Wandern

3 Berge – rund um Kloster Heisterbach

Am Stenzelberg
Wandern um das Vulkangebiet Stenzelberg

Kloster Heisterbach – geologische Highlights im Siebengebirge

Es war eine der ersten Touren, die ich mit den Spaniels Ende Oktober 2015 mit der Wiederaufnahme meiner Wanderaktivitäten unternommen habe. Das war ein paar Wochen nach Uncis Gang über die Regenbogenbrücke. Heute hatte ich das Bedürfnis, genau an diesem Ort noch einmal eine Wanderung zu unternehmen. Nun mit Suri-Scout dabei. Der Start war – wie damals – am Kloster Heisterbach.

 

3 Berge – Vulkane – und jede Menge „Vergangenheit“

Unsere heutige Tour lehnte sich an unsere Wanderung vom Oktober 2015 (Von Vulkanfelsen und alten Burgen …) an. Allerdings mit ein paar Änderungen, die sich aufgrund meiner Neugierde halt so ergaben 😉 .

Aufgrund der super eisigen minus 4 Grad, waren die Buben allesamt ziemlich aktiv und gut drauf. Ich hatte meine leichten Probleme, das Temperament der 3 zu beherrschen. Hatte ich gehofft, dass sich die Sonne, wie vorhergesagt dann blicken ließe, wurde ich diesbezüglich enttäuscht. Aber das war auch das einzige Manko. Ansonsten war es so schön, wie ich es in Erinnerung hatte. 🙂

Weilberg
Alter Steinbruch auf dem Weilberg

Vom Kloster zum Weilberg

Gut, dass es sofort erst einmal bergauf ging, denn die Spaniels waren so was von gaga. Nicht nur, dass die Temperaturen für mächtig Anschub sorgten. Auch der reichliche Wildwechsel tat sein übriges. Wie gut, dass morgens um 8 noch niemand im Wald unterwegs ist. Meine Fluche hörten nur die Berge, Bäume und Felsen.

Als erstes schauten wir uns den Steinbruch am Weilberg an.

Besondere Bedeutung erlangt der Weilberg durch den stillgelegten Steinbruch, der einen Einblick in den Gesteinsaufbau des ehemaligen Vulkans Siebengebirge ermöglicht.

Vor etwa 30 Millionen Jahren begann die vulkanische Tätigkeit mit einem gewaltigen Aschenregen (Trachyttuff). Magma drang in den Tuff ein und brannte ihn in einer rot gefärbten Kontaktzone; der Tuff wurde aufgewölbt und an Verwerfungen versetzt. Abschließend stieg nochmals Lava auf. Ein junger Basalt durchsetzt den älteren als schmaler Lagergang und verbreitert sich im weichen Tuff. Die Oberfläche des Vulkans ist nicht mehr erhalten, durch lang anhaltende Erosion wurde ein großer Teil von Tuff und Basalt wieder abgetragen. Über dieses Plateau floss im Pleistozän(Eiszeit) der Rhein hinweg. (Quelle Wikipedia)

Suri musste ich einmal richtig anpfeifen … Der ist so neugierig und turnte am Rande des Steinbruchs rum. Da ging es schauerliche 50 Meter steil in die Tiefe. Geht gar nicht.

Stenzelberg
Aufstieg zum Stenzelberg

Es ging weiter zum Stenzelberg

Ich hatte den Stenzelberg noch einigermaßen in Erinnerung. Aber dass es aber so steil und felsig war, dass hatte ich irgendwie verdrängt. So kam ich ganz schön ins schwitzen – trotz eisiger Temperaturen.

Anders als 2015 krakselten wir dann im Inneren des Berges herum. Einmal kam ich zu Fall, weil die Spaniels einfach schneller auf Felsen unterwegs sind, als ich. Schwupps – lag ich lang! Schimpf – Motz … Ich glaube aber, die Spanieltypen haben sich göttlich amüsiert. Nur Suri schien etwas besorgt zu sein und eilte mir gleich zu Hilfe, was das Aufstehen echt behinderte. Der vollgepackte Rucksack auf dem Rücken, schmierige Findlinge, Moos und dann noch ein Suri über mir … das war eine Herausforderung. 😉

 

Ich mag solche stillen, geheimnisvollen Orte. Da steht man dann irgendwo – eingeschlossen zwischen hohen Felsen – und man weiß, vor x-1000 Jahren war hier ein Vulkan. Das hat was.

Ausblick von der Ruine Rosenau
Ausblick auf den Rhein von der Klosterruine Rosenau
Burgruine Rosenau
Suri auf der Burgruine Rosenau

Durch den Wald zur Burgruine Rosenau

Wir marschierten durch den Wald – bergauf-bergab – und hatten das nächste Ziel im Visier. Die Burgruine Rosenau. Hiervon stehen nur noch rudimentäre Reste. Erwähnt wurde diese Höhenburg in einer Urkunde von 1222. Allerdings weiß man nicht genau, wann genau sie erbaut wurde.

Hier machten wir auch unsere erste Frühstückspause. Schließlich konnte ich Suri doch seine Freude über die Snackhütte am Fuße der Ruine nicht verleiden. Außerdem hatte ich auch mittlerweile einen knurrenden Magen.

Nach der Snackpause über den Nonnenstromberg wieder zurück zum Kloster Heisterbach

Dummerweise habe ich meine geplante Rute verloren. Irgendwie war ich kurzfristig nicht in der Lage gewesen, mein GPS richtig zu deuten. Deshalb wanderten wir auf einem anderen Weg als geplant. Trotzdem …. über den Nonnenstromberg wollten wir auf jeden Fall gehen. Per GPS angepeilt und los … 🙂

Nonnenstromberg
Nonnenstromberg

Den Nonnenstromberg haben wir schon ein paar Mal bewandert. Eigentlich nichts spektakuläres, aber irgendwie lieben wir alle diese kleinen steilen Pfade bis hin zum Steinhaufen, der den Gipfel markiert. Hier ist es so schön still und es ist in jeder Jahreszeit für mich immer wieder ein toller Ort.

Nachdem wir den Auf- und (seufz 😉 ) auch den Abstieg gemeistert hatten, ging es stetig bergab Richtung Kloster Heisterbach. Auf diesem Weg fanden wir (Suri!) noch eine Snackhütte, die wir noch einmal nutzten, um einen kleinen Snack einzunehmen und etwas zu trinken.

Die letzten 2 Kilometer gingen – leicht zu laufen – weiterhin stetig bergab. Die Spaniels am Zug immer noch forsch, aber nunmehr etwas leichter zu händeln, als am Anfang unserer Wanderung.

Nach knapp 11 Kilometern erreichten wir das Auto. Ich versorgte die Hunde und machte mich dann alleine noch einmal in das Klosterareal auf.

Kloster Heisterbach - Chorruine
Chorruine der mittelalterlichen Abteikirche

Kloster Heisterbach

Kloster Heisterbach habe ich 2015 ausgelassen. Aber heute wollte ich mir das auf jeden Fall ansehen. Auch wenn es sicherlich schönere und buntere Jahreszeiten gibt, um sich im Park des Klosters umzuschauen.

Neben der alten Klosterruine ist der „Park“ einfach ein Traum. Selbst, wenn nichts grünt und blüht. Man spürt einfach die Vergangenheit. Das barocke Eingangstor mit Gebäuden, das alte Gehöft, die Chorruine, dessen Überreste im Park stehen, die Mausoleen, die Grab- und Denkmale. Ich könnte mich tagelang mit mittelalterlichen Geschichte befassen, wenn sie zum Anfassen ist. 🙂

Ganz klar – und Fazit zur heutigen Tour: Ich war genauso begeistert wie 2015. Sicherlich werde ich das Kloster noch einmal zu einer anderen Jahreszeit bewundern. Es lohnt sich! Darüber hinaus gibt es noch so unendlich viele Wege, die wir gehen könnten. Entdeckt habe ich heute jedenfalls wieder einiges, was dann noch als „offenstehend“ verbucht ist. 😉

Hier die obligatorischen Streckendaten zu unserer Tour: