Wandern

Buntsandsteinfelsen – unsere Jahresabschlusstour

Suri auf einem Felsen oberhalb des RurtalsDen Jahresabschluss feierten wie – wie üblich – draußen in der Natur!

Die Buntsandsteinfelsen in der Rureifel

mussten es heute sein. Unbedingt wollte ich in diesem Jahr noch einmal dahin. 🙂

Beschreiben kann ich es nicht. Dieses Felsengebiet, diese Abgründe, diese Felsformationen – sie beeindrucken mich einfach. Nicht umsonst fühle ich mich irgendwie so verbunden mit dieser Gegend. Mal im nördlicheren Teil, also nördlich von Nideggen – mal im südlichen Teil. Heute haben wir die Kombination aus beiden Teilen gemacht. Eine wahnsinnig schöne und anstrengenden Tour.

Die Buntsandsteinfelsen mit Blick ins Rurtal

Perfekter Jahresabschluss – trotz Nebel

Geplant hatte ich eine Route von ca. 11 Kilometern. Allerdings disponierten wir um, denn trotz (oder aufgrund) des Nebels war die Atmosphäre so einzigartig, dass wir einfach ein wenig herum experimentierten. Ein Stück weit wandelten wir auf dem Wanderweg der Buntsandstein-Route, ein Stück weit auf anderen Wanderwegen und darüber hinaus auch auf Pfaden, die nirgendwo dokumentiert sind. Kleine Trampelpfade bergauf – bergab – mitten durch den Wald. Herrlich.

Somit weiteten wir die 11 Kilometer auf knapp 17,5 Kilometer aus. Nicht schlimm – denn Zeit hatten wir – und den Rucksack voll mit Tee, Hundekeksen, Stullen und Wasser. Auch das GPS-Gerät verfügte über volle Akkus. Was sollte schon passieren?

Die beeindruckenden Felsformationen im Buntsandsteingebiet in der Rureifel.Die Buntsandsteinfelsen – Respekt und Ehrfurcht

Unsere Erdgeschichte ist schon sensationell! Wenn man sich vor Augen führt, dass der rote Buntsandstein eigentlich aus der Wüste stammt und dieses Gebiet irgendwann mal Wüste war … Wahnsinn. Diese roten Steine entwickelten sich im Zeitraum von 230 Millionen Jahren zu diesen Felsformationen. Gigantisch.

Gigantisch denkt sich auch der Suri-Man. Weil er sich mittlerweile zu einem unerschrockenen Felsen-Gnom entwickelt hat, muss er an gefährlichen Stellen an die „Kette“. Nicht auszudenken, er würde auf glitschigen und feuchten Felsen 100 Meter und tiefer abstürzen! Dennoch muss ich insgesamt sagen … er ist sonst sehr brav und hört prima. Halt ist halt … DAS weiß er! 🙂

Frühstückspause am höchsten Punkt der Tour. Der Kuhkopf.Nach 5,5 Kilometern Frühstück am Kuhkopf

Nebelaufstieg auf den Kuhkopf. Gegen 11 Uhr erreichten wir den höchsten Punkt unserer Wanderung – den Kuhkopf. Hier steht eine schöne Schutzhütte, an die ich mich erinnerte (von unserer Mega-Zeckentour im April 🙁 ) … Hier machten wir eine ausgiebige Frühstückspause bei Tee, Keksen, Käsestullen und Wasser.

Dabei machten wir – ganz untypisch für uns – einfach mal ein paar Selfies bzw. ließen die Kamera mal Zeitaufnahmen machen. Was soll’s … kann man mal machen am Jahresende 😉

Auch wenn wir bedauerlicherweise so gut wie keinen Blick auf die Rur erhaschen konnten, da der Nebel einfach zu dicht war, war die Auszeit dort oben wunderschön. Die Geräusche der Vögel, das Knacken im Wald … man fühlt sich der Natur einfach extrem verbunden.

Ein wenig Survival auf stillen, geheimen Pfaden

Auf geheimen Pfaden an Felsformationen vorbei.Nach unserer Pause ging es weitestgehend bergab. Wir erkundeten einige uns gänzlich unbekannte Pfade. Pfade, die keine offiziellen Wanderwege sind. Hier ist es gut, wenn man ein funktionierendes GPS hat. 🙂 Es war herrlich. Und auch hier merke ich, dass die Jungs so etwas voll genießen. Sie sind aufmerksam, höchst interessiert und dennoch genau auf diesen schwierigen Passagen total aufmerksam – eine völlige Teamarbeit! Da bin ich so stolz auf die Buben!

Ganz weit unten – die Rur

Die Hunde dürfen in der Rur baden.Nach etwa 9,5 Kilometer waren wir am tiefsten Punkt unserer Wanderung angekommen. Wir erreichten die Rur. Zur Freude der Jungs hatte ich auch keine Probleme damit, sie ins Wasser zu lassen. (Spaniels können IMMER und zu jeder Zeit baden gehen … und spanielgeschädigte Bobtails auch 😉 ) …

Wir hatten also innerhalb von 3 Kilometern fast 240 Höhenmeter passiert. Das war schon anstrengend … die Jungs hatten sich Abkühlung bei „warmen“ 8 Grad redlich verdient.

Von nun an ging es seicht auf- und abwärts oberhalb der Rur weiter.

Dumm, wenn man sich GPS-mäßig verhaspelt

Capper auf einem Felsen.Nun kam es so wie es kommen musste. Eigentlich hatte ich – lt. GPS – einen Weg geplant, der uns nach 14 Kilometern zum Ausgangspunkt zurückführen sollte. SOLLTE !!! 😉 Diesen Weg habe ich aber nirgends gefunden. Ich hatte mir so gedacht, die Burg Nideggen nördlich zu passieren. Dann hätte es hingehauen. Na ja … sollte nicht so sein.

Wir marschierten also irgendwie an der Burg südlich vorbei – nahmen dabei einen „Umweg“ von weiteren 3 Kilometern in Kauf und marschierten noch durch den alten Stadtkern von Nideggen.

Somit beendeten wir unsere wunderbare Jahresabschlusstour nach knapp 17,5 Kilometern. Hochzufrieden, mega k.o. und mit 100000 neuen Eindrücken.

Was für ein Tag!

Blick auf das Rurtal.

Und hier unsere obligatorischen Streckendaten:

 

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