Wandern

Auf bergbauhistorischen Wegen – am Nationalpark Eifel – Bleiberg (Mechernich)

Alles richtig gemacht 🙂

Juppiduh – es war eine super schöne Wanderung. Gut, dass ich wieder mal nach dem Motto entschied: „Wer weiß was morgen ist.“

Ich bin zwar nicht der „Bergbau-Freak“ und den Jungs ist es schon mal völlig schnurz. Die Tour las sich prima. Wir suchten eine leichtere Tour, denn nach der Schlammschlacht vor 3 Tagen, wollten wir einfach mal nur abchillen.

Normalerweise liebe ich es nicht, wenn auf Wanderungen befestigte Wege sind. Aber in Anbetracht des vielen Regens fand ich das schon super, dass hier und da auch ein paar Meter ohne Matsch absolviert werden konnte. GrundsĂ€tzlich hatten wir (man wird ja schließlich bescheiden 😉 ) super Wetter. Knapp 10 Grad, trocken von oben und – ich kann es gar nicht fassen – ganz vorsichtig, wenn auch nicht viel – lugte sogar so etwas wie Sonnenlicht durch die Wolken.

Kurzum – wir haben uns pudelwohl gefĂŒhlt auf unserer Tour. Alle 4! 🙂

Wir starteten die knapp 13 Kilometer lange Wanderung von Mechernich auch. (Cool ist, dass Mechernich von zu Hause aus in nur 40 Minuten erreichbar ist. Wunderbar!). Nach 700 Meter tauchten wir ein in Wald. Herrlich ruhig war es und – wie gesagt – herrlich trocken von oben.

Nach 2 Kilometer verließen wir den Wald und liefen dann insgesamt fĂŒr weitere 4 Kilometer am Waldrand bzw. auch ĂŒber eine windige Höhenkuppe. Dennoch war es irgendwie schön. Wunderbar entspannend.

Auf der Kuppe kurz vor dem Örtchen Lorbach schauten wir eine mal an einen „Eifelblick“ in den Ferne. Auch wenn es diesig war – sehen konnten wir schon noch ziemlich weit. In Richtung Heimat (Sofienhöhe) und ins Siebengebirge. Allerdings hielten wir uns nicht zu lange auf, weil es einfach ziemlich heftig windig war.

Nach 6 Kilometern also verließen wir die luftigen Anhöhen und verschwanden wieder in den Wald. Hier begann dann auch ein wenig „Bergbau-Kultur“.

Vor mehr als 2000 Jahren schĂŒrften die Kelten und Römer in dieser Gegen nach Bleierz. Bis 1957 wurde in Europas ehemals grĂ¶ĂŸter Bleimine nach dem wichtigen Metall geschĂŒrft. Und hier befanden wir uns nun – mitten drin.

Als erstes erreichten wir den Aussichtspunkt mit dem Blick auf den ehemaligen Tagebau „Virginia“.

Hier genehmigten wir uns eine Pause. In einem LĂ€rchenwĂ€ldchen machten wir eine Snackpause. Hier war es einigermaßen windstill. (Und ich war mal wieder erstaunt, dass es hier in der Gegend so viele LĂ€rchen und sonstige Nadelgehölze gab, denn die Eifel kenne ich als Laubholzgebiet.)

Nach unserer Pause marschierten wir begab bis zum Bucholzer Weiher. Dieser war seinerzeit angelegt worden, um das Wasser, nach dem AufspĂŒlen der bearbeiteten BodenschĂ€tze, zu sammeln. Es hat sich daraus ein wunderbares Naturparadies fĂŒr viele Arten entwickelt.

Weiter unserem Weg folgend passierten wir das „SpĂŒlfeld“, in dem das Wasser nach der Erztrennung von Sand und sonstigem eingespĂŒlt wurde, sowie den großen Einmischer, der seinerzeit zum Aufbereiten den Erzes, in Betrieb war. Von hier aus wurde das Wasser in die SpĂŒlfelder geleitet und von dort aus in den Weiher.

Über einen wunderschönen Pfad, teils Waldboden, teils Sand und mit hohem Birkenanteil, waren wir schon fast wieder auf der Zielgeraden. Wir passierten noch den „langen Emil“, ein Rest des höchsten Kamins (seiner Bauzeit) und ein Relikt aus den Zeiten des Bleierz-Abbaus.

Von hier aus gingen wir zum Baltesbendener Weiher. Hier durfte ich dann noch einen weißen und einen Fischreiher ablichten. Auch wenn die LichtverhĂ€ltnisse nicht sonderlich gut waren, aber da musste ich einfach noch einmal draufhalten. (Nur so – fĂŒr das Tagebuch 😉 ).

Und … schwuppdiwupp – keine 1,5 Kilometer weiter, waren wir schon wieder am Auto angelangt. Das ging irgendwie viel zu schnell. Eine kurzweilige Tour, die uns viel Spaß (trotz befestigter Wege 😉 ) gemacht hat. HĂ€tte gerne noch etwas mehr sein dĂŒrfen.

So sind wir um 13 Kilometer „reicher“ und höchst zufrieden mit uns und unserer kleinen Welt.

Liegt es am Alter oder an was? Ich bin mittlerweile sooooo glĂŒcklich ĂŒber solche Kleinigkeiten. Eine entspannte Runde ohne Regen, glĂŒcklich, meine Jungs dabei zu haben. Ach – einfach grandios.

Fazit: Eine Tour, die ich sicherlich nicht ausgewĂ€hlt hĂ€tte, wĂ€ren die Bedingungen (von unten) trockener gewesen. Aber – es hat sich gelohnt. Uns hat es riesig viel Spaß gemacht. Es war zum Relaxen, zum Gucken … einfach genial fĂŒr die Erwartung, eine leichte Tour zu gehen! Toll!

Und hier die Daten zur Strecke:

 

3 Kommentare zu “Auf bergbauhistorischen Wegen – am Nationalpark Eifel – Bleiberg (Mechernich)

  1. Ich fand ihn seinerzeit auch irgendwie interessant.
    Dort gibt es ja auch noch den Panoramaweg.
    Der steht beim mir auch noch auf der Agenda.

  2. Klaus Ranglack

    Liebe Leute, etwas mehr GespĂŒr fĂŒr die richtigen Ortsnamen wĂŒsche ich mir. Metternich hat nichts mit Mechernich gemeinsam, und nur um Mechernich geht es hier in diesem Beitrag. Dann sollte man den Nationalpark nicht so einfach hin- und herschieben, wie und wo man ihn gerade benötigt.

  3. Bifu1967

    Sehr geehrter Herr Ranglack,
    zunĂ€chst einmal Danke dafĂŒr, dass Sie mich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht haben. NatĂŒrlich geht es um Mechernich und nicht um Metternich. Da haben meine Finger etwas anderes getippt als mein Kopf vorgegeben hat. Habe ich korrigiert.
    Aber Mechernich liegt nun mal am Rande des Nationalparks und wird ja auch als Tor des Nationalsparks bezeichnet, von daher ist das schon okay.

    Ich habe lediglich Spaß an der Natur. Irgendwas dahin zu schieben, wo ich es benötige – warum sollte ich das tun? Vor allem hĂ€ngt mein Leben nicht davon ab. Lediglich weiß ich, dass es, egal wo „mein“ Nationalpark nun liegt, aufgrund unserer Berichte einige Eifelfans mehr gibt. Das liegt Ihnen, als stellvertretender BĂŒrgermeister des schönen StĂ€dtchens Schleiden, sicherlich auch am Herzen. Aber der Tonfall sollte dennoch entsprechend gewahrt bleiben. Sie haben sicherlich auch schon mal Fehler gemacht? 😉

    Aber nichts fĂŒr Ungut. FĂŒr Ihre Aufmerksamkeit bedanke ich mich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.