Wandern

„Gipfelsturm“ im Oberen Rurtal & Wildes Wasser

Wir wollen Wasser!

Das war – aufgrund der Temperaturen – wieder der Anspruch unserer Tour. Deshalb machten wir uns erneut auf, um im NSG Oberes Rurtal eine „Runde zu drehen“. Genau dort tourten wir im April 2017 (zu siebt!) auf der Jahrhundert Tour.  In guter Erinnerung noch abgespeichert, das wundervolle Rurtal. Da wollten wir hin und zwar eine nicht ganz so lange Runde, wie vor einem Jahr. (Dem Wetter und der Gesundheitszustände angepasst, halt 😉 )

Leider etwas später als geplant, weil der Teamchef erst um 5 Uhr wach wurde, starteten wir erst um kurz nach 7 Uhr in der Nähe des Kloster Reichenstein (Nähe Monschau). Trotzdem war es herrlich ruhig und noch einigermaßen kühl. Auf einem sehr leicht zu laufenden Weg liefen wir an der Rur entlang.

Die Jungs hatten hier und da, bereits zur frühen Stunde, die Gelegenheit, die Füße in die Rur zu stecken. (Fanden sie absolut spitze! 🙂 ) Wir wandelten gemütliche 3 Kilometer im Rurtal. Dann wurde es aber etwas spannender und anstrengender.

Da ich mich nicht wirklich an die geplante Route gehalten habe, mussten wir irgendwie die Rur durchqueren. Nach einem steilen Pfad bergab befanden wir uns an der Rur und es schien, dass es hier eine Gelegenheit gäbe, über die Felsbrochen den Fluss zu durchqueren zu können. Gedacht  und gut gemeint, aber …

Die Felsen waren schmierig und durch die Stauungen war es teilweise sehr tief. Suri und auch Laurin hatten ein paar Probleme. (Ich selber habe bei den Temperaturen keine Probleme, auch mal knietief im Wasser zu stehen.) Aber riskieren wollte ich nichts mit den Jungs, deshalb brach ich das Vorhaben ab und wir suchten uns einen andern Weg.

Einen knappen Kilometer weiter gab es dann auch eine Brücke und wir kamen in etwa dort auch, wo ich es mir vorgestellt hatte.

Nun wurde es echt anstrengend. Innerhalb von 500 Längenmetern überwanden wir etwa 100 Höhenmeter. Da war Schwitzen und Prusten inklusive. Belohnt wurden wir mit dem Gipfelkreuz der Ehrensteinley und einer Snackhütte, die Suri viel interessanter fand, als das Gipfelkreuz. 😉

Nach einer guten Frühstückspause gingen wir noch ein Stück des Weges, den wir vor einem Jahr in umgekehrter Richtung gegangen sind, bogen aber knapp 1,5 Kilometer von der Ehrensteinley in westlicher Richtung ab. Ein wenig Feld, ein wenig Wald. Easy-Going, bevor es wieder spannend wurde. Schließlich befanden wir uns auf dem höchsten Punkt unserer Route und klar,  wir mussten ja – so war der Plan – auch wieder ins Rurtal zurück.

Steil bergab – auf wundervollen Pfaden (so wie wir es lieben) ging es durch den Busch. Hier verirren sich nicht viele Menschen hin. Und genau so ist es gut so. Wenn auch anstrengend. Aber die Spaniels verhielten sich bilderbuchmäßig beim Abstieg ins Tal. (Well done, meine besten Freunde!)

Unten angekommen, fanden wir sehr schnell den Pfad, an den ich mich so gerne erinnere von der Tour vor einem Jahr.

Wildes Wasser!

Anders kann ich es nicht bezeichnen. 1000 wunderschöne Stellen an der Rur. Man wandert durch das Tal auf kleinen Pfaden. Wurzeln, Felsen & Wasser.

Wieder einmal bin ich begeistert! Und die Hunde sowieso!

An mehreren Stellen durften und konnten die Hunde das Wasser genießen. An einer Art „Furt“ machten wir noch einmal eine größere Pause. Dies war etwa noch 2 Kilometer vor dem Ausgangspunkt entfernt. Aber genau diese Stelle war auch vor einem Jahr ein so faszinierend. Da plantschten seinerzeit nicht nur 3 sondern 5 Hunde (von den besagten 7 Zwergen) im Wasser. Ein Ort, der einfach tolle Erinnerungen weckt!

Nach dieser Bade-, Plantsch-, Snack- und Fotopause machten wir uns gemütlich – immer an der Rur entlang – auf den Weg gen Ausgangspunkt.

Fazit: Und wiedermal und erneut … eine Gegend, die man sicherlich noch 100mal bewandern kann und es jedes Mal aufs Neue einfach MEGA findet.

Es war keine große Runde. Mit 10 Kilometern sicherlich sehr moderat. Trotzdem – wer die Natur genießen möchte, Ruhe haben möchte, der kann sich hier austoben. Egal ob 10 oder 20 Kilometer.

Für uns jedenfalls hat es heute gereicht, um abzuschalten. Natur, bestes Wetter, Ruhe, tolle Momente. Da kommt es gar nicht darauf an, WIEVIELE Kilometer man läuft, sondern WAS man daraus macht. (Für die Temperaturen war es eh mehr als genug.)

Hier die Streckendaten: