Wandern

Zum Knebelsrod im Nebel

Knebelsrod im Nebel

Herbstwanderungen – selbst im Nebel – können wahnsinnig schön sein. Wir marschierten dieses Mal mit insgesamt 6 Hunden und 3 Menschen. Das machen wir nicht oft, denn eigentlich sind wir eher die „einsamen“ Wanderer.

Aber wenn die Eltern mitkommen, dann ist das wunderschön.

Vor dem Knebelsrod noch einen Besuch bei der „alten Lady“

Bevor wir aber zur höchsten Stelle im Norden des Burgwaldes – dem Knebelsrod – kamen, stand

der Besuch der „alten Lady“, der im 17. Jahrhundert gepflanzten Familieneiche, auf dem Programm.

Bis dahin „kämpften“ wir uns durch den dichten Nebel. Und auch das hat etwas. Etwas Mystisches und Geheimnisvolles. Aus dem Nichts tauchen auf einmal Bäume auf. Magisch!

Und dann stand sie da. Unsere „alte Lady“.

Die „alte Lady“ – Eiche – über 300 Jahre alt

Mein Vater ist so stolz auf sie. Diese Eiche wurde im 17. Jahrhundert gepflanzt und gehört seit dem zur Familie. Niemals – so steht es geschrieben, darf sie durch Menschenhand zerstört werden.

Eine so alte Eiche ist sie – beeindruckend groß. Wir Menschen sind dagegen Zwerge. Selbst im Nebel steht sie stattlich da und zeigt sehr deutlich, wie klein, unbedeutend und unwissend wir 2-Beinern doch sind…

Von hier aus wanderten wir sanft bergauf zunächst über Felder, um dann in den Wald einzutauchen. Nach guten 4 Kilometern erreichten wir die höchste Erhebung im nördlichen Burgwald, den

Knebelsrod

Aussichtestürmchen Knebelsrod

Den hatten wir bereits im Frühjahr 2017 bewandert. Allerdings auf einer anderen Route. Und – damals war das Wetter warm und die Sicht war offen. So zeigte sich der Knebelsrod heute von einer typisch nordhessischen Seite. Wild, kalt, unnahbar … einfach Natur!

Dieses Mal gab es keine gigantischen Fernsichten. Dafür aber geheimnisvollen Nebel 😉

Ich muss nicht erwähnen, dass Suri-Man nun aber seine Snackpause wollte. Aber nicht nur er, auch die anderen 4-Beinern und wir 2-Beiner wollten ein wenig Pause machen.

Burgwald – Blick vom Knebelsrod

Die Hälfte der Strecke hatten wir geschafft. Und als wir aufbrachen, verzog sich ganz langsam auch der Nebel. Ein wenig Dunst hier da gab es noch, aber wir sahen auf einmal wieder Farben. Die letzten Farbtupfer, die der November uns noch schenkte.

Es war eine wunderschöne Runde. Schon alleine deshalb, weil meine Eltern mitgegangen sind. Ich bin so stolz darauf, wie fit die beiden sind und vor allem, wie viel ihnen die Natur bedeutet.

Ja – der Burgwald ist halt ein Stück Heimat! Wie schön, dass wir regelmäßig dort sein können.

Hier die Streckendaten: