Wandern

Durchschnaufen zu Viert auf dem Wacholderweg

Die Spaniels im Zug und Suri als Scout vorneweg auf dem WacholderwegAch, es ist schon sehr vertraut, dieses Gefühl, es gibt wieder 2 Hundestärken und einen Suri-Scout. Auf dem Wacholderweg im Heckenbacher Ländchen (Ahr-Eifel).

Die Wanderung auf dem Wacholderweg

sollte von den neuen Sorgen ablenken. Das Jahr 2020 begann zwar zunächst total schön, seit gestern jedoch gibt es Grund zur Sorge und der Caps braucht einfach viele gedrückte Daumen.

Grund genug, nach meiner Devise zu verfahren:

Jeden Tag leben und möglichst das machen, was man machen möchte. Denn Aufschieben könnte bedeuteten, dass daraus vielleicht nichts mehr wird.

Herrliche Ausblicke und Weitsichten in das Ahrgebirge

Heftige Aufstiege, viel Matsch und jede Menge Wild

das bot uns der Wacholderweg / historische Straße, allerdings auch eine gute Portion Asphalt. Jedoch ohne Autoverkehr. Auf den ganzen 14 Kilometern begegneten wir weder einem Menschen, noch einem Auto oder einem Fahrrad. Nichts – absolut nichts. Selbst bei der Überquerung der Kreisstraße und der Durchwanderung eines Ortes begegneten wir niemandem! Nur jede Menge Kühe, Rinder und Kälber begrüßten uns. 😉

Für den Knuffling bedeutete es, dass er sehr häufig mal ans Bändchen musste. Er ist schon sehr spurverliebt und wittert wesentlich intensiver, wenn Wild da war. Oh ja … dagegen ist Caps ein Waisenknabe. Und Rinchen war auch ein wenig anders – ähnlich zwar – aber nicht ganz so intensiv. Aber die gute Nachricht: Dave lässt sich super abrufen. Und das soll möglichst so bleiben. Deshalb gab es immer wieder von mir verordnete „Abkühlphasen“ am Bändel.

Bergauf im Wacholdergebiet in der Ahr-Eifel

Auf einmal kann es Dave auch … am Bauchgurt laufen

und zwar ohne sich permanent zu verheddern. Da hatte ich etwas Bange vor, weil er doch recht chaotisch unterwegs war in den letzten Trainingseinheiten. Aber – er ähnelt dem Rinchen. Mal rechts, mal links oder auch mal einer Spur nach, dennoch läuft er überwiegend vor mir her und neben dem Caps. So wie es sich gehört. Es ist also schon wanderbrauchbar aber sicherlich noch ausbaufähig.

Wunderschöne Ausblicke und riesige Wacholderheiden

Nun … zwar ist Januar nun nicht die Zeit, in der man sich am Eifelgold, der Wacholderblüte, erfreuen kann. Dennoch liebe ich grundsätzlich diese Heidelandschaften. Egal zu welcher Jahreszeit. Hätte ich die andere Kamera dabei gehabt … es gab extrem viel zu fotografieren. Vögel, Wild … aber wir waren schließlich zum Wandern hier.

Die Wacholderheiden hier gehören mit zu den größten Wacholderschutzgebieten in der Eifel. Teilweise im Besitz des Eifelsvereins, gedeiht diesem Areal besonderer Schutz an. Wahnsinn.

Snackhüttenpause in der Heide nach über 9 Kilometern

Bobtail Suri ruht sich in einer Schutzhütte auf dem Wacholderweg aus.Bevor wir jedoch ankamen, gab es noch ein sehr doofes Erlebnis für die beiden Langohren. Im Freilauf hielten sie sich zunächst sehr brav auf dem Feldweg auf. Links und rechts waren Felder mit Elektrozaun eingefriedet.

Caps meinte irgendwann, unter dem Zaun durch zu müssen, was ihm einen Anschiss von mir einbrachte. Er kam zurück. Aber nur kurz, um dann wieder in das verbotene Terrain zu wechseln. Trotz meiner Ermahnung! Dave fand das so spannend, dass er auch mal schauen musste. Ich rief die beiden. Sie drehten noch eine Runde um dann doch wieder auf den Weg zu kommen. Ein Schrei und Jaulen! Capper bekam einen gewischt. Hmmm … So ist das, wenn man nicht hört. Wieder ein Aufschrei und noch einer und noch einer. Dave, der Knuffling rannte mitten in den Draht, bekam eine gedonnert, verhedderte sich und bekam abermals was ab. Armer Bub. Er kam zu mir zwischen die Beine und war eine Weile tief beeindruckt.

Suri hat eine Schutzhütte entdeckt. Hier machen wir Frühstückspause.Das hatte sich aber schnell erledigt, als wir die doofen Zäune hinter uns gelassen hatte und Suri die Snackhütte entdeckte. Da war die Welt wieder in Ordnung.

Ein schöner Ort zum Verweilen. Das machten wir auch. Frühstück und Wasser für alle. Etwas den Gedanken nachhängen, bzw. die Hunde eher der Nase nachgehen. Suri chillte auf meiner Jacke und behielt den Überblick. So süß!

Weiter geht’s – Vögel beobachten, Landschaft genießen

Nach unserer ausgiebigen Pause ließen wir 4 uns in den Bann der sehr ruhigen Wacholderheidelandschaft ziehen. Schöne Aussichten, ein paar Bussarde beobachten wir auf ihren Jagdzügen und in den Hecken tummelten sich recht viele Meisen. Nicht nur Kohl- und Blaumeisen sahen wir, sondern tatsächlich auch ziemlich viele Tannenmeisen.

Das Ding mit dem Kuhdorf – im wahrsten Sinne des Wortes

Kühe in großen Offenställen schauen uns zu, als wir vorbei wandern.Wir passierten noch ein Dorf. Und sehr zu Daves Schrecken wimmelte es hier von Kühen. Scherz beiseite, es waren einige Rinderzüchter in diesem Dorf. Große Offenställe rechts und links, überall schauten uns nette Kuhaugen an. Der Knuffling war echt froh, dass er seine großen Brüder an seiner Seite hatte. So konnte man auch mal einen Blick riskieren und stellte fest … es sind ja nur Kühe. Dann waren die Wildspuren wieder wichtiger.

Zum Schluss gab es noch einmal eine herrlich große Wiese vor dem Waldrand. Hier durften die Jungs nochmal richtig düsen. Dann tauchten wir in den Wald ein und hatten das Ziel vor Augen.

Müde und zufrieden liegen die 3 Hunde nach der Wanderung im Auto.Nach knapp 14,5 Kilometer erreichten wir unser Auto.

Es war gut, dass wir gegangen sind. Es tat gut, auch wenn jetzt die Sorgen wieder ganz präsent sind. Wir leben nur einmal und deshalb war es einfach gut. Wer weiß, was morgen ist.

Hier noch die Streckendaten: