Wandern

Von Mineralwasser – Schluchten und historischen Monumenten im Vulkanpark der Eifel

Von Geysiren, Mineralquellen, Trasshöhlen und Schluchten… 🙂

Na – wieder einmal mit dem Wetter einen prima Deal gemacht. Wir zogen in die Vulkaneifel, um uns dort ein wenig umzuschauen. Gestartet sind wir im Burgbrohl, gingen zunĂ€chst ein paar Meter durch das noch weihnachtlich stille Dörfchen und schlenderten durch den Wasserpark. Dort befand sich auch ein Geysir, aus dem kohlensĂ€urehaltiges Wasser sprudelte.

Danach ging es gleich wunderbar heftig bergauf. Auf einem kleinen Pfad oberhalb der Brohltalaue wies uns der Weg Richtung Tönisstein. Um genauer zu sein, das erste Ziel war die Klosterruine Tönisstein.

Bis dahin allerdings, kamen wir schon ein wenig ins Schwitzen, weil es zunÀchst ziemlich gut bergan und dann in Serpentienen wieder begab ging.

Zum Fotografieren der Ruine, ließ ich die Hunde an einer Bank warten und kletterte runter zu den Mauerresten. Ich liebe es einfach – diese alten GemĂ€uer. Als wir weiterzogen, war Suri dann kurzerhand mal verschwunden. Er ist immer so neugierig und MUSSTE unbedingt mal nachsehen, wo ich denn gesteckt hatte. Der Schlumpf. Immer muss er genau das nochmal abgehen, was ich zuvor alleine gemacht habe. 🙂

Um 1330 wurde an dieser Stelle eine Kapelle gebaut, die 1465-1495 zu einer Kirche ausgebaut wurde.

Das nĂ€chste Ziel war die Wolfsschlucht. Hier fließt der Tönissteiner Bach, gespeist von Mineralquellen. Außerdem sind gigantische TrasswĂ€nde und -höhen zu bestaunen. Ein Relikt aus Vulkan aktiven Zeiten.

(Ein glĂŒhend heißes Gemisch aus Lavapartikeln und Gasen schoss in Intervallen bis in die AtmosphĂ€re. Jedes Mal, wenn die EruptivsĂ€ule zusammenbrach, raste das Material wie auf einem Luftkissen durch die umliegenden TĂ€ler – Asche und Lavapartikel fĂŒllten die TĂ€ler bis zu 60 Meter hoch auf. Die einst lockeren Materialien der Glutlawine sind im Laufe der Zeit zu einem Gestein verbacken, das man in unserer Region „Trass“ nennt. Quelle: eifel.info.)

Wir kletterten eine rutschige Stiege hinauf und marschierten durch den Wald, bis wir auf einen Römerbrunnen stießen. Ein Brunnen, ebenfalls gespeist durch die Mineralquellen.

Hier machte ich einen Abflug. Es war matschig und irgendwie musste Capper nach links wegziehen, wĂ€hrend Laurin mir vor die FĂŒĂŸe lief. Ich stolperte und schlitterte durch den Matsch mit großem Zug gen Boden. Na prima! Da sah ich aus wie eine Sau. Passiert ist nichts, außer dass meine Hose nicht mehr grĂŒn war sondern sich schlammfarbig rostig braun-grau umgefĂ€rbt hatte.

Ab hier ging es durch den Wald mit dem nÀchsten Ziel, dem Laacher See. Dieser ist kein Maar sondern ein  Becken, das durch das Absacken der Decke der entleerten Magmakammer unterhalb eines Vulkans entstanden ist.

Auch wenn das Wetter nicht ganz klar war, ein paar Fotos, auch von der an der gegenĂŒberliegenden Seite befindlichen Benediktinerabteil Maria Laach, mussten geschossen werden.

Als wir uns vom See abkehrten passierten wir den Lydiaturm, ein Aussichtsturm, den ich allerdings nicht bestieg, weil die Jungs ziemlich viel Wild in der Nase hatten und entsprechend unruhig waren.

Wir umrundeten – ganz unspektakulĂ€r – den Veitskopf, der aus einem Schlackenkegel eines ausgebrochenen Vulkans besteht.

Es ging nach der Umrundung ĂŒber Felder bergab zum Dörfchen Glees, das wir durchquerten um dann Richtung Buchholz zu wandern. Hier steht ein ehemaliges Kloster. Allerdings machten wir zunĂ€chst an einem geschĂŒtzten Feldabschnitt unterhalb eines Hochsitzes eine Pause. Irgendwie waren wir alle ziemlich k.o. hatten bis dahin bereits 16 Kilometer abgelaufen. Dies war eigentlich der gesamte Tagesplan gewesen – aber – es kommt anders. Und wir hatten noch ein paar Kilometer vor uns. Von daher – eine 2. Pause. Snack, Wasser, einen Bussard beobachten und dann aufi – Richtung Buchholz.

Buchholz passierten wir. Und irgendwie habe ich kein einziges Bild dort gemacht 🙁 . Denn ich musste Suri gut zureden, dass die Islandpferde, die in ganz Buchholz den Weg sĂ€umten, gaaaanz doll lieb sind und keine Suris fressen wĂŒrden. Mannomann – war der Bub beeindruckt. 😉

Hinter Buchholz ging es bergab in den Wald. Auf einem kleinen Waldpfad wandelten wir bis zurĂŒck nach Burgbrohl. Hier mussten wir noch ein Weilchen durch den Ort laufen, was fĂŒr mich die schlimmste Passage auf dieser Tour war. Ich mag einfach keine Ortschaften durchlaufen. Aber es musste sein, wenn ich zum Auto gelangen wollte. Also Augen zu und durch.

Nach 20 Kilometern hatten wir unser Ziel erreicht. GlĂŒcklich, gesund und zufrieden. Und ja – JETZT freute ich mich auch schon auf einen heißen Kaffee und ein StĂŒck, von einer Freundin selbst gebackenen Weihnachtsstollen. 🙂

Toller erster Weihnachtstag! Muss ich sagen!

Hier die Streckendaten:

Und hier alle Bilder!

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