Dinge des Jahres Suri - pequeño hombre español

Ein Übel kommt selten alleine …

Von schwierigen Entscheidungen, Zähnen und Bizepssehnen

Glücklich war ich in den letzten Tagen nicht wirklich. Nicht nur, dass eine Entscheidung bezüglich der Canini anstand. Nein – darüber hinaus humpelt der Suri-Man. Er hat ganze Arbeit geleistet. 🙁

Und so standen Telefonate mit der Tierärztin unseres Vertrauens an, Physiotherapie, ein Zahnarztbesuch am Montag und ein Besuch bei unserer lieben Tierärztin am Dienstag, usw, usf.

Es gibt wahrlich schönere Dinge.

Fangen wir einmal mit dem Kiefer und dem Caninus-Problem an. Die positive Nachricht: Die Wunde der beiden gezogenen Schneidezähne ist super verheilt. Suri hat keinerlei Probleme mehr damit, dass er sich irgendwelche Dinge in den Kiefer bohrt. Damit hat der Zahnarzt erst einmal eine riesengroße Erleichterung geschaffen und einen wirklich tollen Job gemacht.

Die schlechte Nachricht ist, dass er, auch nach diversen Recherchen und Gesprächen mit Kollegen, keine wirkliche Alternative hat, was wir nun mit dem geöffneten Caninus machen können.

Wir schon in meinem Blog „Hundezähne sind einfach anders“ beschrieben,  konnte sich der Zahn, aufgrund der viel zu frühen Eröffnung, nicht entwickeln und ist hohl geblieben. Es hatte sich bereits eine Fistel im Kiefer gebildet. Deswegen wurde der Zahn hinter diesem Caninus ebenfalls entfernt. (Auch super verheilt.)

Die Fakten sind:

  • Der Zahn ist offen und somit nicht keimfrei.
  • Er kann nicht „einfach so“ gefüllt werden, da sich keine Wurzelspitze gebildet hat und die Füllung sofort in den Kieferknochen rutschen würde.
  • Er kann auch nicht überkront werden, da die die Gefahr, dass sich Keime wohlfühlen und explosionsartig vermehren, riesengroß ist.
  • Ggf. könnte man etwas mit einem Plättchen machen, ein Vliesstäbchen, was den Zahn völlig trocknet. Diese Produkte werden aber derzeit nicht produziert. Von daher fällt dieser Versuch flach. Ob das was bringen könnte, ist aber auch ungewiss.
  • Der Zahnarzt bleibt am Ball und sucht weiterhin nach Lösungen.

1. Wahlmöglichkeit:

  • Entfernung des Caninus. Leider eine nicht ganz risikolose Geschichte, weil ein Hundekiefer sehr leicht instabil wird und dabei brechen kann. Suris Kiefer ist deformiert und somit steigt das Risiko nochmals exorbitant an.
  • Würde dieser Caninus entfernt werden, müsste mit größter Wahrscheinlichkeit auch der andere Caninus unten entfernt werden. Denn aufgrund des veränderten Gebiss-Schlusses würde er sich in die Lefze bohren. Damit hätten wir das Kieferbruch-Risiko nochmal verdoppelt.
  • Da man bei diesem krummen Kiefer nicht genau abschätzen kann, ob es damit getan ist, wenn beide Canini entfernt werden, könnte es gut sein, dass auch noch an ein paar weiteren Zähnen gefeilt werden müsste.
  • Sind die Unterkiefercanini weg, hat die Zunge keinen Halt mehr. Sie würde permanent heraushängen und austrocknen. Dies ist mehr als nur ungesund.

2. Wahlmöglichkeit:

  • Es bleibt so wie es ist.
  • Aufgrund der Infektionsgefahr in dem geöffneten Caninus muss ca. alle 6 Monate geröntgt werden. Wenn sich keine Entzündung gebildet hat, ist es gut, ansonsten müsste der Caninus (die hohle Röhre) gespült und die Entzündung behandelt werden.

Nach vielem Hin- und Her, nach unzähligen Recherchen und Gesprächen mit meiner Tierärztin und mit dem Zahnarzt bin ich zum Entschluss gekommen, dass wir alles so belassen wie es ist. So lange es irgendwie geht. Und vielleicht haben wir Glück, dass sich keine weiteren Entzündungen mehr bilden. Das wäre dann das Beste, was uns passieren könnte. Oder wir haben Glück, dass es doch noch eine Methode gefunden wird, wie dieser offene Zahn ohne Risiko geschlossen werden kann.

Damit Suri nun nicht alle halbe Jahr in Narkose gelegt werden muss zum Röntgen, wird nun mit ihm das Prozedere trainiert. (Natürlich muss er in Narkose, sollte der Zahn behandelt werden müssen, aber wenn nicht, wollen wir das natürlich umgehen.) Der Zahnarzt war begeistert von meiner Idee, das so zu trainieren. Und meine Haustierärztin wird mir ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, sobald wir so weit sind, um auf dem Röntgentisch zu üben. Danke an dieser Stelle für die Bereitschaft!

  • Suri wird im ersten Schritt lernen, entspannt auf dem Rücken zu liegen. Und zwar so, dass er nicht zappelt, wenn ich an seinen Fang gehe.
  • Im 2. Schritt wird er lernen, etwas zwischen die Zähne geschoben zu bekommen. Dies wird ein dünnes Buch oder Brett sein, in der dicke einer Röntgenplatte. Er wird lernen, dies auch für ein paar Minuten auzuhalten.
  • Im letzten Schritt werden wir das Geübte dann in der Arztpraxis verfestigen auf dem Röntgentisch. Ganz in Ruhe und mit vielen Wiederholungen.
  • Ich bin zuversichtlich, dass wir das in 6 Monaten hinbekommen, denn Suri ist so ein lieber und braver Schatzemann.

Es war wirklich keine leichte Entscheidung. Aber wir glauben alle, dass es erst einmal die vernünftigste Lösung ist – auch wenn es ja nicht wirklich zufriedenstellend ist.

Und dann das Dingen mit der Sehne 🙁

Am Montag, den 8. Januar – einen Tag nach unserer wunderbaren Wanderung – hat Suri im Garten einen Stunt hingelegt. Er hat es völlig übertrieben. Wie auch immer, nicht an ihm war mehr gerade. Er lief unrund, nach dem Liegen lahmte er, so dass ich hätte heulen können. Der ganze Suri-Bub war schief.

Ich massierte und knetete mit allem Wissen, was ich von unserer Physiotherapeutin an die Hand bekommen hatte. Dies als Überbrückung, bis wir dann einen Termin hatte. Oh je – so lange hat Suri noch nie bei einer Physio benötigt. Neben 4 großen und einigen kleinen Blockaden entlang der Wirbelsäule, gab es noch einige Verhärtungen im Hals-Schulterbereich und eine Verdickung der Bizeps-Sehne. Die ist auch ursächlich dafür verantwortlich, dass er immer die ersten 2-3 Schritte nach dem Aufstehen so arg humpelte und danach dann „nur noch“ ein wenig tickerte.

Ich bekam also „Hausaufgaben“, wie ich den Bub weiter behandeln sollte und natürlich wurde auch noch ein Termin bei unserer Tierärztin gemacht. Die bestätigte dann auch, dass die Bizeps-Sehne doch arg dick ist. Also – Entzündungshemmer und absoluter Schongang. Dazu gibt es in den kommenden Tagen auch noch Blutegel. Wir hoffen, dass die Entzündung schnell geht.

Und dann ist leider noch weiter Schonung angesagt. So eine Sehnengeschichte ist immer eine langwierige Angelegenheit. Und die Bizeps-Sehne ist da nochmal extra speziell.

Keine schöne Aussichten.

Trotzdem – dem Buben geht es gut. Er sieht es eigentlich nicht ein, dass er nur ein paar Meter an der der Leine laufen soll. Würde er doch schrecklich gerne mit den Spanieltypen sausen. Das hat er – AGRRRR – gestern morgen dann auch im Schnee gemacht. So schnell konnte ich nicht gucken, wie er aus dem Halsband raus war und in den Garten getobt ist. Mein Herz – sage ich nur ….

Zum Glück ist nichts weiter passiert und die Sehne hat es ausgehalten. Puh!

 

 

9 Kommentare zu “Ein Übel kommt selten alleine …

  1. Rita schmidtmann

    Armer SURI, armes Frauchen. Ach Surimann, wenn du nicht so ein tolles Frauchen hättest; was wäre aus dir geworden. Ich bin so stolz auf euch Beide. Die Spaniels natürlich mit inbegriffen. Ich wünsche euch alles Gute und positive Nachrichten .

  2. Bifu1967

    Wir geben uns große Mühe. Danke Dir für die lieben Worte!

  3. Monika

    ich hatte einen Kunden in Essen, die vertrieben in Deutschland ein Mittel, das zum Knochenaufbau benutzt w

  4. Monika

    wurde. Das war extrem hart und wurde m. W. weiterentwickelt fuer den Kieferaufbau bei Menschen. Mein Zahnarzt hat es bei mir zur Kieferstabilisierung eingesetzt, da ich fuer die Implantate nicht genuegend Kieferknochen hatte. Koennte so etwas nicht bei Suri hilfreich sein?

  5. Ich bin sehr sehr beeindruckt was du Löws tolles mit Suri veranstaltest und wie super etc. das mitmacht.
    Mit deiner Variante 2 bei den Zähnen fallen mir zwei naturheilkundlich arbeitende Firmen ein und zwar die Firma Sanum-Kehlbeck und dies Firma Horvi EnzyMed (Schlangengifte). Bei Horvi kannst du dir auf jeden Fall auch telefonische Beratung holen und bei Sanum gibt es eine Therapeutensuche ( auch Tierärzte und -Heilpraktiker). Ich habe mit beiden Firmen gute Erfahrungen gemacht

  6. Bifu1967

    Ja. Dass es das für Menschen gibt, weiß ich. Allerdings hat der Zahnarzt nicht von so etwas in der Art gesprochen und ich habe auch noch nichts über den Einsatz in der Veterinärmedizin gehört/gelesen. Muss beim nächsten Zahnarzttermin mal nachfragen.

  7. Bifu1967

    Danke Dir sehr! Gestern bin ich auch zufällig auf diese Produkte gestoßen. Allerdings hatte ich noch nicht keine Zeit, mich damit zu befassen. Hast Du das auch eingesetzte? Und wenn ja, für was?

  8. Sanum habe ich zB. eingesetzt als bei zwei meiner Kinder in einer OP alle Weisheitszähne auf einmal gezogen wurden. Vorbereitend, während der Behandlung und danach. Der Zahnarzt war total begeistert weil alles so schnell und ohne Probleme verheilte. Bei mir selbst habe ich bei einer entzündeten Wurzel Sanum-Medikamente in die Zahntaschen gespritzt, sehr gute Erfolge..
    Horvi habe ich selbst noch nicht im Zahnbereich eingesetzt.

  9. Bifu1967

    Super lieben Dank! Ich werde mich kundig machen.

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