Wandern

Auf dem Westerwald-Steig in den Basaltfelsen unterwegs

Auf dem Westerwald-Steig und dem Wiedweg durch eine wahnsinnig tolle Landschaft

Heute zog es uns in den Westerwald (Naturpark Rhein-Westerwald). In Anlehnung an die “ Erlebnisschleife Basaltbogen“ starteten wir heute morgen um 9 Uhr in Roßbach.

Auch wenn die Tour zunächst durch das Dorf ging – nein – es machte uns dieses mal gar nichts aus.

Schon bald stiegen wir ein auf den Westerwald-Steig, der uns einiges abverlangte. Zunächst ging es sacht aber stetig bergauf durch den Wald. Das war quasi das Warming-up. Nur kurze Zeit später schnauften wir über kleine Wurzelpfade bis zum Rande des Roßbacher Häubchen. Dies ist ein abgetragener Vulkankegel. Hier wurde im 19. Jahrhundert Basalt abgebaut. Entsprechend kraxelten wir über Basaltgeröll, recht steil und beschwerlich, nach oben. Belohnt wurden wir mit einem gigantischen Ausblick über das Wiedtal.

Eine Lore am Fuße des Roßbacher Häubchens erinnerte daran, dass hier Mitte des 19. Jahrhunderts richtig schwer geschafft wurde.

„Das Roßbacher Häubchen und die anderen Berghöhen prägen das Landschaftsbild rund um den Ort Roßbach. Das Häubchen hat eine Höhe von 345 m und ist ein Basaltkegel, der im Tertiär, also vor ungefähr 24 Millionen Jahren, entstand. Damals schob sich 1.150 GradC heißes flüssiges Magma durch Spalten aus dem Erdinnern an die Erdoberfläche. Das flüssige Magma erstarrte hier zu einer Bergkuppe. Infolgedessen bildeten sich im Innern des Berges zahlreiche Basaltsäulen. Sie haben eine fünf- oder sechseckige Form und sind unterschiedlich lang. “ (Quelle: https://www.kuladig.de)

Nach dem anstrengenden Abstieg waren die Jungs glücklich, eine Abkühlung in einem Bach nehmen zu können. Noch glücklicher war der Suri-Man, als er just eine Snackhütte entdeckte. Logisch – wir machten eine Pause. Zeit zum Frühstücken. 🙂

Unsere Pausen sind in der Regel anders als bei anderen. Jeder macht sein Ding … irgendwie

Nun folgten wir dem Westerwald-Steig weiter. Wiedermal stetig bergauf durch den Wald. An dieser Stelle muss ich einfach erwähnen, dass ich selten so eine Ruhe auf einer kompletten Wanderung erlebt habe, wie auf dieser Tour. Bis auf Vogelgezwitscher, das Rufen der Bussarde oder das Knacken der Äste – gab es nichts. Keine Autogeräusche von irgendwo her oder sonstiges.

Selbst Laurinchen, der ja sonst immer unter Strom steht und (Foto-)Pausen höchst überflüssig findet, war anscheinend beeindruckt von der Stille. Statt zu quengeln, wenn ich Fotos machte, knusperte er an Stämmen herum. (Mein kleiner Waldarbeiter halt 🙂 )

Natur pur

Nach weiteren 4 Kilometern machten an einer Lichtung nochmals eine Pause. Die Temperaturen ideal zum Wandern, trotzdem sind 18 Grad und Sonnenschein schon etwas warm, wenn es stets bergauf-bergab geht. Unter einer wunderschönen Eiche verschnauften wir, snackten etwas und dort entdeckte Suri eine Schlangenhaut. (Ich tippe auf eine Kornnatter.) Jedenfalls fand Suri sie super spannend und inspizierte das „Dingen“ bis ins kleinste Detail.

2 Kilometer weiter verließen wir den Westerwald-Steig und wechselten auf den Wiedweg, der durch das Wiedtal entlang des Flüsschens führte. Mal direkt am Wasser, mal auf Trampelpfaden etwas oberhalb war es wunderschön zu gehen. Für die Jungs optimal, da sie hier noch einige Male ein kühles Bad genießen konnten.

Nach 13 Kilometern kamen wir am Ausgangspunkt an. Dieses Mal kann ich aus voller Brust sagen: Hammer! Das war eine Tour – vollkommen nach unserem Geschmack.

Fazit: Wer ein wenig Anstrengung nicht scheut und Wurzelwege mag, der ist hier absolut richtig. Es gab nicht einen einzigen geschotterten Weg. Manche Wege waren durch den Balsaltuntergrund felsig. Aber nirgendwo gab es für Menschen- und Hundefüße qualvolle Abschnitte. Nicht nur ich bin begeistert. Für die Hunde war es super, weil gerade die letzten Kilometer am Fluss für eine tolle Abkühlung sorgten.

Hier die Streckendaten: