!

Oben angekommen ging es nun über sehr leicht zu laufende Wege durch den Wald. Extrem viele Tannenmeisen tummelten sich in den Bäumen aber auch jede Menge Buntspechte waren zu sehen. Leider waren die alle für meine „Unterwegskamera“ viel zu schnell.

Aber es war schön, einfach da zu stehen, zu lauschen und die Bilder zu genießen.

Suri hat eine Schutzhütte im Hürtgenwald gefunden. Pause.Suri und Snackhütten … was sein muss, muss sein

Nach ca. 6,5 Kilometern wurde die obligatorische Snackhüttenpause eingelegt. Suri bestand drauf … und mein Magen machte sich nun auch bemerkbar.

Also Päuschen …

Und selbstverständlich gab es noch einige andere Snackhütten am Wegesrand. Aber nicht überall wurde gerastet…

 

Blick über das KalltalÜber den Ochsenkopf wieder ins Kalltal hinunter

Weiterhin über leicht zu laufende Wege wanderten wir – mittlerweile kam die Sonne hervor – durch die Ruhe des Waldes. Einzig die Passage zwischen dem Peterberg und dem Ochsenkopf war nicht wirklich schön, aufgrund der Abholzung des Waldes (Windkrafträder). 🙁

Das war 2017, als wir die Strecke „Auf den Spuren der Allerseelenschlacht“ gelaufen sind, noch ganz anders.

Der Ochsenkopf ist bekannt durch die Denkmäler, die an die Hürtgenwaldschlachten im 2. Weltkrieg erinnern. Hier fand man u.a. Gebeine gefallener Soldaten. (Darüber berichtete ich in dem Blog seinerzeit.)

Suri auf dem Weg, der Abstieg in das Kalltal.Der Abstieg in das Kalltal war super schön. Die Sonne schien durch die Äste, dennoch war die Luft schön winterlich kühl. Die Jungs durften noch einmal frei laufen. Die Pfade wechselten zwischen laubig-weich und felsig-schroff.

Im Tal – die letzten 2 Kilometer

Die letzten 2 Kilometer führten uns wieder an der Kall entlang. Ruhig und gediegen ließen wir diese wunderbar stille Wanderung ausklingen. Ab und an huschte einer der Jungs noch mal ins kühle Nass, was nicht soooo schlecht war, denn so wurden die Füße wieder sauber 😉 .

Alles in allem – ja, ich wiederhole mich: Ich liebe diese Gegend im Nationalpark im Hürtgenwald!

Auch wenn es jetzt so langsam schwierig wird, komplett neue Strecken zu finden … wir kommen immer wieder!

Folgende Touren haben wir hier u.a. gemacht:

Hier die Streckendaten: