Keine leichte Kost, die wir (ich) heute zu verdauen haben. Was heißt wir? Hätte ich ein wenig etwas von meinen Hunden, dann würde ich sagen: Jeder Tag ist einzigartig. Und Suri sagt: „Das Leben ist schön, mis amigos!“

Aber ich bin kein Hund. Ich bin ein Mensch mit Gefühlen. Trotzdem versuche ich, den Leitspruch einer guten Freundin zu beherzigen.

„Wir sollten nicht alles an der Länge der Zeit messen sondern an der Qualität.“

Genau das wird nun – mehr als zuvor – unser (mein) Ziel sein.

Bevor ich aber nun zu dem Grund dieses Blogs komme, ist es mir ein dringendes Bedürfnis, mich bei allen zu bedanken, die mich in den letzten Wochen mental, fachlich, mit viel Empathie und nicht zu vergessen auch finanziell unterstützt haben. Ohne Euch alle hätte ich das alles bestimmt erst recht nicht weggesteckt. Aber mit der Familie und wahnsinnig guten und echten Freunden ist man tatsächlich in der Lage, einiges zu verpacken.

Ich wusste von Anfang an, dass Suri eine Vergangenheit hat und dass er nicht wirklich fit ist. Vieles haben wir in den vergangenen Monaten, seit seiner Ankunft hier, gemacht. Und ja – die Entwicklung war bemerkenswert. Trotzdem kam dann der Moment, den ich lieber nicht erlebt haben wollte…

Nachdem Suri Anfang Januar eine verdickte Bizepssehne bekam und irgendwie nicht richtig aus der Lahmerei herauskam, mussten wir dem wahren Grund endlich auf die Spur kommen. Dieses es könnte dies sein, es könnte das sein … alles das zehrt an der Psyche. Dieses Auf und Ab ist auf Dauer unerträglich. Es gab seitdem viele gute Tage aber ebenso viele schlechte Tage.

Der Bub hat es verdient, ja, er hat es einfach verdient, dass man ihm adäquat helfen kann. Denn er sprüht vor Lebensfreude und Tatendrang. Er möchte so vieles mit uns erleben.

Ich wusste, dass er eine Spondylose hat. Eine, die bereits verknöchert ist (!!!) und das bereits seit wir den Befund haben. Das war vor einem Jahr.

Suris Kiefer. Das Kiefergelenk okay. Vorne der Bruch.

Ich wusste auch, dass der schiefe Kiefer vermutlich von einem Bruch herrührt. Die Zahnproblematik haben wir in einem anderen Blog bereits beschrieben.

Nun folgten die Mutmaßungen und Verdachte. Es könnte OCD sein, die Schulter, Cauda Equina, ggf. die Hüften. Was auch immer. Es musste nun abgeklärt werden.

Heute hatten wir dann einen CT-Termin. Der komplette Suri-Man wurde von den Zehen bis zur Schwanzspitze durchleuchtet.

Hochgradigste Athrose im linken und rechten Ellenbogengelenk.

Nun haben wir Klarheit. Die bittere Wahrheit ist nun da. Suris Ellenbogen sind nicht nur schlecht. Es sieht übel, nein, mehr als übel aus. Selbst die Ärztin war schockiert über diese Athrose bei einem gerade einmal 2 1/2 jährigen Hund.

Das ist bitter. Es tut verdammt weh in der Seele. 🙁

Aber ich gebe nicht auf. Solange es Hoffnung gibt, dem Bub ein lebenswertes Leben zu ermöglichen, werde ich alles was mir irgendwie möglich ist, dafür tun. Und dank Suris Haustierärtzin, Physiotherapeutin und Chirurgin habe ich zumindest Menschen bei mir, die ebenfalls alles tun, was irgendwie möglich ist.

Es gibt aber auch, wenn es mich auch nur ein wenig tröstet, zumindest ein paar gute Nachrichten.

Suris Knochen und Gelenke (bis auf die Ellenbogen und die Spondylose) sind absolut top in Ordnung. Es gibt nicht einen – noch so winzigen Anlass, dort zu meckern. Sämtliche Gelenke in den Beinen, von den Zehengelenken angefangen, sind so was von lupenrein.

Unsere Dr. Besserer meinte: Wenn alle Hunde solche tollen Knochen hätten, dann wäre sie arbeitslos.

Halswirbelsäule absolut ok

Selbst die Hüfte, von der wir annahmen, dass da auch etwas im Argen sein könnte, war mehr als nur toll.

Alles bestens. Die Halswirbelsäule und der Rest der Wirbelsäule – tadellos.

Spondylose linksseitig. Spinalkanal absolut frei.

Nur die Spondylose im 5. und 6. Lendewirbel ist linksbetont ausgeprägt. Allerdings sieht man es auf dem CT nur auf der linken Seite. Von der rechten Seite betrachtet sieht man die Spondylose nicht. Und – wenigstens das – …. sie drückt weder auf die Bandscheiben noch verengt sie den Spinalkanal. Von daher ist das Cauda Equina-Syndrom vom Tisch.

Eine OP der Ellenbogen ist nicht ratsam, denn sie würde vermutlich die Problematik nur verschlimmern. Die Gelenke würden voraussichtlich in kürzester Zeit wieder neue Zubildungen produzieren. Und damit wäre dann Schluss mit lustig. Da bliebe nur noch die Wahl der Gelenkversteifung oder … nein, darüber reden wir jetzt nicht.

Nun wird weiter konservativ behandelt werden. Es wird so aussehen, dass ich Suri genau beobachte (was ja eh schon der Fall ist). Bei Lahmheiten – ergo beginnender Entzündung muss es Entzündungshemmer geben. Darüber hinaus bekommt er Hyaloronsäure (wir fangen jetzt damit an und hoffen, dass er es verträgt) und Traumeel. Physiotherapie und Bewegung ist das Gebot der Stunde. Zunächst noch wohl dosiert und vorsichtig. Im Laufe der nächsten Wochen steigernd und ausdauernder.

Allerdings – sobald es dann später Anzeichen von Lahmheiten/Entzündungen gibt, müssen entsprechend Entzündungshemmer gegeben werden.

Natürlich werde ich noch ausprobieren, was ihm sonst noch gut tut. Dem einem hilft dieses, dem anderen jenes. Da müssen wir uns jetzt, nach der „Ersttherapie“ , herantasten.

Ich gebe nicht auf, solang der Suri-Man sagt, dass das Leben schön ist! Und solange ich irgendwie kann, werde ich das tun, was sinnvoll und was mir irgendwie möglich ist.

Das hat der Bub verdient. Denn – Unci-Bärchen hat ihn geschickt. Denn – er hat den Sonnenschein in mein Leben und das der Spaniels <3 gebracht. Denn – er ist einfach unser pequeño hombre español !

P.S. Die Frage stellt sich jeder. Wie kann ein Hund mit grundsätzlich allen Anlagen gesunder Knochen punktuelle so exorbitante Probleme entwickeln?

Wir sind alle keine Hellseher. Zählen wir 1 + 1 zusammen kann es nur den Schluss dazu geben: Gebrochener Kiefer, Spondylose und Athrose punktuell ausgeprägt auf die Ellenbogen. Trauma in der frühesten Kindheit. Unfall, Sturz, brachiale Gewalt – wir wissen es nicht und werden es auch nie erfahren. Nur eines ist klar – unser pequeño hombre español soll solange eine lebenswertes Leben mit uns haben, wie es irgendwie geht.

Wir lieben Dich, Du kleiner spanischer Mann! <3

 

 

2 Kommentare zu “Auf dem Boden der Tatsachen

  1. Rita schmidtmann

    Wir lieben dich unser Suri und Enkelhund. Wir alle werden dir und deinem Frauchen helfen, das du noch einige glückliche und unbeschwerte Jahre hast.. Deine Spaniens geben dir auch ihre volle Unterstützung. Du bist unser Sonnenschein

  2. Bifu1967

    Danke für Deine Lieben Worte!

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