Wandern

Nationalpark Eifel – Natur – Gedenken – Bauwerke

Zwar war das Wetter doch nicht so sonnig wie angekündigt, aber dennoch zum Wandern herrlich. Heute war mal wieder die Rurtalsperre angesagt. Quasi die letzte Ecke, die wir noch nicht erkundet hatten bis heute.

Leider etwas später als geplant starteten wir in Heimbach. Ich hatte mich sehr auf diese Wanderung gefreut. Einfach deshalb, weil die Woche mega-anstrengend war und ich einfach „nicht gut drauf“ war.

Wandern ist die beste Medizin, um wieder „runterzukommen“.

Wir starteten also mit einer Stunde Verspätung von Parkplatz in Heimbach. Die Rur zeigte sich noch in einem morgendlichen Dunst. Es war 1 Grad über Null – frostig. Erstmals musste ich wieder meine leichten Wanderhandschuhe und etwas für über die Ohren anziehen 😉

Es ging alsbald steil bergan über den Kreuzweg zur Abtei Mariawald und der sich dort befindlichen Kriegsgräberstätte.

Ich muss sagen, dass mir viele Gedanken durch den Kopf gingen, als wir 4 über die liebevoll gepflegte Gedenkstätte gingen. 

Wie viele Menschen können gerade das nicht (mehr) erleben, was ich mit meinen Jungs erleben darf. Und nur, weil die Menschheit meint, dass Kriege das Mittel der Wahl sind.

Die Jungs jedenfalls bemerkten meine Nachdenklichkeit und verhielten sich vorbildlich.

Als dieser „nachdenkliche“ Teil der Wanderung passiert war, musste ich mich auf den für mich anstrengendsten Teil konzentrieren. Von nun an ging es stetig bergab. Und das mit einem Capper am Zug, der irgendwie in der Kabadose geschlafen hatte. So schien es zumindest.

Vielleicht war ich aber auch nur irgendwie „anders“ als sonst und Caps kompensiert so etwas gerne mit vermehrter Energie 😉 Was auch immer: Es war recht anstrengend für mich!

Dazu war es recht matschig und schmierig. Auch wenn es gerade mal 1 Grad über Null war – der Nachtfrost reichte noch nicht aus, um feuchte Wege hart werden zu lassen. Also schmierte und schlitterte ich – mit einem Turbo Caps in Front – so den langen Weg bergab.

Dafür war das Rinchen aber mega-brav 🙂

Nach ca. 8 Kilometern erreichten wir die Rurtalsperre Schwammenauel, die gigantische Stauermauer. Der Wind blies so extrem, dass ich kurzfristige dachte, ich sei an der Nordsee.

Wir ließen uns den stürmischen Wind um die Nase wehen und wandelten relativ alleine auf dem Staudamm, um nach ca. 1,5 Kilometer wieder in Wald eintauchen zu können.

Hier gab es wieder Spaniels-Paradies, was aber auch ein Suri-Man’s-Paradies ist. Juhu – sie durften doch tatsächlich noch mal plantschen gehen! 🙂

Ein kurze Pause gönnte ich uns, bevor wir uns auf die letzten Kilometer machten. Also kleinen Snack aus dem Rucksack gekramt – etwas „geschmurgelt“ und getrunken – Freilauf für alle … Und dann ging es wieder los. 🙂

Dies führten zunächst über kleine Pfade und dann über tolle Brückenkonstruktionen immer unmittelbar an der Rur entlang. (Der Dschungelpfad).

Am meisten Freude hatten wir heute an die tollen Brücken. Suri, als bekennender Brückenfetischist war absolut amused.

Wirklich – irgendwie haben Brücken etwas an sich. Aber manche Brücken machen einfach Spaß – warum auch immer 😉

Nicht mehr lange – ca. noch 2 Kilometer – dann waren wir schon fast wieder am Ausgangspunkt angelangt.

Ein Bild stieß mir, kurz bevor wir den Parkplatz erreichten, noch ins Auge. Dem Herbstgrau trotzend ein gelber Fleck.

Die Burg Hengebach schickt uns noch einen freundlichen Gruß hinüber. Und schon sind wir – nach knapp 14 Kilometer wieder am Ausgangspunkt angelangt.

Fazit: Aufgrund der Abtei und der Kriegsgräber war ich heute im ersten Teil der Tour etwas arg nachdenklich. Dies ist aber nun eine stimmungsmäßige Einschätzung 😉 Zum großen Teil waren es sehr schöne Pfade und Wege im typischen Felsengebiet des Nationalsparks. Wenn wir heute auch mehr oder minder eine Schlammschlacht veranstalteten.

Obwohl es ein trüber Novembertag war, begegneten wir doch mehr Wanderern als gewohnt. Das störte mich heute. (Es sei aber gesagt, dass dies längst nicht mit dem „Tourismus“ bei uns Zuhause vergleichbar ist 😉 ).

Ich selber bin kein Asphaltfreund. Die Stauermauer ist beeindruckend. Zum Glück war sie heute nicht gut besucht, sonst hätte ich sicherlich einen Schreikrampf bekommen. Aspalt – einen völlig chaotischen Caps und dann noch viele Menschen … das wäre nicht gut gegangen. Aber so ließ es sich für mich ertragen.

Alles in allem: Die Runde war schön von der Abwechslung her, von der Weggestaltung. Dass es relativ viele Wanderer heute gab, dafür kann diese Strecke nichts.

Die Streckendaten gibt es natürlich auch noch:

 

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