Dinge des Jahres Suri - pequeño hombre español

Puh – mentale Federn gelassen …

Nun ist unser pequeño hombre español ein wirkliches Goldstückchen.

Nach der niederschmetternden Diagnose aus dem CT-Befund gab es einige schlaflose Nächte, viele gute Tipps und unendliche Recherchen. Was kann man tun, um einen so jungen, lebensfrohen Hund ein paar Jahre mit einigermaßen Lebensqualität zu ermöglichen?

Verdammt. Ist es wirklich die einzige Lösung, den noch so jungen Buben solange mit Schmerzmitteln vollzustopfen, bis Nieren und Leber versagen? Gibt es außer dem, was wir eh schon tun, wie regelmäßige Physiotherapie und Futterzusätze gar nichts, was wenigstens ein wenig Linderung verschaffen könnte?

Wie lange kann ich das verkraften, was ich jetzt fast jeden Tag sehe? Er ist so jung. Er ist so lebensfroh. Und – er möchte so viel tun.

Wer Tiere liebt, der weiß, was es bedeutet, sie so zu sehen. Jeden und jeden Tag. 🙁

Nachdem ich mich halbwegs von dem Diagnoseschock bekrabbelt hatte, fing ich damit an, nach Lösungen zu suchen. Und auch wenn Facebook grundsätzlich schon ein Fluch ist, aber jetzt war es ein Segen. Durch eine liebe Freundin, die einfach nur mal so in Raum warf:

Ist Suri nicht ein Kandidat für’s Vergolden?

Bingo. Das Thema hatte ich vor 18 Jahren mal auf der Agenda, als unser Peppers an den Ellenbogen operiert wurde und ebenfalls Arthrose entwickelte. Seinerzeit habe ich das aber verworfen, da Peppers auf viele Dinge super ansprach und vor allem war seine Arthrose bei Weitem nicht so schlimm, wie Suri sie hat.

Aber klar, informieren kann man sich. Und die Recherchearbeiten begannen. Man liest viel Positives, natürlich auch hin und wieder von Fällen, wo es nicht funktioniert hat. Aber die meisten Erfahrungsberichte waren von Erfolgen oder Teilerfolgen gekrönt.

Fast zeitgleich bekam ich sowohl von unserer Physiotherapeutin als auch von 2 Facebookfreunden eine klare Empfehlung, an wen ich mich wenden sollte, würde ich eine Goldimplantation in Betracht ziehen. Nach Rücksprache mit unserer Haustierärztin, wurde mir die Empfehlung absolut bestätigt.

Also – ich griff zum Telefonhörer. Leider mit dem Ergebnis, dass der gute Doktor im Ausland ist und in den kommenden Wochen so gut wie gar nicht in Deutschland sein würde.

Ach Shit! 🙁  Klar, typisch. Wenn ich mal einen Funken an Hoffnung aufbaue.

Nun. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Postwendend habe ich die Bilder aus dem CT mit einer großen Mail abgeschickt. Und dann kam das, was ich nicht erwartet hätte. Ich telefonierte mit dem Doktor, der mich aus dem Ausland anrief und wir besprachen alles. Eine bessere Beratung hätte ich nicht bekommen können. Wahnsinn.

Es wurde nicht lange gefackelt. Entweder gab es einen Termin Anfang April sonst erst wieder im Juni. Auch hier muss ich sagen – ohne gute Freunde hätte ich das so schnell nicht realisieren können. Es wurde zusammengeschmissen und ich konnte den Termin am 4. April für uns buchen.  ***gücklichbin***

Gestern war also der Tag. Ich war schon am Limit meiner Kräfte und wollte einfach, dass jetzt alles irgendwie schnell vorbei geht.

Ich wollte endlich für den Suri-Man wieder einen Hoffnungsschimmer! Nicht mehr und nicht weniger!

Am Nachmittag war der Termin. Ich fand einen Arzt vor, der so etwas von Selbstverständlichkeit, Routine und Ruhe ausstrahlte. Hammer. Da hatte ich Vertrauen und das echte Gefühl: Der weiß zu 100% was er da tut.

Kein Bimborium, keine aufgebauschte OP-Atmosphäre.

Wir machen nichts anderes als Akupunktieren. Nur, dass keine Nadeln verwendet werden sondern statt dessen Gold an die Akupunktur-Punkte gesetzt werden.

Beide Ellenbogengelenke und die Spondylose wurden behandelt. Nach 20 Minuten war der Zauber vorbei. Weitere 20 Minuten benötigte Suri-Man, um wieder aufzuwachen.

Das war’s. Und ich war erleichtert. Alles fiel ab von mir. Ich lief rum, wie unter Drogeneinfluss. Irgendwo musste ja die Anspannung der letzten Wochen auch hin.

Beachten musste ich nichts. Hatte ich doch zuvor so viele Dinge gelesen. Der Hund MUSS viele Tage strikt an der Leine laufen und in den ersten Tagen maximal 5 Minuten, und, und, und….

Nichts von dem. Ich bekam – neben ganz vielen Informationen, was das Gold macht, wo es implantiert wurde und welche Punkte ausgelassen wurden und warum lediglich die Donts-Liste mit. Und diese war verschwindend klein:  2 Stunden nach der Narkose noch nichts zu Fressen geben und 2 Tage nicht schwimmen lassen. Das war’s. Spazieren gehen, Laufen, Toben (wenn er mag) – alles das tun, was wir einen Tag zuvor auch gemacht haben.

Und demnächst wieder Physio – schon alleine für bzw. gegen die Blockaden, die er sich gerne mal einfängt, wenn er es übertreibt.

Und nun gilt es: Abwarten, Beobachten. Klar – das Hoffen kommt nicht zu kurz. Die Hoffnung, dass Suri durch die „Dauerakupunktur“ schmerzfreier oder gar schmerzfrei wird und dass das Gold ein wenig die Entzündungen nimmt.

Wir wollen nicht mehr. Aber das wünschen wir uns so sehr!

Heute jedenfalls – einen Tag danach meinte der Pequeño jedenfalls, Bäume ausreißen zu müssen. Er hat die Narkose und die ganze Prozedur bestens verpackt. (Im Gegensatz zu mir, denn ich hänge immer noch in den Seilen … ein wenig.)

Und jetzt werden wir alles genau beobachten und natürlich werden wir an dieser Stelle auch berichten, wie es weiter geht.

In ein paar Tagen werde ich noch ein paar Worte zur Goldakupunktur/Goldimplantation schreiben. Für heute haben wir aber fertig 🙂

2 Kommentare zu “Puh – mentale Federn gelassen …

  1. Rita Schmidtmanm

    Danke für die ausführlichen Berichte. Bleibt jetzt nur die Hoffnung, das der erhoffte Erfolg eintritt. Ich wünsche es dem Goldjungen von ganzem Herzen.

  2. Bifu1967

    Wir danken Dir so sehr!

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