Wandern

Weihnachtswanderung – Wilde Wasser und Felsen

Felsenpfad zur Burg Pyrmont unsere WeihnachtswanderungWeihnachtswanderung auf dem Pyrmonter Felsensteig

Während viele gestern sicherlich den Heiligen Abend vorbereiteten, brachen wir 4 gestern um 7 Uhr zum Pyrmonter Felsensteig auf. Uns war nach wildem Wasser und Felsen.. 😉

Nein – ohne Quatsch: Wenn das Wetter mitspielt, dann ist uns unsere Tour am Heiligen Abend heilig.

Der Traumpfad Pyrmonter Felsensteig

Wir begannen unsere Tour an der Pyrmonter Mühle im Elzbachtal. So früh am morgen hatten wir keinerlei Parkprobleme, die dort üblicherweise auftauchen, da der Traumpfad beliebt ist. Der Parkplatz befindet sich sowohl im direkten Dunstkreis zur Burg Pyrmont als auch zur Wassermühle. Nicht so gestern. Selbst, als wir am Nachmittag zurückkehrten herrschte auf dem Parkplatz gähnende Leere.

rauschendes Wasser am Elzbach-WasserfallElzbach-Wasserfall

Den ersten Woweffekt hatten wir bereits nach knappen 10 Minuten. Die Wasserfälle vom Elzbach. Gut, dass es noch recht düster war, so konnte ich ganz brauchbare Aufnahmen von diesem Naturschauspiel machen.

Von hier aus führte uns der Weg durch den Wald auf schmalen Pfaden bis hoch zur

Burg Pyrmont

Suri auf einem Felsen in der Nähe der Burg PyrmontBis wir jedoch dort ankamen, hatte ich bereits den ersten Herzkasper bekommen, da Suri meinte, er müsse mal eben auf einen Felsen steigen. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen nur, wenn sich hinter dem Felsen tiefe Abgründe auftun, dann ist das nichts für meine Nerven. Der Bub wird irgendwie zu selbstständig 😉 …

Die Kombination des Weges aus Wald- und Felsenpfaden, die sich schmal an den Felsen entlang schlängelten, waren genau nach unserem Geschmack. Es war eine geheimnisvolle Atmosphäre dort.

Die Burg Pyrmont konnten wir nicht besichtigen, da wir viel zu früh dran waren. Dennoch konnte ich aus allen Himmelsrichtungen ein paar Fotos davon machen. Die Felsenburg wurde erstmals 1225 erwähnt. Sie steht auf einem Schieferberg oberhalb des Elzbach-Wasserfalls.

Ab hier ging es stetig bergab und wir gelangten so in das

Blick von einer Brücke auf den wilden Elzbach
Der Elzbach

Elzbachtal

Das Elzbachtal ist bekannt für die wunderbaren Auenlandschaften, die schmalen Felsenwege entlang des „Bachs“, der sich nach dem vielen Regen der vergangenen Tage, ziemlich wild und ungestüm zeigte. Wildes Wasser halt. Der Elzbach wird von Weiden und schwarzen Erlen gesäumt, was sicherlich im Frühjahr und Sommer wunderschön anzusehen ist.

Wildes Wasser, der ElzbachWir genossen auf den 3 Kilomentern einfach die ungezähmte Natur, unbefestigte Ufer, hier und da einen Reiher, natürlich die tosenden Geräusche des Wassers und die kleineren Kletterpassagen über die Felsen, insbesondere die Felsen der Teufelskammer.

 

Felsige Weg steil bergab im ElzbachtalDarüber hinaus hatte ich alle Hände voll damit zu tun, mich auf meinen Füßen zu halten. Die Felsen waren feucht und somit sehr glatt, ebenso das Laub und der matschige Untergrund. Wieder einmal habe ich mich langgelegt, wofür dieses Mal keiner der Hunde etwas konnte. Ich war einfach zu beschäftigt mit Gucken und Staunen. 😉 Und … plumps … siehe unten 😉

Wir verließen das Tal und Suri fand nach einem weiteren, anstrengenden Kilometer über felsige Pfade, ein Snackhütte.

Weihnachtsfrühstück im Wald

Eine Holzhütte auf dem Weg. Hier wird gefrühstückt.
Suri und seine Snackhütte

Wir ließen es uns hier gutgehen. Etwas über 6 Kilometer hatten wir bereits gemacht und hatten nun Hunger. Also verspeisten wir das mitgebrachte Frühstück und genossen die Geräusche aus dem Wald und einiger Vögel rings um uns herum.

Ich weiß schon, warum ich so gerne im Wald frühstücke.

Hiernach sollten wir dann weiter schnaufen. Der Weg führte recht steil bergauf durch den Wald bis zu einer Hochfläche. Von hier aus ging es – wenig spektakulär – über Felder zum

Sammetzkopf

Bedrohlicher Himmel am Gipfelkreuz des Sammetzkopfs.
Der Sammetzkopf bei eindrucksvollem Himmel.

Der höchste Punkt unserer Wanderung war der Sammetzkopf. Hier steht das „Gipfelkreuz“ und bietet – vorausgesetzt es gibt klares Wetter – einen wundervollen Rundumblick. Wir konnten zwar auch weit schauen. Allerdings sahen die Wolken über uns eindrucksvoll bedrohlich aus. Aber auch das hatte etwas Fantastisches.

Die weitere Wanderung führte uns über die Felder stetig bergab in die Richtung der Wasserfälle. Diese Strecke war nicht wirklich interessant, insbesondere, da aufgrund der Jahreszeit auch nirgends etwas grünt oder blüht. Leider konnte ich auch keine Greifvögel ausmachen. Somit ließ ich einfach meine Gedanken schweifen und träumte so vor mich hin. Ist auch mal ein Luxus, den ich auf Wanderungen selten habe. Es war leicht zu gehen, also konnte ich mir das leisten. Auch die Jungs gingen so ihres Weges, schnüffelten hier, schauten dort – also Vollrelaxing auf ganzer Linie.

Zurück zu den Wasserfällen

Blick hinab auf die Burg Pyrmont.Und plötzlich wurde es dann wieder interessant. Nach dem Überqueren eine kleines Hügeln hatten wir wieder einen schönen Blick auf die Burg. Nunmehr aus einer anderen Perspektive. Jetzt ging es auch wieder stetig bergab, zum Teil wieder über etwas felsige Pfade, zum Teil auch befestigte Wege.

Kurz bevor wir unseren Ausgangspunkt erreichten, konnten wir den Elzbach-Wasserfall noch einmal von oben bestaunen. Was für Wassermassen! Gigantisch!

Nach guten 12 Kilometern beendeten wir unsere Weihnachtswanderung mit einem super guten Gefühl und vielen neuen Eindrücken.

Fazit zur Wanderung:

Eine super Tour, die überwiegend auf Pfaden verläuft. Genauso, wie wir es am liebsten mögen. Auch wenn die Passage über die Felder nicht aufregend sind, der Rest der Wanderung ist so fantastisch, dass ich diese Tour einfach nur empfehlen kann!

Hier unsere Streckendaten: