Obedience

UK-Abschluss 2017 – und gruselige Weihnachtsmänner ;-)

Schön war’s, der letzte Wettkampf in diesem Jahr. 🙂 Ich bin froh, dass ich mich doch aufgerafft hatte, noch einmal den Weg nach Holland zu nehmen.

Nicht in Bestform waren wir – aber es haben wieder viele Dinge ganz prima geklappt und manche halt so gar nicht 😉 So ist das Spiel eben…

Gemeldet hatte ich Laurin in Novice und A und den Caps in der A und erstmalig in der B. Letzteres war aber von Anfang an als reine Trainingsrunde geplant, was ja – aufgrund von Horror-Weihnachtsmännern – definitiv eine gute Entscheidung war 😉

Novice mit Laurin

Mit Laurin begann unser Wettkampftag. Er war vormittags in der Novice dran. Ich wusste wohl, dass es heute nicht leicht sein würde mit ihm. Hatte er doch viel zu viel Power mitgebracht. Die wenigen Auslaufrunden, aufgrund des miesen Wetters in den letzten Wochen und nur sporadisch mal ein Pseudotraining (nur gegen das schlechte Gewissen 😉 ), waren eigentlich schon ein Garant dafür, dass ich es mit einem 180-Sachen-Power-Rin zu tun haben würde.

In der Vorbereitung war er auch extrem krawallig, lustig und ziemlich frech. Umso überraschter war ich, dass er im Ring dann wieder zu seiner Form zurückgefunden hatte. Er lief eine wirklich schicke Runde, die sich toll angefühlt hat.

Hier und da gab es ein paar Unkorrektheiten in der Fußarbeit und das Vorsitzen beim Apportieren war wieder mal etwas schräg. Aber was sollte ich erwarten, bei dem wenigen Training, was ich meinen Jungs habe angedeihen lassen.

Wir standen nach der Runde und vor den Stays noch im Punktgleichstand mit dem Team, was letztendlich dann gewonnen hatte. Warum? Ganz einfach. Laurins Sitzen ist kaputt. Er war in den Stays schon ein wenig im Stress und hielt dann das Sitzen nicht ganz bis zum Schluss aus. Da verloren wir 4 Punkte und katapultierten uns somit auf Platz 3.

Ich hatte Rinchen nicht korrigiert nach dem Sitzen. Einfach, weil ich never-ever möchte, dass jemals wieder mit einen „Scheißgefühl“ aus Bleibübungen rausgeht. Dazu haben wir nun zu lange hart daran gearbeitet.

Also – so was kann passieren. Ansonsten hat Laurin wirklich alles gegeben und noch mehr.

Denn mein Trainings-Motivationsloch trägt ja nicht unbedingt dazu bei, dass wir uns steigern. Da können die Buben ja schon mal gar nichts dafür!

Am Nachmittag wurde es stressig für mich. Hatte ich gehofft, dass die Novice und B nachmittags (wie eigentlich immer) laufen würden und die A vormittags, war es gestern dann völlig anders.

Wie gesagt, die Novice war vormittags und die A und B am Nachmittag. Das bedeutete für mich 3 Starts in parallelen Ringen. Aber es ist ja gut gegangen und letztendlich hat es auch so gepasst, dass ich keine großen zeitlichen Engpässe zwischen den 3 Runden hatte.

Als erstes am Nachmittag war dann der Müffjö dran….

Capsis Debut in der Klasse B (Training)

Oh my God!!!!!!!!!! 😉

In der Vorbereitung zeigte Caps all das, was er gelernt hatte. Selbst das Sendaway hatte er super super süß gemeistert. Natürlich – weil ich ja eh ein Training machen wollte – mit einem Target am Backmarker – aber in einer anderen Umgebung und vor allem mit anderen Markern fand ich es super, mit wie viel Speed er das gemeistert hat. Na ja – Vorbereitung ist Vorbereitung.

Und dann kamen die Weihnachtsmänner ins Spiel – OHAAA!

Wir gingen also in den Ring und Caps bleibt auf einmal wie angewurzelt stehen. Mein großer Chaoten-Rambo-Caps. Er versteckte sich quasi hinter mir und ich konnte ihn nicht wirklich dazu bewegen, neben mir und mit mir zsammen an den Startpunkt für die Fußarbeit zu gehen. Nein, nein. Er wollte hinter mir laufen und mit einem langen Hals und Stielaugen zum Hallenende glotzen.

Was war los?

Die Richterin hatte sich für das Sendaway Weihnachtliches einfallen lassen. Sie stellte als Marker 3 Weihnachtsmänner auf. Und das hatte gestern gereicht, den Caps völlig aus der Fassung zu bringen.

Es ist nicht untypisch für Caps, dass er sehr vorsichtig ist bei Dingen, die ihm spanisch vorkommen. Untypisch ist aber, dass er sich so dermaßen in die Hose macht, dass er sich noch nicht einmal auf Arbeiten einlässt. So war die Aufstellung in die erste Grundstellung dann bereits ein kleines Desaster. Er konnte nicht – er MUSSTE glotzen.

Ob die Dinger wohl gleich auf ihn zustürmen und ihn gar mit Haut und Haaren auffressen würden???  😉

Na. Dann hatte ich ihn parat und wir marschierten los. Jup – hatte ich mir so gedacht. Jetzt läuft es. Tatsächlich – die erste Gerade ging dann auch bis … bis wir auf die Weihnachtsmänner zusteuerten. Da ging Caps in die Eisen.

So hilflos habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Kein Zureden und nichts konnten ihn dazu bewegen, in diese Richtung zu gehen. (Fühlte sich schon doof an … ) Irgendwann hat er dann doch sein Herzchen in seine großen Füße gepackt, schmiegte sich an mich und war gaaanz doll tapfer. Da habe ich sofort das Spieli gezückt und den Rest der Fußarbeit mit Spielzeug in der rechten Hand absolviert. Dies hatte zwar zur Folge, dass er mehr aufs Spielzeug denn auf korrekte Fußarbeit fokussiert war. Aber immerhin hatte er wieder einen Wohlfühlfaktor.

Jetzt weiß ich zumindest, dass ich das Sendaway nicht nur mit Pylonen, Porzellanelefanten, Eimern und Ziegelsteinen übe, sondern das ab sofort Figuren gebastelt werden, die demnächst als unsere neuen Mitarbeiter beim Sendaway fungieren werden. 🙂

Dann das Sendaway. Bewusst habe ich ihn zusehen lassen, dass ich sein Target an den Backmarker platzierte. Bewusst habe ich mich nur einige wenige Meter vom Sendaway gestellt.  Aber der Caps traute sich nicht, zwischen den Frontmarkern durchzulaufen. Er stoppte am linken Marker und beäugte ihn äußerst argwöhnisch. Danach lief er außen herum zum Backmarker um diesen auch noch einmal unter die Lupe zu nehmen um dann sein Target anzusteuern.

Großer Held, sage ich! Großer Held!

Allerdings wiederholte ich das Ganze noch einmal. Diesmal noch näher dran. Caps ging todesmutig zwischen den Frontmarkern durch, allerdings wollte er nie nicht zum Backmarker. Nach meinem Zureden hat er sich aber getraut. Well done, kleiner Angsthase! Well done!

Als letztes kam das Apportieren. Ab der Klasse B bringt der Richter irgendwelche Apportiergegenstände mit. Dieses mal brachte er kleine Plastikflaschen mit. Ach – diese Flasche machte so tolle Geräusche, als ich sie warf, dass Caps dann in den Frühstart- und Tötemodus verfiel. (Ich hätte im Erdboden versinken können, so sprang er auf das Teil drauf…) Aber okay.

Et is wie et is. Der Winter ist ja lang … und im Frühjahr gibt es keine Weihnachtsmänner mehr…. 😉

Die Klasse A

Kurz darauf musste ich dann mit Caps in A-Ring. Irgendwie noch „traumatisiert“ durch die Weihnachtsmänner, beäugte er zunächst vorsichtig diesen Ring, als wir hineingingen.

Anfangs war er noch skeptisch, ob nicht doch irgendwelche Weihnachtsmänner auftauchen könnten, bekrabbelte sich dann aber zunehmend. Obwohl, dass muss ich sagen, er in der ganzen Runde etwas gehemmt und vorsichtig war, was seine Aktion angeht. Das war nicht soooo ein schönes Gefühl. Aber es zeigt mir wieder einmal, dass unter der rauen Capper-Schale doch ein ziemlich heftig weicher Kern sitzt. 🙂

Insgesamt kamen wir mit 7 Punkten aus dem ersten Teil heraus. Können wir besser. Aber so schlecht sind 7 Punkte nun auch nicht.

Eine halbe Stunde später war Rinchen dran. Es hat sich so toll angefühlt. Wenngleich Rinchen mich auch wieder etwas treiben wollte. Ich ließ es dieses mal nicht zu. War mental darauf eingestellt und immer, wenn ich merkte, dass er nach vorne trieb, habe ich noch bewusster stur geradeaus geguckt. Das führt bei Rin dazu, dass er sich an meinen Oberschenkel „kuschelt“ und sich dort nett einrichtet. Hammergeil!

Somit waren Rinchen nach dem ersten Teil, welcher aus Freifolge, Abrufen in die Fußarbeit und Apportieren besteht, mit 6 Punkten dabei. Toll!

Aber nun hatten wir ja noch die Sucharbeiten und die Stays vor uns. 

Bei den Sucharbeiten war ich mir sicher, dass Capsi etwas Ussel machen würde, eben weil er gerne Dampf ablässt an den Tüchern, zumal ich das mit ihm in den letzten Wochen genau nur ein mal geübt hatte.

Aber der Bub überraschte mich mit einem super super schönen Scent. Läuft raus – schnurgerade über die Tücher – bei seinem Tuch stoppt er, vergewissert sich am Nebentuch ganz kurz, nimmt auf, kommt. Basta…..  MEGA!!!!!!!!

Rinchen. Ja beim Rinchen war ich mir sicher, dass er das heute auch gut machen würde. Hatte ich mit ihm am Donnerstag ein tolles Scent-Training gehabt. Das war so toll gewesen. Und was er???? Nicht nur, dass er mir wieder mal deutlich sagt, was er von Tüchern auf Steinboden hält. Nein… das langte ihm nicht. Er nahm läppsch mal das erste Tuch auf, ließ es fallen, nahm ein weiteres Tuch auch … brachte mir ein falsches Tuch, usw. usf…. DAS hatten wir wirklich so noch nie….! Grmpf….  Okay, damit alle Punkte für das Scent. Bei Laurin ist alles drin. Von Clear bis alle Punkte … So ist das Rinchen. So und nicht anders!

Die Stays liefen … nun ja.

Laurin legte sich nach der Hälfte der Zeit abermals ab. Vermutlich war er müde. Vermutlich hatte er aber auch die Idee, dass ja am Vormittag auch geklappt hat. Da müssen wir also jetzt noch mal ran. Caps – etwas unsicher noch (der ganze Tag war halt Weihnachtsmann geprägt), machte es Laurin dann nach. Zwar erst ziemlich zum Schluss, was ja dann weniger teuer ist, aber Punkte gibt es dann schon noch.

Das Platz war jedoch bei beiden Jungs clear.

Mit Ruhm haben wir uns zwar nicht bekleckert, aber es waren sehr schöne Teile dabei und halt auch nicht so tolle Dinge. Gereicht hat es bei Caps für Platz 2 und Rinchen (ohhhaaa) noch für eine Platzierung auf Rang 5.

Aber das zeigt einfach immer, dass Hunde eben auch nur Menschen sind. Und es gibt immer Dinge, die kommen anders als man denkt. Ich finde, dass macht die „Arbeit“ mit unseren Teampartnern einfach aus“.

Hier die schönen Dinge, die mir meine Jungs geschenkt haben 🙂

Und hier die weniger eleganten Lösungen … 😉

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