Wandern

Vinxtbachtal – Entpannung auf 17 Kilometern

Entspannung im Vinxtbachtal

Blick über ein Rapsfeld in den blauen Himmel und Schäfchenwolken im Vinxtbachtal

Gutes Wetter will genutzt werden! Das Vinxtbachtal stand schon länger auf meiner To-Do-Liste, von daher passte es gut, dass ich bereits um kurz vor 5 Uhr morgens hellwach war. Jungs versorgt, Rucksack gepackt und dann gondelten wir 3 in die Osteifel ins Vinxtbachtal.

Das Vinxtbachtal liegt nördlich am Rande des Vulkanparks Brohltal. Dieses Gebiet gehört zu den „jüngsten“ Vulkangebieten auf der Erde und ist geprägt von einer wundervollen Landschaft und geologischen Highlights.

Im Vulkanpark waren wir bereits öfter unterwegs. Nachzulesen z.B. in den Blogs „Von Höhlen und Schluchten“ oder „Von Mineralwasser – Schluchten und historischen Monumenten

Wanderung durch eine Schafherde. Hund schaut zu den Schafen.Vom Parkplatz sofort rein in die Natur

Herrlich, wenn man vom Startpunkt aus sofort ins Grüne geht. So beginnt ein Wandertag für mich immer völlig relaxt. Denn mit ausgeschlafenen Hunden durch Dörfer zu marschieren am frühen Morgen … nein … das ist nicht schön!

Auf einem vom Tau feuchten Wiesenweg holte ich mir nasse Füße und später auch eine nasse Hose, denn das Gras stand teilweise hüfthoch. Die Hunde fanden das prima. 🙂 Aber das war noch nicht alles: Mitten durch eine Schafherde mussten wir. Ich hegte leichte Bedenken, hatte aber die Rechnung ohne meine Jungs gemacht. Die waren nämlich prima leise und sehr kooperativ.

Feld mit WildblumenGute 5 Kilometer wanderten wir über Felder, Wiesen und durch den Wald. Hier und da mal eine kleinere Steigung. Alles in allem war es höchste Entspannung. So tolles Wetter, Sonnenschein, nicht zu warm, Frühlingsfarben. Es war einfach wunderschön.

Rodder Maar

Rodder Maar in der Vulkaneifel. Vorne Schilf, rechts eine Eiche dunkles Wasser und blauer Himmel.

Das erste Highlight war dann das Rodder Maar, das eigentlich kein Maar ist. Man vermutet, dass es durch einen Meteoriteneinschlag entstand.

Capper macht Pause am Rodder Maar.Am frühen Morgen war noch keine Menschenseele (wir haben überhaupt auf der ganzen Wanderungen niemanden angetroffen!) zu sehen. So beschlossen wir ein Weilchen zu verweilen und den Massen verliebter Frösche zuzuhören. Was für ein Konzert im Schilf am Uferrand! Darüber hinaus zog ein wunderbarer Rotmilan seine Kreise. So lässt sich das erste Frühstück doppelt genießen!

Von hier aus hatten wir einen guten Blick auf die Burgruine Olbrück. Ggf. hätte ich einen Abstecher dorthin gemacht. Aber zu dieser Uhrzeit ist sie nicht geöffnet. Also konnten wir uns das sparen 😉

Suri steht neben einer Bank in den GinsterbüschenDurch das FFH Wacholderheiden über zum Weiselstein

Die nächsten 6 Kilometer führten weiterhin im Wechsel über Wiesen, Felder und durch den Wald.

Besonders hübsch in dieser Jahreszeit anzusehen, ist der blühende Ginster.

Darüber hinaus hätte ich stundenlang den Milanen zusehen können, wie sie über die Felder schwebten und ab und an im Sturzflug ihr Frühstück sicherten.

Ebenso herrlich anzusehen die alljährlichen Kämpfe zwischen Krähen und Greifvögeln. Leider hatte ich nur die kleine Kamera dabei, so dass es nicht möglich war, dies richtig gut abzulichten. Aber in meinem Kopf sind die Bilder fest verankert.

Aussichtsturm auf dem Weiselstein in der OsteifelWeiselstein

Den Weiselstein mit seinen 475,4 m Höhe erreichten wir ca. gegen 10.30 h. Welch ein Ort. Mitten auf dem Berg steht ein 10 Meter hoher Aussichtsturm, der wahnsinnige Fernsichten auf die Vulkankuppen des Siebengebirges und das Senkungsgebiet der Niederrheinischen Bucht bietet.

Mitten in der Wacholderheide nahmen wir uns dann richtig Zeit. Zeit zum 2. Frühstückssnack und Zeit zum genießen.

Ich lasse an dieser Stelle einfach die Bilder sprechen 🙂

Alte Streuobstwiese und Ginsterbüsche auf dem Wanderweg durch das VinxtbachtalNaturhighlight – Streuobstwiesen und Vogelvielfalt

Die nächsten 3 Kilometer waren für mich wiederum ein Highlight. Sicherlich werden einige Wanderer sagen – ja – wunderschöne Wiesenlandschaft. Für mich war es ein richtiges Highlight. Neben den kniehohen Wiesen mit den vielen Wiesenblumen passierten wir alte Streuobstwiesen und Ginsterhecken, die sich ins Endlose erstreckten.

Hier beobachtete ich so viel verschiedene Vögel, die ich daheim so gar nicht zu Gesicht bekomme. In den Hecken tummelten sich neben Spatzen und Meisen auch Bluthänflinge, verschiedene Ammernarten, Neuntöter und Wacholderdrosseln. Etwas weiter unterhalb am Bach entdeckte ich eine Wasseramsel.

Darüber hinaus gab es natürlich auch die Könige der Lüfte zu beobachten, wie den Rotmilan und den Bussard.

Wieder OBERSEUFZ … da war die falsche Kamera dabei.

Ein Grund mehr, nochmals in dieses Gebiet zu fahren, auch wenn ich mich beeilen muss, denn das Frühjahr und der Frühsommer sind schneller um als mir lieb ist.

Rasthütte "Schau ins Land" auf dem Wanderweg VinxtbachtalStetig leicht bergab und ein heftiger Anstieg zur Hütte „Schau ins Land“

Suri war schwer begeistert, als nach dem Anstieg just eine schöne Snackhütte passierten. Mir kam eine kleine Pause ebenfalls noch einmal gelegen, denn nach dem kurzen aber knackigen Anstieg hatten nicht nur die Hunde Durst.

Die Hütte „Schau ins Land“ ist so wunderschön gelegen mit einem tollen Blick über die Felder über das Vinxtbachtal ins Siebengebirge, dass es etwas länger wurde, als nur eine Trinkpause.

Dann begaben wir uns auf die letzten 2 – 2,5 Kilometer, die jetzt nur noch leicht bergab führten. Die Sonne brannte nun auch ganz ordentlich, so dass die Jungs, als wir den Ausgangspunkt erreichten hocherfreut noch einmal in den Vinxtbach sprangen.

17 Kilometer – völlig entspannt – das Vinxtbachtal ist fantastisch

Fazit:

Hunde trinken aus dem VinxtbachDas Vinxtbachtal ist genial! Diese Strecke ist wirklich leicht zu gehen. Neben Wiesenwegen und Pfaden gibt es einen relativ hohen Anteil an befestigten Wegen. (Kein Asphalt!) Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich befestigte Wege gar nicht mag. Hier empfand ich sie allerdings überhaupt nicht als störend. Die Hunde hatten genügend Möglichkeiten, auf Wiesenrändern zu laufen. Alles gut.

Es war – bis auf eine Passage – ein seichtes Auf- und Ab. Die Länge ist ggf. etwas, was eine Herausforderung darstellen könnte. Für uns hat es gepasst. Wir waren absolut entspannt. Ein wenig müde, aber nicht von den Muskeln her sondern von den Eindrücken.

Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir hier unterwegs waren. Auf der Wanderung habe ich noch einige weitere hübsche Wegweiser und Pfade gesehen, die wir sicherlich noch erkunden werden!

Hier die Streckendaten: