Wandern

Schlammschlacht im Hürtgenwald

Schlamm- & Wasserschlacht mit Querwaldein…

Hmm – stellen wir uns vor, es gäbe nun 12 Monate an einem Stück Regen- und Nieselwetter. Würden wir dann auch nur hinterm Ofen sitzen? Also – wir nicht. Und deshalb waren wir es leid, uns dem Schmuddelwetter geschlagen zu geben.

Auf geht’s – in die Eifel – genauer in den Hürtgenwald!

Dieser ist oft unser Ziel, wenn das Wetter nicht so brillant ist und die Anfahrt nicht all zu weit sein soll. Also denn – und los!

Startpunkt war der Wanderparkplatz am „Brandenburger Tor“ bei Hürtgen. Ich hatte uns eine Route zusammengebastelt, die zusammengeschnipselt war aus einigen Wanderwegen aber auch aus ein paar kleinen Wegen, die nicht ganz offiziell sind. (Vorweg genommen – die waren teilweise besser zu gehen, als die Wanderwege… 😉 )

Vom Parkplatz ging es einen schönen Pfad bergab. Auch wenn es etwas rutschig war aufgrund der Nässe, fanden wir 4 das richtig gut. Leider nicht so lange. Wir stießen auf einen Wanderweg, der ziemlich mitgenommen war von schweren Waldfahrzeugen. Hier machten wir also zunächst fröhliches Schlammtreten. Kennen wir schon – nicht schön – aber man muss da durch.

Dann wurde es aber echt fies. Knietief waren die Schlammschichten aufgetürmt. Also half nur noch eines: Ausweichen in den Wald. Nur – beim Überqueren des Weges in den Wald hinein blieb Laurinchen stecken. Der arme Bub! Bis zu den Schultern tief hing er in einem Schlammberg. Oh je. Glücklich war er nicht und brauchte auch meine Hilfe, um da wieder herauszukommen. (Deshalb gibt es davon auch kein Foto, denn Rinchenrettung ist eindeutig wichtiger als ein Foto vom Rinchen in misslicher Lage.)

Nach der Rettung gingen wir also quer-Wald-ein, was zur Folge hatte, dass Suri mehr Kieferngehölz mit sich trug denn Fell. (Entsprechend hatte ich heute Nachmittag auch einiges zu puzzeln an seinem Fell 😉 )

Erlebt haben wir sicherlich schon einiges. Aber knietiefer (nicht knöcheltief!) Matsch, DAS hatten wir noch nie gehabt. Nicht schön – gar nie nicht schön.

Wir schlugen uns ca. 2 Kilometer quer durch den Wald. Wie gut, dass ich das GPS-Gerät stets dabei habe, so dass ich uns irgendwann wieder auf einen begehbaren Weg lotste, der uns ein Stückchen später auch auf unsere eigentlich Route zurück brachte.

Viel Wasser gab es heute. Wir liefen im und oberhalb des Tals des Weißen Wehebachs. Schlängeln sich zu „normalen“ Zeiten die Bäche klein und niedlich bergabwärts bis ins Tal in den Wehebach, gab es heute mehr wilde Fluten, die von überall her herunter rauschten.

Dies hatte zur Folge, dass ein Weg eigentlich kein Weg mehr war, sondern ebenfalls zu einem Wasserlauf mutiert ist. Augen zu und durch. Den Jungs – die gleichzeitig sich auch vom Schlamm befreiten dadurch – hat’s Spaß gemacht. Und mir – wenn ich ehrlich bin – auch.

Was will man erwarten, wenn es wochenlang nur regnet und dadurch nicht nur das Wasser von oben, sondern auch der Schnee, der lag, gleichzeitig abtaut?

Welches Fazit gibt es für heute:

Nun. Diese Tour hätte ich nicht gemacht, wenn es sich lohnt, in beeindruckendere Gegenden zu fahren. Der Hürtgenwald ist sozusagen mein Notstopfen für schlechte Zeiten 😉 Unglaublich war es, dass Waldarbeiter ein solches Fiasko hinterlassen. Diese Wege sind zerstört für lange, lange Zeit und ich konnte nicht erkennen, warum man das so gemacht hat, außer ein paar Baumstämme zu ziehen.

Wir haben wirklich ein paar schöne Naturwege gefunden. Die waren aber, aufgrund des Wetters wirklich teilweise Bachläufe. Aber da können diese Wege ja nichts zu 😉 . Das hat schon Spaß gemacht.

Ansonsten waren 12 Kilometer auch genug in Anbetracht der Tatsache, dass es wirklich von oben nieselte und von unten entweder matschig oder wässrig war. Ich will fair bleiben – es gab tatsächlich auch gut begehbare Wege. Jawohl, die gab es auch!

Hier die obligatorischen Streckendaten:

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