Wandern

Vulkaneifel – von der Ruine Kronenburg über den Goldberg

Die heutige Tour führte uns durch den Naturpark Hohes Venn in der Vulkaneifel.

Eigentlich schon vor dem Wecken besichtigten die Ruine Kronenburg und den wunderschönen alten Ortskern Kronenburg, um dann anschließend durch das Gelände rund um den Vulkan Goldberg zu marschieren.

Von der Tour hatten wir uns etwas mehr versprochen. Soooo toll, wie es in der Beschreibung dieser Gegend steht, ist es dann doch nicht. Aber wir haben trotzdem einige schöne Momente gehabt auf den knapp 16 Kilometern, so dass wir letztendlich glücklich und zufrieden und vor allem zeckenfrei wieder daheim gelandet sind. 🙂

Ein wenig geärgert hatte ich mich darüber, dass nirgendwo stand, dass der Wanderparkplatz gebührenpflichtig ist. Und dort sollte man 3 Euro bezahlen. Wäre nicht soooo schlimm gewesen, wenn ich denn dann passendes Kleingeld gehabt hätte. 3 Euro hätte ich noch zusammen bekommen, aber mit 40 Cent in Kupferstücken. Das wollte der Automat aber nicht, auch keine Scheine aber auch nicht weniger. 3 Euro oder gar nichts. Also gar nichts, in der Hoffnung, dass niemand kontrollieren würde. (Glück gehabt – hat niemand.)

Um kurz vor sieben Uhr starten wir also vom Parkplatz aus zunächst zur Ruine Kronenburg. Diese und den Ort wollte ich auf jeden Fall vor den Pfingst-Urlaubern besichtigen. Denn es gibt für mich nichts Schlimmeres, als Menschenmassen. 😉

Ich liebe einfach alte Gemäuer, auch wenn ich sagen muss, dass ich schon interessantere Ruinen besichtigt habe. Trotzdem hatte es dort Charme.

Erste Erwähnung der Kronenburg um 1277. Es war eine Höhenburg oberhalb dem Kylltal.

Und das Burgörtchen Kronenburg ist zauberhaft!

Mit vorbildlich ruhigen und braven Hunden konnte ich durch die Gassen marschieren. Es schlief noch alles dort – eine göttliche Ruhe!

Nachdem wir Kronenburg verließen schlenderten wir bergab zum Ort Kronenburgerhütte, überquerten die Kyll um dann in die Natur zu gelangen. Leider – und das war einfach das, was ich extrem unschön finde beim Wandern … leider folgte erst mal eine längere Strecke über Asphalt. Zwar Felder und Wald rechts und links – aber asphaltiert. Sehr unschön.

Erst 1,5 Kilometer nach Kronenburghütte ging es in den Wald ohne Asphalt. Völlig unspektakulär und vor allem, teilweise – zum Glück nicht durchgängig – geschottert. Das Stück zog sich schon ziemlich. Da es aber so früh war, erfreute ich mich mächtig am Vogelgezwitscher, der Stille und hin und wieder mal die leise Ahnung, dass Wildschweine in der Nähe waren. In der Hoffnung, dass der Goldberg, der Vulkan, der etwas vor 11.000 Jahren entstand und anders als die meisten Vulkane, nicht aus Lavagestein sondern Tuff besteht, ein wenig Abwechslung bringen würde.

Leider sah man auf dem Goldberg nichts, außer Windräder 🙁 … Die angepriesenen Wege waren nicht begehbar und drumherum war alles frisch asphaltiert. AGRRR. Da war ich schon ziemlich enttäuscht.

Aber auch das gehört zum Wandern dazu. Man muss auch mal etwas nicht so Schönes einfach aushalten! Punkt.

Das Einzige, was mir der Goldberg bescherte, war, dass auf dem harten Weg bergab und Capsis derber Zug, mein linkes Knie etwas überstrapaziert wurde. Das merkte ich dann, als wir daheim waren 🙁

Am Fuße des Goldberges wurde es dann doch wieder schön.

Zunächst gab es mit dem Bach Taubkyll eine wunderbare Plantschstelle für die Jungs.

Während die Jungs ihren Spaß hatten, stand ein Reh 20 Meter von uns entfernt, mampfte, trank und glotzte uns an. So schön. 🙂

Wir folgten einem Wanderweg, auf dem es sogar noch eine kleine Wasserdusche gab. Und wir fanden nach 9 Kilometern endlich ein schönes Eckchen, an dem wir mal eine Pause einlegen konnten.

Nach der wohlverdienten und notwendigen Pause ging es stramm bergauf über den Steinert mit dem Ziel einer Snackhütte, die etwa 5 Kilometer entfernt sein sollte. Ein schöner Waldweg – anstrengend – nichts Spektakuläres, dennoch idyllisch. Dann folgte etwa 1,5 Kilometer Survival, da der Weg faktisch nicht mehr vorhanden war. Ein paar einsame Trittspuren von Schweinen, ein Trampelpfad vermutlich von Rehen und ein paar sehr vertrocknete, alte Fußabtritte. Aber okay… so was macht auch Spaß, wenn es nicht überwiegend so geht. Von daher – alles super – alles okay.

Irgendwann stießen wir wieder auf einen ausgebauten Wanderpfad. Von nun an ging es bergab Nur die Hütte, die wir als Ziel hatten, die sahen wir zunächst nicht.

Aber dann – Suri, der Snackhüttenspezialist! 🙂 Ich wäre daran vorbeigegangen, während Suri auf einmal einen Pfad nach links einschlug. Recht hatte der clevere Bub!

Nun merkten wir alle, dass wir länger unterwegs waren, als in den vergangenen Wochen. Ein wenig k.o. waren wir schon. Zugegebenermaßen!

Nun führte uns der Weg – weiterhin bergab – Richtung Kronenberg-Stausee. Eigentlich hatte ich geplant, hier noch an den See zu gehen. Aber unten angekommen, stellten wir fest, dass die Menschen ausgeschlafen hatten. Also verwarfen wir den Plan und gingen auf dem kürzesten Weg Richtung Parkplatz. Dabei genossen wir noch einmal die Aussicht auf die Burg, die auf dem Berg gegenüber tronte.

Wir überquerten den See über die Staumauer und waren dann auch froh, in absehbarer Zeit wieder am Auto anzukommen.

Fazit: Es gibt schönere Wanderstrecken, die uns mehr liegen. Landschaftlich ist es sicherlich wunderschön dort aber die Wegbedingungen (Asphalt, Schotter) gepaart mit wirklich langweiligen Passagen ist nicht ganz das, was wir uns so vorstellen.

Trotzdem gab es auch schöne Dinge. Und von daher – wir sind zufrieden, dass wir wieder raus gekommen sind, haben uns prächtig bewegt und sind somit ist für uns die Welt in Ordnung.

Es gab schon schlimmere Touren. Und im Nachhinein betrachtet kann ich mich bei jeder einzelnen Tour, die wir bisher unternommen haben, immer an nette Begebenheiten (auch bei den wenigen wirklich schrecklichen Routen) erinnern. Von daher geht es in Ordnung!

Hier die obligatorischen Streckendaten:

 

 

 

 

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