Natur und Tiere

Vogelsafari auf der Königshovener Höhe

Eine Vogelsafari – und das vor der Haustüre

Dass wir hier – in der „Energiehauptstadt“ Grevenbroich – fantastische Ecken haben, dass weiß ich, seit ich hier lebe.

Begeistert bin ich immer wieder von der relativen Vielfalt, der hiesigen Vogelwelt. (Sofern wir bei dem Artenschwund von Vielfalt reden dürfen.) Aber dennoch: Anderswo sehen und hören die Menschen nicht mehr so viele verschiedene Vogelarten, wie wir hier.

Das RWE hatte für heute eine Vogelsafari angeboten

Das bot sich an. Denn lernen möchte ich immer. Besser verstehen, mehr erkennen.

Rekultivierungsgebiet Königshovener Höhe. Sicht auf einen alten Braunkohlebagger

Bei kühlen Temperaturen aber trockenem und bedeckten Wetter schaukelten wir heute morgen mit einem vollen Bus über die Königshovener Höhe. Für mich ganz und gar ungewohnt, laufe ich doch üblicherweise unsere Höhen hier zu Fuß ab.

Super Erklärungen – Wissen für alle

Unser hiesiger Umweltbeauftragte, Norbert Wolf, war als „Reiseführer“ mit von der Partie. Sicherlich ein Grund mehr für mich und viele Mitstreiter, diese Safari mitzumachen. Denn aus Erfahrung wissen hier alle Vogelfreunde, dass er (und seine Lebensgefährtin) Großartiges für die heimische Natur und insbesondere für die Vogelwelt leisten.

Rohrweihe

Hinauf ging es zu einem See. Und – Jubel – es zeigte sich ein Rohrweihen-Männchen, was schwer mit seinem Beutezug beschäftigt war. Fantastisch.

Norbert erklärte, wie wir Rohrweihen erkennen und klärte auf, dass er nur 3 Brutpaare gibt.

Eine Weile standen wir noch an dem Teich, um dann mit dem Bus weiter geschippert zu werden.

Wild auf den Höhen

Rehwild in den RekultivierungsgebietenRechts und links bekamen alle Mitreisenden jede Menge Rehwild zu sehen. Für uns hier fast ein alltäglicher Anblick, denn Rehe haben wir hier genug. Man muss nur zur richtigen Zeit unterwegs sein. Darüber hinaus huschte auch noch eines (der vielen hier lebenden) Wildschweine tatsächlich an uns vorbei.

Steinschmätzer, Schafstelze, Grauammer & Co.

Grauammer sitzt auf einem toten AstWir lernten einige selten gewordene Arten kennen und bekamen unter anderem auch einen Steinschmätzer, eine Schafstelze, eine Grauammer und einen Wiesenpieper zu sehen.

Mir selber wären diese Vögel gar nicht aufgefallen, auch wenn ich sicherlich mit sehr offenen Augen durch die Gegend ziehe. Aber wenn man nicht weiß, wo man hinschauen muss, dann sieht man sie einfach nicht.

Wunderschön ist es, dass es dort oben recht viele Feldlerchen gibt.

Bussarde sahen wir heute keine. Auch die erwarteten Braunkehlchen habe ich nicht gesehen. Das Wetter war einfach nicht offen genug. Ist halt Natur und kein Theater. 🙂

Nicht nur Vögel sondern auch Feldhamster

Feldhamster Testanlage Forschungsstelle Rekultivierung RWEWir bekamen zwar keine zu Gesicht, was ich aber nicht wusste ist, dass 2018 ein Feldhamsterprojekt gestartet wurde. 16 Tiere, wohnen derzeit in großen Gehegen, damit herausgefunden werden kann, ob sie überhaupt hier überleben können.

Dieses Projekt scheint, so der Sprecher der Forschungsstelle,  erfolgreich zu laufen. Die ersten Hamster sind aus ihrem Winterschlaf erwacht, was bedeutet, dass sie mit den Bodenverhältnissen klarkommen. Ich bin gespannt, wie es diesbezüglich hier weiter gehen wird.

Fazit:

Ich habe wieder eine Menge gelernt – es hat sich gelohnt, selbst wenn das Wetter nicht ganz so Vogelsafari freundlich war.

Die Fotos sind nicht der Hit. Aber besser ging es leider nicht unter den Bedingungen und mit der Ausrüstung. 😉

Für Menschen, die sich für die heimische Natur interessieren, sollten tatsächlich öfter mal schauen, was die Forschungsstelle Rekultivierung des RWE im Programm stehen hat.

Auch wenn ich nicht alles gutheiße, was RWE so treibt. Aber eines kann man Ihnen hoch anrechnen. Für Natur- und Artenschutz tun sie wirklich einiges und das in deutlich größerem und sichtbarerem Umfang als viele andere Großkonzerne. Dafür von meiner Seite aus ein „Daumen hoch“.

weitere Empfehlungen für Natur- und Vogelfreunde

Häufiger werden im Schneckenhaus (Grünes Klassenzimmer) in Grevenbroich Vorträge angeboten. Im Umweltzentrum dort gibt es auch viele interessante Dinge zu sehen!
Auf Facebook werden auch Aktivitäten veröffentlicht.