Wandern

Von Bächen ohne Wasser …

Nach 5 Wochen elender Hitze konnten wir endlich wieder touren 🙂

Wir planten eine Wanderung in Anlehnung an die 5-Bäche-Tour im Naturpark Hohes Venn, oberhalb der Rurtalsperre Schwammenauel.

Nur leider führten die Bäche kein Wasser…

Nicht, dass ich nach dieser Dürreperiode viel Wasser erwartet hätte. Dennoch war es erschreckend, dass es noch nicht einmal mehr Rinnsale gab, die sonst den Rursee speisen.

Aber von vorne. Die Tour begannen wir auf dem Gansberg in der Nähe von Hechelscheid. Wow! Was für ein Ausblick auf den Rurstausee. Im leichten Dunst eingehüllt und mit dem goldenen Licht der Morgensonne – das hatte etwas Mystisches.

Das hat uns so gefehlt in den vergangenen Wochen. Diese einzigartigen Momente, die kein Bild dieser Welt beschreiben kann.

Quer über die Wiesen des Gansbergs wanderten wir bergab und tauchten nach ca. einem Kilometer in den Wald ein. Stetig und teilweise steil bergab, gingen wir einfach „nur“ durch den Mischwald. Der zeigte sich – wider Erwarten – noch relativ grün, was mich bei dem Wasserdefizit der vergangenen Wochen schon ein wenig erstaunte.

Dafür waren die ganzen Bäche, denn genau auf dieser Route gibt es sehr viele kleine Wildbäche, absolut ausgetrocknet. Ganz schön erschreckend … 🙁

Ganz vereinzelt fanden wir noch ein paar Tröpfchen, die in irgendwelche Kuhbottiche flossen. Aber von wilden Bächen keine Spur.

Dennoch hatten wir 4 unseren Spaß. Eine leichte Brise durchzog den Wald. Die Temperaturen am frühen morgen, um die 15 Grad, waren perfekt. Dazu Sonne, Vogelgezwitscher und … wir waren auf der ganzen Tour so was von alleine unterwegs … Herrlich!

Der Suri-Man betätigte sich wieder als verlässlicher Scout. Stets fröhlich vorne weg, sorgte er dafür, dass wir immer auf der richtige Fährte waren und vor allem, dass wir auch ja keine Snackhütte verpassten.

Das war auch wichtig, denn mangels fließendem Wasser mussten ich den Buben doch häufiger von dem mitgeschleppten Wasser anbieten.

Vielleicht ist es der Tatsache geschuldet, dass es keine Sensationen (in Form von wilden Bächen oder Sonstigem) gab, nahmen wir alle 4 noch viel mehr die Kleinigkeiten wahr, die uns – auch wenn wir sehr achtsam sind – vor lauter „großer“ Schönheit da draußen, oft verborgen bleiben.

Hat auch was!

Die knapp 14 Kilometer haben mir so viel gegeben. Es war perfekt. Und wenn es perfekt ist, müssen nicht immer zwangsläufig „große“ Dinge zu sehen sein. Nein – es war einfach die Freude an der Weite auf den Hochflächen, der Ausblick auf den See, der leichte Wind, der auf der Haut zu spüren war, die Freude, hin und wieder etwas Grünes zu sehen, einen Schmetterling zu beobachten oder einen Käfer. Und vor allem:

Das alles passiert in Begleitung meiner treuesten Wegbegleiter!

 

Hier die obligatorischen Streckendaten: