Wandern

Teverner Heide – vielfältige Lebensräume

Vogel fliegt über den SeeTeverner Heide – im platten Land gab es viel zu sehen

Zwischen Nebel, Sonne, Gewitterwolken, Seen, Wäldern, Mooren und Heidelandschaften wanderten wir heute morgen gemütlich durch die Teverner Heide.

Auf dem Plan hatte ich das schon länger stehen. Allerdings scheue ich mich irgendwie davor, solche Gebiete aufzusuchen, da sie bei schönem Wetter ein wahrer Magnet für Spaziergänger sind.

Heute allerdings passte es wunderbar. Ich vermutete, dass aufgrund der Wetterlage nicht allzu viele den Schritt in die Natur wagen würden. Und richtig – wir hatten die Teverner Heide so ziemlich für uns alleine.

Tonseen in der Teverner Heide

Den charakteristischen Reiz der Teverener Heide bildet die Abwechslung aus feuchten und trockenen, geschlossenen und offenen Landschaften. Bereits 1977 stellte man die Binnendünen und die Heidemoore unter Naturschutz. Heute ist das Schutzgebiet 450 Hektar groß und leistet mit seinen besonderen Lebensräumen seit 2001 einen Beitrag zum europäischen Netzwerk „Natura 2000“. (Quelle und weitere Informationen: Internetseite TevernerHeide.de)

Beeindruckend diese verschiedenen Lebensräume, die die Teverner Heide der Natur bietet

Moor in der Teverner HeideMoorlandschaften

Moorlandschaften und Tonseen bietet ein Paradies für Wasservögel, Insekten, Fische und Frösche. Die Frösche hörten wir in der morgendlichen Stille extrem gut. Aber darüber hinaus gab es hier und da auch mal Streitigkeiten bei Enten, Gänsen und Blässhühnern.

Sonnenlicht und Nebel - Waldlichtung in der Teverner HeideWald

In den Waldpassagen erlebten wir einen herrlichen Mischwald. Für mich war es teilweise wie ein Märchenwald. Insbesondere die verschiedenen Eichenarten (Stil-, Trauben- und Roteichen) sowie die Birken faszinierten mich. Dazu die Luftfeuchtigkeit, die auf Sonne traf … und schwups hatten wir den idyllischen Zauberwald.

Schafe als Landschaftspfleger in der HeideHeide- und offenes Land

Typisch für den Niederrhein sind die Heidelandschaften und die offenen sandigen Gebiete. Heute sahen wir – anders als seinerzeit bei der Wanderung im „De Meinweg“ – keine Kreuzottern sondern die Landschaftspfleger 🙂 …

 

Rastplatz. Bank in der Sonne, Nebel steigt auf.Snackpause über den Mooren

Nach 5 Kilometern machten wir eine kleine Snackpause. Obligatorisch frühstücke ich immer samstags in der Natur. Also dann, wenn wir wandern gehen. Unser Rastplatz war auf einer Anhöhe, die Sonne von der einen Seite zu sehen, gegenüberliegend türmten sich leichte Gewitterwolken auf und unter uns stieg der Nebel auf. So was hat man auch nicht all zu oft.

Das Frühstück hat uns so bestens geschmeckt.

Traurige Momente und liebe Erinnerungen

Laurin, ich vermisse Dich!

Ich habe heute viel an das Rinchen gedacht. Ihm hätte die Wanderung sicherlich ganz besonders gut gefallen, denn zu schnüffeln und zu schauen gab es mehr als genug. Es gibt Tage, da rollen die Tränen einfach. Egal was man macht …

Aber ich bin mir sicher, dass das geliebte Rinchen über den Woken mit uns mitschwebte und alles gut im Blick gehabt hat. Ich vermisse ihn einfach.

Fazit:

Die Teverner Heide ist, wie die anderen Naturschutzgebiete im niederrheinischen Gebiet, wunderschön. Für mich allerdings sicherlich nur dann zu gehen, wenn die Bedingungen stimmen, so wie heute. Das Naturschutzgebiet ist liebevoll gepflegt, die Wege leicht zu laufen – also optimal für Spaziergänge und kleine Ausflüge. Von daher kann ich allen „Eigenbrödlern“ und „Ruheliebhabern“ nur empfehlen, Uhrzeiten und Witterungsbedingungen zu wählen, bei Otto-Normal-Spaziergänger nicht unterwegs ist. Aber dann lohnt es sich. Absolut!

Hier die Streckendaten: