Wandern

Natur pur und erschreckende Ruhe ;-) … Wahnsinn!

17,5 Kilometer im Nationalpark Eifel – Naturpark Hohes Venn

Heute gab es eine „gebastelte“ Wanderung, zum Teil auf dem Schöpfungspfad, auf der Dreiborner Hochfläche, ein Stück weit auf dem Wildnistrail, vorbei an den Schieferhölen im Naturpark und auf der Rur-Olef-Route.

Ja – Natur pur – ohne Geräusche – außer Vogelgezwitscher und Wasserplätschern.

Ideale Voraussetzungen, um eine größere Tour zu unternehmen. Beim Start hatten wir keine 10 Grad und am Ende der Wanderung zeigte das Thermometer 14 Grad an. Himmlisch – eine Sommerwanderung bei Herbsttemperaturen mit Sonnenschein und leichtem Wind. Besser geht es einfach nicht. 🙂

Wir starteten in Hirschrott. Und stiegen schon nach 500 Metern in den Schöpfungspfad ein.

Der Schöpfungspfad

„Dem Leben auf der Spur“ heißt der Schöpfungspfad bei Simmerath-Hirschrott. Das Projekt des Netzwerks „Kirche im Nationalpark Eifel“ und der Nationalparkverwaltung ist als meditative Wanderung gedacht. Auf schmalen Pfaden soll es mithilfe von zehn Stationen einen spirituellen Zugang zur Natur ermöglichen.“ (Quelle: nationalpark-eifel.de)

Eine Strecke, so 100%ig nach unserem Geschmack. Schmale felsige und wurzelüberzogene Pfade. Wunderbar zu laufen, wenngleich es auch anstrengend ist.

Interessant die Schieferstollen, die jetzt als Behausungen der Fledermäuse fungieren. Suri hat es natürlich gleich alles genau in Augenschein genommen. Er ist so extrem neugierig, der Bub.

3 Kilometer folgten wir dem Schöpfungspfad, ehe wir dann am Leykaul (Hohes Venn) auf die Dreiborner Hochfläche stießen.

Dreiborner Hochfläche

Ein herrliches Stück Erde. Diese Weiten – diese Natur – diese Ruhe. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich auf der gesamten Wanderung außer Vogelgezwitscher nichts gehört habe. Kein Auto – kein Nichts. Wahnsinn!

Dieses Paradies genossen wir für etwas über 3 Kilometer, bevor wir uns wieder bergab in die Tiefen des Tales der Erkensruhr (Bächlein) begaben. Ebenfalls ein wunderbarer Weg, rechts schroff und felsig nach oben, links schroff nach unten.

Unten angekommen, durften die Buben alle ein Bad in der Erkensruhr nehmen, was sie weidlich genossen haben. (Übrigens gab es mehr als genug Möglichkeiten zum Abkühlen für die Jungs 😉 )

Von hier aus stiegen wir in die 1. Etappe des Wildnistrails „Höfen-Einruhr“ ein. Steil bergauf in einer urwaldgleichen Umgebung. Wunderbar – und wunderbar anstrengend. Diesen folgten wir auf ca. 1,5 Kilometer, um dann Richtung „Forsthaus Rothe Kreuz“ abzubiegen.

Zum Forsthaus Rothe Kreuz

Diese Strecke war auf der ganzen Route der blödeste Abschnitt. Schotterweg, nichts Sehenswertes. Aaaaber – irgendwie vom Duft her total toll. Ich kann es gar nicht sagen, aber hier roch es extrem gut nach Natur-Pur. 🙂

Eine weitere Abkühlung gab es dann am Beckmanns Weiher, der vom Püngelbach gespeist wird.

Wir „quälten“ uns etwas 1,5 Kilometer über diesen Weg. Leider war ein Pfad, den ich eigentlich gehen wollte, gesperrt und war nicht begehbar. Dafür wurden wir (insbesondere der Suri-Man) mit einer tollen Snackhütte belohnt am Forsthaus Rothe Kreuz. Hier machten wir eine ausgiebige Pause, denn wir hatten hier bereits deutlich mehr als 11 Kilometer auf den Sohlen.

Püngelbach zur Erkensruhr

Die Strecke von der Snackhütte zurück zum Ausgangspunkt sollte uns noch etwa 5 Kilometer am Püngelbach entlang führen. Es ging stets bergab – sanft zwar – aber mit Spaniels im Zug nicht „unanstrengend“.

Auch wenn ich selber asphaltierte Wege nicht mag. Komischerweise störten sie mich hier nicht. So ruhig – teilweise holte sich die Natur auch alles wieder zurück. Es gibt sicherlich zum Laufen schönere Untergründe, aber meckern brauche ich nicht. Das war absolut in Ordnung.

Unten angekommen durften die Jungs noch einige Male ins kühle Bach-Nass hüpfen, was sie mit großer Freude in Anspruch nahmen.

Hirschrott

Nun ging es langsam und stetig Richtung Hirschrott. Ein Dörfchen – wirklich am Ende der Welt. (Hier könnte ich mir vorstellen, zu leben. 🙂 ) Verträumt, klein – Pferde, Ziegen, Schafe … einfach – wie für mich gemacht….

Nun gut … Hätte, hätte, Fahrradkette … ich hätte hier oberhalb von Hirschrott nochmal in den Schöpfungspfad einsteigen sollen. Denn dann hätten wir noch mal Wurzelpfade erlebt. Habe ich aber nicht sondern bin durch das wunderschöne Örtchen gelaufen. (Aber natürlich – Pfade wären uns lieber gewesen…)

Nach 17,5 Kilometer erreichten wir den Ausgangspunkt und müssen einfach sagen:

Was für eine spitzenmäßige, wundervolle Tour!

Ein Fazit brauche ich gar nicht zu schreiben. Denn die Kombination aus den einzelnen Touren, die so ausgeschrieben sind, war einfach klasse. Anstrengend, aufgrund der Pfade, die teilweise hohe Konzentration erforderten und aufgrund der Länge der Tour. Aber keine Tour, die so absolut an die Grenzen ging. Mit genügend Pausen ist das alles gut zu schaffen.

Ich bin schwer begeistert und wir waren sicherlich nicht das letzte Mal dort!

Hier die Streckendaten: