Wandern

… und da hat es Petrus doch noch gut mit uns gemeint :-)

Wandern wollten wir heute – um jeden Preis! Ja. Wir sind schon ein Stück weit wandersüchtig und eine 14tägige Pause macht Unruhe. Weil aber das Wetter richtig novembermäßig angesagt war, mit Nieselregen und vielen Wolken, verzichtet ich darauf, in die Eifel zu fahren. Geplant waren ca. 8 Kilometer hier in der Heimat. Wir haben für solche nicht so feinen Tage ja das Glück, schöne Rekultivierungsgebiete quasi vor der Haustüre zu haben. Man ist schnell in der Natur und entsprechend auch schnell wieder zu Hause. Vor dem Hintergrund, dass man ggf. plitschnass ist und durchgefroren, ist es ein großer Vorteil, dann schnell im Warmen zu sein und nicht nur eine Stunde Fahrtzeit bis daheim hat.

Aber es kommt ja bei uns immer etwas anders… 😉

Nachdem wir bei Nieselregen losgewandert sind, klärte sich das Wetter nach knapp einer Stunde auf. Es war trocken von oben, wenngleich sich der Himmel wirklich im schäbigsten Grau zeigte. Egal. Trocken von oben! 🙂

Grau ist relativ. In diesem Jahr empfinde ich die hellen Herbstfarben im Laub als extrem wohltuend. Und wenn wir so am und unterm gelben Herbstlaub vorbeilaufen, hat es fast etwas von Sonnenschein. (Selbst wenn die Sonne so gar nie nicht da ist.)

Wir probierten wieder ein paar neue Pfade und Wege aus, die wir noch nie zuvor gegangen sind. Auch das ist toll hier, denn es gibt verdammt viele Wege, die wir noch nicht kennen. Wir marschierten also so dahin.

Außer viel Wild, was wir beobachteten konnten, waren wir ziemlich alleine auf weiter Flur. (Vorteil von Schietwetter.)

Es war irgendwie so schön, dass ich mich spontan dazu entschloss, die Runde zu erweitern. Wenn wir schon so ungestört und in Ruhe wandern konnten und darüber hinaus der Petrus wirklich lieb zu uns war, konnten wir auch noch einen Abstecher zum See machen.

Okay – okay. Der Abstecher bedeutete, statt 8 Kilometer dann 18 Kilometer. Was soll’s.

Am See ankommen, war es auch Zeit für eine Pause. Wir hatten knapp 10 Kilometer hinter uns gebracht und ich dachte, insbesondere der Suri-Man, würde eine Pause gut gebrauchen können.

Dachte ich!

Die Jungs waren hin und weg, dass sie am See waren. Entsprechend groß war die Toberei. Nix Pause. Pause machte ich. Die Jungs verleibten sich ihre Snacks ein und machten dann das, was man am See halt tut. Plantschen, Buddeln und Laufen. Während ich auf einem Baumstamm saß und dem Treiben zuschaute. Herrlich war es, denn es war nichts und niemand da. Gähnende Leere.

Da die Buben ja irgendwie nicht wirklich müde waren, beschloss ich, nachdem ich mein Brot gegessen hatte, dann Richtung Heimat aufzubrechen.

Es ging zunächst über Feldwege bis hin zu den Erftauen. Hier wanderten wir auf meinen Lieblingsweg an der Erft entlang, bis wir irgendwann an den Fuß der Frimmersdorfer Höhe angelangten. Noch einmal ein wenig bergauf durch den Wald. Alsbald gelangten wir auf die Höhe, dem Windtestfeld. Noch 2 Kilometer und wir waren wieder am Ausgangspunkt angelangt.

Mannomann – wir sind jetzt wieder zufrieden, ausgeglichen. Darüber hinaus aufgewärmt. Alles in allem: Es hat uns riesigen Spaß gemacht, auch wenn es „nur“ ein Gang in heimischen Gefilden war.

Die obligatorischen Streckendaten gibt es natürlich auch noch:

 

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