Wandern

„Ich gebe, damit Du gibst … “ – Quid pro quo!

Wanderung im KaldenbachtalDie Jahresabschlusswanderung im Kaldenbachtal war in der Tat ein Geben und Nehmen ­čśë Quid pro quo!

Keine Bange … ich werde jetzt nicht komisch ­čśë

Quid pro quo ist der Name unseres Knufflings, also sein offizieller Name. Gerufen wird er Dave. Aber irgendwie passt das schon im Rahmen unserer Jahresabschlusstour. Denn wenn man die Natur und die Tiere liebt dann wei├č man, dass alles ein Wechselspiel ist. Ein Nehmen und ein Geben.┬á Im ├╝bertragenen Sinne war es das auch heute auf unserer Wanderung.

Obwohl Dave erst 2 Wochen da ist konnte ich mich absolut auf ihn verlassen, als es ein wenig – sagen wir mal – haarig wurde.

Feuertaufe beim Wandern absolut bestanden!

Lange hatte ich ├╝berlegt, ob wir in diesem Jahr die obligatorische Jahresabschlusswanderung machen. In den vergangenen Jahren waren wir immer in der Nordeifel, im Nationalpark im Gebiet bei Nideggen unterwegs.

Im vergangenen Jahr hatte Laurin noch einen Senior so gl├╝cklich gemacht, der mich bat, meine Hunde streicheln zu d├╝rfen, bevor er einsam in sein Seniorenheim zur├╝ckging. Er hatte Tr├Ąnen in den Augen. Heute habe ich Tr├Ąnen in den Augen. Das werde ich nie vergessen! Niemals!

Das Kaldenbachtal schien perfekt f├╝r die 1. Wanderung mit dem Knuffling

Ich suchte mir eine Wanderung aus, die wir ann├Ąhernd schon gegangen waren. Wir sind 2017 den Rossberg gelaufen und 2015 die Biberroute┬á und ein paar Touren, die ebenfalls┬á das Kaldenbachtal kreuzten.

Hier wusste ich, dass 1. der Parkplatz weiter drau├čen liegt – im Wald. Denn mit einem jungen Hund mag ich nicht irgendwo durch Ortschaften gehen. Ich mag das sowieso nicht.

Und dann sollte es auch nicht zu schwer sein, weil ich einfach noch nicht so das Gef├╝hl daf├╝r habe, wie alles so funktionieren wird. Caps, Suri und ich sind ein eingespieltes Team. Der Youngster muss seinen Platz ja erst noch finden.

Spannend fand der kleine Spanier das allemal. Die Gegend kam ihm vor, wie er es von seinem Zuhause (in Spanien) gewohnt war. Bergauf, bergab… die Ger├╝che waren vielleicht anders und … es sind jetzt eben nur noch 3 Lebewesen direkt bei ihm. Caps, Suri und meine Wenigkeit ­čśë .

Spa├čig, durch das Laub zu h├╝pfen, interessant zu sehen, was Suri so macht, wozu Snackh├╝tten da sind. Und doof ist, wenn man Zugleinen ├╝bersieht, wenn Caps mal angeschnallt wurde und man dann dort reinsemmelt. (Aber nun wei├č er, dass man schauen muss. Diese Lektion hat er gelernt.)

Das Kaldenbachtal ist – selbst an einem tristen, tr├╝ben Wintertag – einfach sch├Ân.┬á Die B├Ąche, das Wild, unendlich viele Greifv├Âgel … eine herrliche Ruhe.

Erstes Selfie bei der ersten Snackpause als Kleeblatt. Nicht einfach.Erst absolut einfach aber dann…

Die Tour hatte ich mir aufgrund der mir bekannten Wege und Pfade zusammen gestellt. W├Ąre alles prima gewesen, wenn sich nicht innerhalb von 2-4 Jahren so einiges ver├Ąndert.

Ein erstes Snackp├Ąuschen nach etwa 4 Kilometern. Freu! Das erste Snackp├Ąuschen wieder als Kleeblatt ­čÖé

Bis hierhin lief alles wie geplant. Allerdings nach 2 weiteren Kilometern wurde es un├╝bersichtlich. Die Wege, die wir seinerzeit gegangen waren, die Gab es nicht mehr. Wir schlugen uns also ├╝ber alte – faktisch nicht mehr vorhandene Pfade – mit Hilfe des GPS irgendwie durch. In der Hoffnung, dass der gr├Â├čere Wanderweg dann doch irgendwann zu erreichen w├Ąre.

2 Kilometer Survival – und die Hunde waren spitzenm├Ą├čig

Auf etwa 2 Kilometern L├Ąnge schlugen wir uns ├╝ber und unter umgest├╝rzte B├Ąume durch, die Hunde alle 3 sehr brav bei mir. Dave und Suri ein wenig auf Pfadfinden aus. Sie fanden immer wieder die alten Wege, die kaum noch begehbar waren, w├Ąhrend der Caps von hinten her alles im Blick hielt.

Es war absoluter Verlass auf die 3. Selbst der Knuffling verstand, dass man jetzt keine Scherze machen, sondern sich ein wenig konzentrieren sollte. Und … was ihm zu Gute kommt. Er hat ein brillantes K├Ârpergef├╝hl, ist trittsicher und kann sehr gut absch├Ątzen, wo er springen kann oder wo es besser langsam gehen sollte. Genial!

Tats├Ąchlich stie├čen wir dann wieder auf einen begehbaren Wanderweg und g├Ânnten uns nach weiteren 2 Kilometern noch eine Snackpause.

Auf leichten Wegen am Kaldenbach entlang zur├╝ck zum Parkplatz

Snackpause mit Hunden in einer Sch├╝tzh├╝tte im KaldenbachtalWir alle 4 waren dann aber doch froh, dass es nach der Snackpause und 10 Kilometern auf den Sohlen, nun wirklich nur noch gute Wanderwege zu laufen gab. ­čÖé

Was nicht hei├čt, dass die Hunde richtig m├╝de waren. Sie machten einen zufriedenen Eindruck und liefen sicherlich weitaus ruhiger als noch 3 Stunden zuvor. Dennoch musste ich Caps ab und an anschnallen, weil mir seine Nase doch zu hoch ging. ­čśë Dave war nicht zu m├╝de, auch noch mal den Steilhang runterzurutschen, um an den Bach zu kommen. Also – so ganz m├╝de waren sie nicht.

 

Suri-Man hatte beide Langohren gut im Blick – und mich nat├╝rlich auch. Suri wechselt auf Wanderungen stets seinen Wachposten. Mal vorne weg laufend mal hinten sichernd. Ganz seiner Rassebestimmung entsprechend.

Die erste gemeinsame Wanderung ist nun geschafft. Sie geben (meine Jungs) und ich gebe (was ich nur geben kann) … Quid pro quo … das ist unser Deal!