Wandern

Wasserreiche Tour – der Dreimühlen Wasserfall

Soll’n wir oder soll’n wir nicht?

Die Frage stellte sich mir, weil ich ja noch keine Mammut-Touren gehe, aufgrund Suris Gelenksproblematik. Nicht, dass wir nicht wandern wollten, aber würde es sich lohnen, für 10 Kilometer in die Vulkaneifel zu fahren?

Nun – meine weitere Überlegung war dann: Es ist immer das, was man daraus macht. Und wenn wir es gemütlich angehen lassen, ausreichend Pausen machen, dann kann man auch auf 10 Kilometern viel erleben.

Kurz: Es hat sich so was von gelohnt! 🙂

Wir schälten uns um 4.30 h aus dem Bettchen, um eine Stunde später Richtung Vulkaneifel zu fahren. Sie ist ein wenig weiter weg, als die Rureifel, aber in etwas über einer Stunde Fahrtzeit gut zu erreichen.

Belohnt wurden wir mit einem wundervollen Sonnenaufgang über den Hügeln in der Nähe von Kerpen (Eifel). Von dort aus starten wir auch unsere Wanderung.

Vom Stausee Kerpen ging unsere Tour los. Wir wanderten leicht bergauf am Waldrand entlang, um nach ca. einem Kilometer in den Wald einzutauchen.

Es hat etwas wunderbares, wenn man so früh unterwegs ist. Die Wiesen noch taubedeckt, die Temperaturen prima und nichts als Vögelgezwitscher und die Sonne, die langsam durch die Bäume scheint.

Wir wanderten auf Pfaden oder gut zu laufenden Wegen und genossen einfach die Morgenstimmung im Wald.

Suri spielt – wie immer – die Snackhütten-Vorhut!

Geplant hatte ich, wegen Suri, regelmäßige Pausen. Nicht, dass der Bub nicht laufen kann oder will. Aber ich denke, es macht Sinn, dass er öfter als zuvor mal eine Pause einlegt. Unnötige Überanstrengung muss einfach nicht sein. So passte es auch ganz prima, dass wir nach etwas über 3 Kilometern eine Snackhütte fanden. Hier wurde das erste Frühstück eingenommen und eine viertel Stunde einfach nur pausiert.

Danach ging es über einen wunderschönen Pfad – bergab – (grmp, die Spaniels hatten den Turbo eingeschaltet) Richtung Dreimühlen Wasserfall. Oberhalb des Wasserfalls gab es ausreichend Gelegenheit, im Mühlenbach zu baden. Dieser Bach speist den Wasserfall. Die Jungs tobten durch das kühle Nass und hatten schier den Schalk im Nacken.

Nach dem Bad ging es steil bergab, um den Wasserfall aus nächster Nähe zu bestaunen.

Der Dreimühlen Wasserfall

Der Dreimühlenwasserfall wird durch extrem kalkhaltiges Wasser des Mühlenbachs gespeist, fällt ca. 6 Meter in die Tiefe und mündet im Ahrbach. Interessant ist, dass das der Felsen durch die Kalkablagerungen ständig wächst. Seit seiner Entstehung 1912 wuchs der Felsen bereits 10 Meter an.

Die bizarren Formen der Felsen, das darüber liegende Moos und das Wasser selber ist atemberaubend schön.

Die Holzstege unter dem Wasserfall machten den Ganz dort zu einem kleinen Erlebnis. Vor allem lieben die Jungs es, über Holzstege zu laufen.

Von hier aus entschlossen wir, eine Schleife zu gehen. Dies hatte zur Folge, dass die Wanderung 1,5 Kilometer länger sein würde, aber es reizte so sehr, unten am Ahbach zu laufen. So hatten die Jungs noch viel Gelegenheit, im Wasser Abkühlung zu finden. Denn nun war es mittlerweile 9.30 h und es wurde warm.

Jetzt folgte eine Strecke, die nicht ganz so schön war. Also landschaftlich war es schon recht hübsch. Durch ein Wiesental am Niederreher Bach entlang. Aber der Weg war asphaltiert. Das mag ich persönlich nicht so gerne. Jedoch war nach wie vor keine Menschenseele unterwegs.

Ich beschloss, nochmals eine Pause unten am Bach zu machen. Wir gingen quer über eine Wiese und ließen uns auf der selben nieder. Jetzt merkten wir alle 4 die Wärme schon arg. Diese Pause tat extrem gut.

Nach unserer Pause ging es noch ein Stück weit den asphaltierten Weg entlang, um aber dann wieder – für den Rest der Strecke entweder über Waldpfade und schöne Feldwege zu laufen.

Die Umgebung rund um Kerpen ist geprägt durch die Steinbrüche. Interessant ist das, was die Natur daraus macht, wenn nicht mehr abgebaut wird.

Wir gönnten uns noch mal eine kleine Pause, denn es war jetzt wirklich extrem warm. Einen knappen Kilometer vor dem Ziel, besuchten wir noch das Grab von Fritz von Wille, einem Maler und der ehemalige Besitzer der Burg Kerpen. (Diese ließen wir heute aus, weil es einfach dann auch reichte… 😉 )

Und dann hatten wir es auch bald geschafft. Nach 11,3 Kilometern sind wir müde, zufrieden und glücklich wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Fazit: Es war eine wunderbare Tour. Sowohl für die Hunde als auch für mich waren Highlights dabei. Es hat sich voll gelohnt.

Und das Beste ist. Alle sind zwar heute ziemlich müde, was sicherlich auch an den Temperaturen liegen mag. Aber Suri ist nach wie vor lahmheitsfrei. 🙂

Hier die obligatorischen Streckendaten:

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