Wandern

Von Höhlen und Schluchten

Trasshöhlen im Brohltal

Von Höhlen und Schluchten in der Ahreifel am Rande der Vulkaneifel

Heute zog es uns wieder einmal in das Gebiet der Vulkane. Im vergangenen Jahr absolvierten wir unsere Weihnachtwanderung im Brohltal. Hier hatten wir bereits viel über Trass gelernt und uns die heißen Quellen und die Wolfsschlucht angesehen.

 

Morgennebel im Brohltal

Wunderschön war schon der Auftakt unserer Tour. Der Nebel stieg aus den Tälern auf. Die Herbstzeit hat einfach etwas Einzigartiges.

Wir starteten mit einem Abstieg in das Krayerbachtal. Ein perfekter Start in einen schönen Tag. Kühle 5 Grad, Nebel, Sonnenschein und jede Menge wunderbare Natur. Nur der Abstieg war für mich anstrengend. Ausgeschlafene Zughunde, einen übermütigen Suri und die frischen Temperaturen … oh jeeehhhh 😉

Pönterbachtal

Im Tal angekommen, führte uns der Weg zwischen Wiesen und Waldrand ins das Pönterbachtal. Bis auf die ersten 1,5 Kilometer bergab war es leicht zu laufen. So richtig was zum Abschalten. 🙂

Nach etwas über 4 Kilometer Wegstrecke, auf der die Jungs auch die Gelegenheit bekamen in einen Bach zu hüpfen, entdeckte Suri eine Snackhütte. Das war passend, denn auch mein Magen knurrte mittlerweile. Also beschlossen wir, eine kurze Rast einzulegen. Aber nur kurz. Mein Plan war, an einem der Aussichtspunkte, die uns erwarteten, eine ausgiebigere Frühstückspause zu machen.

Wir zogen also weiter – von nun an ging es steil bergauf durch den wunderschönen Herbstwald.

Aussichtspunkt Schweppenburgblick

Schweppenburgblick

Etwas über 2 Kilometer „kämpften“ wir uns bergauf, bis wir unseren Rastplatz, an dem wir wirklich Pausieren wollten, erreichten. Wenn ich „kämpfte“ sage, dann meine ich, dass ich heute ziemlich geschnauft habe. Die Buben waren „voll fit“. 🙂

Videobeweis:

Hermann-Löns-Pfad steil abwärts

Gestärkt und ausgeruht setzten wir nun zur 2. Hälfte unserer Wanderung an. Nun ging es durch das typische Vulkangebiet – heftig steil bergab – zu den Trasshöhlen.

Die Trasshöhlen

Ich wusste nicht recht, ob Suri ggf. Angst haben könnte, in die dunklen Löcher der Höhle einzusteigen. So wollte ich ihn gerade heranrufen, um ihn vorsichtshalber an die Leine zu nehmen.

Pustekuchen. Da war der Bub schon in der ersten Höhle verschwunden. Also – Sorge unbegründet.

Nun hatte ich nur noch etwas Sorgen um die Kamera. Denn in diesen Höhlen ist es buchstäblich staubtrocken. Trotzdem habe ich mich entschlossen, ein paar Bilder zu knipsen.

Vor etwa 13.000 Jahren war der Vulkan am Laacher See  hochexplosiv. Die gewaltigen Explosionen hatten zur Folge, dass sich heiße Glutwolken und Ascheströme in mehreren Schüben nach allen Seiten aus dem Vulkan ergossen. Die Aschen verbanden sich mit Dunst zu einem tödlichen Schlamm- und Schuttstrom (Lahar), der alles Leben, was sich ihm in den Weg stellte, verbrannte und erstickte. Daraus entstand der Tuff.

Auf den Seiten Osteifel-aktiv gibt es interessante weitere Details dazu.

Wolfsschlucht

Die heutige Wanderung auf dem Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig führte uns weiter in nördliche Richtung als auf unserer Weihnachtswanderung. Lediglich auf dem letzten Teil der Wanderung passierten wir altbekannte Wege vorbei an der Ruine Tönisstein und durch die Wolfsschlucht. Darüber berichtete ich.

Von Mineralwasser – Schluchten und historischen Monumenten im Vulkanpark der Eifel

Fazit:

Diese Gegend ist einfach einmalig. Ich bin froh, dass ich mich heute aufgerafft habe, dorthin zu fahren. Eigentlich wollte ich „nur um den Block“ daheim gehen. Nein. So ist es besser gewesen.

Ich kann es wärmstens empfehlen. Es gibt so unendlich viel zu entdecken!

Hier die Streckendaten: