Wandern

Die Heckenlandroute in der Rureifel

Nun bin ich aber echt überrascht! Es ist nun schon fast ein Jahr her, dass ich erstmals im Rurtal im Monschauer Land unterwegs war. Mir ist es, als war es erst vor ein paar Wochen gewesen.

Heute haben wir die Heckenlandroute erkundet.

Waren wir im vergangenen Jahr auf der Südseite der Rur unterwegs, führte uns die Heckenlandroute mehr auf der Nordseite der Rur im mittleren Rurtal.

Fangen wir von vorne an. Der 1. September begrüßte uns herbstlich-standesgemäß mit mystischem Morgennebel auf den Anhöhen kurz vor dem Ort Hammer.

Kurze Zeit später durften wir einen traumhaften Sonnenaufgang erleben.

Somit starten wir unseren Tag. Erwartungsvoll, ob uns diese Route genauso begeistern würde, wie die beiden Touren dort im vergangenen Jahr.

Das mittlere Rurtal – auf dem Eifelsteig unterwegs | Heiho, … Eifelsteig – Indian Summer

Nein. Diese Tour kam nicht annähernd an die Faszination heran, wie die beiden Touren im vergangenen Jahr.

Trotzdem – landschaftlich war es wunderschön. Schon alleine unserer Startpunkt, unten an der Rur auf einem abgelegenen Waldparkplatz war es wert, eine Weile auszuharren.

Wir wanderten zunächst in nord-östlicher Richtung. Wir überquerten die Rur und gingen stramm bergauf zu den Felsbildungen Uhusley. Hier stießen wir auf den Weg, den wir zu 7. im vergangenen Oktober gelaufen sind.

Immer wieder faszinierend, wie ich mich an jede Wanderung so erinnern kann!

Hier folgten wir also, auf südlicher Seite der Rur, ein Stück weit bekanntes Terrain und genossen 1. absolute Ruhe und 2. herrliche Ausblicke.

Rinchen, Du übertreibst mit Deiner Energie

Außer – grmpf  – ja. Das Rinchen hatte heute irgendwas „quer“ sitzen. Er war unruhig, quietschig, quengelig. Irgendwie war er „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“, was mich extremst anstrengte, zumal nach einem steilen Bergauf natürlich auch wieder ein Bergab folgte. Hechel – Stöhn – Motz 😉

Also war dieses Mal der Caps der bravere Spaniel. Kommt selten genug vor.

Wir kamen an einigen Wasserstellen vorbei und unten im Tal angekommen, konnten die Jungs auch das erste Fußbad genießen.

Vom vergangenen Jahr wusste ich, dass es in ein paar Minuten ziemlich heftig bergauf gehen würde. Also ließ ich die Jungs ausreichend plantschen und trinken. Denn was dann folgte, war schon ziemlich heftig. Etwas über 160 Höhenmeter auf eine Länge von knapp 800 Metern. Da kommt man ins Schwitzen. Jep.

Geschafft. Oben angelangt, folgten wir nur noch ein kurzes Stück dem bekannten Weg, um dann auf der Heckenlandroute, die uns jetzt nördlich führte, weiter zu gehen. Der Weg ging stetig aufwärts, die Temperaturen waren aber herbstlich angenehm. Irgendwas um die 14 Grad. Aushaltbar. 🙂

Die erste Pause war angesagt. Mir knurrte der Magen. Und den Jungs auch. Außerdem hatten wir alle einen mordsmäßigen Brand.

Die Gegend kennzeichnet die felsige Landschaft und ein hoher Buchen- und Eichenbestand aus. (Durch die Buchenhecken bekam diese Route auch ihren Namen.)

Einmal verliefen wir uns, da ich eigentlich einen etwas abgewandelten Weg nehmen wollte. Dieser war aber faktisch nicht mehr vorhanden. 😉 Gut, dass unser GPS-Gerät zumindest weiß, wo wir uns befinden. So suchten wir uns einen Weg, der uns wieder auf die richtige Fährte brachte.

Bis hierhin hatten wir einiges an schöner Natur gesehen.

Der für uns „schrecklichste“ Teil waren die 600 Meter quer durch den Ort Eicherscheid. Wir 4 mögen es gar nicht durch Dörfer zu marschieren. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden. Allerdings muss ich gestehen: Nach dem langen anstrengenden Bergaufgehen ist ein Dorfmarsch doppelt doof, wenn 1. die Sonne scheint (jetzt waren es um die 18 Grad), 2. Asphalt 🙁 , den wir alle nicht lieben.

Suri hatte den Papp so was von auf. Während das Rinchen nach wie vor irgendwie total schräg drauf war. Ich versprach den Jungs, dass wir, sobald wir aus dem Dorf raus wären und ein wenig Wald um uns rum hätten, auf jeden Fall noch mal eine Pause einlegen würden.

Gesagt getan. Einen guten Kilometer weiter, pausierten wir. Dieses mal an den besagten „Hecken“ mitten im Buchenwald. 🙂

Nach dieser ausgiebigen Pause ging es nur nur noch bergab. Kein leichtes Unterfangen mit einen Rinchen, was nach wie vor den Turbo eingeschaltet hatte.

Kurz vor dem Ziel gab es noch einmal eine gute Gelegenheit für die Jungs sich abzukühlen. Und dann hatten wir das Ziel feste im Blick.

Fertig waren wir!

Es lässt sich nicht verleugnen, dass die Hitzepause unserer Kondition (Rinchen ausgenommen!) nicht gut getan hat. 😉

Suri-Man war dann auch glücklich, endlich wieder in seinem Auto Platz einnehmen zu können. <3

Fazit: Es war eine schöne Tour. Okay – nicht ganz so, wie wir es erwartet haben. Es war okay. Tolles Wanderwetter, beste Temperaturen und viel Natur. Grundsätzlich also schon etwas zum „Seele-baumeln-lassen“.

Und hier noch die üblichen Streckendaten: