Wandern

Der Brotpfad bei Blankenheim

Auf dem Brotpfad bei Blankenheim unterwegs.

Vor dem großen Sturm, der angekündigt war, wollte ich auf jeden Fall den Oktober mit einer ausgiebigen Wanderung abschließen.

Der Brotpfad schien, der Beschreibung nach zu urteilen, ideal. Nicht schwierig zu gehen, dennoch ein paar Kilometer, die wir allerdings ausweiteten.

Wir gingen nämlich nicht von Blankenheim los, sondern auf einem Wanderparkplatz. Ich mag einfach nicht mit den Hunden in einer Ortschaft loslaufen. Und somit verlängerte sich die Strecke von 15 Kilometern auf ganz knapp 20 Kilometer.

Wir marschierten also erst einmal nach GPS, bis wir auf den eigentlichen Weg stießen. Hocherfreut waren die Buben, dass es so viel Wasser gab, denn die ersten Kilometer gingen wir am Schafbach entlang.

Bei 7 Grad befand ich aber, dass es noch zu kalt zum baden sei. Keine Widerworte, Jungs, erst einmal wird etwas gewandert. Dann sehen wir weiter. 🙂

Es ist erstaunlich, wie die Farben des Herbstes auch einen trüben Tag zum leuchten bringen.

Das tat extrem gut heute.

Im großen und ganzen war der Weg so einfach zu gehen, dass ich mich einmal nicht so unheimlich auf den Weg konzentrieren musste. So konnte ich teilweise meinen Gedanken nachhängen und musste nicht immer auf der Hut sein, dass mich irgend etwas von den Socken hauen würde.

So gingen wir über eine Anhöhe Richtung Schafbachtal. Hier wanderten wir seicht bergab ins Tal hinunter, wo Suri seine erste Snackhütte entdeckte. (Schutzhütte Schafbachtal) Allerdings enttäuschte ich den Buben – es war einfach noch zu früh, um eine Pause zu machen. Dieser Weg war insgesamt sehr schön. Sicherlich auch bedingt durch das bunte Laub.

Ich liebe es, wenn es unter den Füßen raschelt. Die Jungs auch – nur lieben die es noch viel mehr, wenn es darüber hinaus noch nach Wild riecht. Und ja – es roch heute morgen extrem nach Wild. 🙂

Wir verließen das Schafbachtal. Ab jetzt ging ging es wieder bergauf. Mit dem Ziel, das Örtchen Nonnenbach.

Insgesamt war es ein recht „langweiliger“ Weg. Super einfach zu gehen, aber es gab auch nicht so viel zu sehen. Bis dann eine weitere Snackhütte (Stromberghütte) auftauchte. Aufgrund des Anstiegs passte es gut, hier eine kleine Pause einzulegen.

Hier trafen wir auch den einzigen Menschen auf unserer kompletten Wanderung. Ein junger Radfahrer, der sich zu uns gesellte, mir etwas von seiner Radtour erzählte, um dann wieder von Dannen zu ziehen.

Es wurde extrem windig. Da ich nicht wusste, wie sich das Wetter weiter entwickeln würde, gingen wir weiter. Ein unspektakulärer befestigter Weg, der uns irgendwann in die Ortschaft Nonnenbach brachte.  Hier mussten wir ein Stück weit an der Straße entlang gehen. Zum Glück konnten wir neben dem Straßengraben ausweichen, so dass zwischen uns und den Autofahrern, die teilweise extrem rasant unterwegs waren, der Graben war. Gut, dass dieses Stück nicht all zu lang war.

Dann – oh Schreck – jetzt sollte es auch noch quer durch den Ort gehen. Etwas, was ich gar nicht schätze. Gruselig, über die Hautstraße eines Dorfes zu gehen und das mit 3 Hunden am Strick.

Also GPS befragt. Ich fand einen Feldweg, der uns um das Dorf herumführen würde. Das fanden wir 4 wesentlich angenehmer.

Als wir Nonnenbach (Ort) hinter uns gelassen hatten, ging es ein Stück weit am Nonnenbach (Wasser) entlang. Ab nun wurde es wieder schön. Zwar handelte es sich nach wie vor um befestigte Wege, aber irgendwie gefiel es uns ab hier wieder besser.

Wir gelangten zur Hütte am Russenkreuz. Und nun knurrte mir auch der Magen. Es war 11.45 h und nun war es wirklich Zeit, ein Frühstück einzunehmen.

Übrigens hat die Bezeichnung „Russenkreuz“ nichts mit Russen zu tun. Warum dies so benannt wurde, weiß man nicht so genau. Mit Gewissheit lässt sich nur sagen, dass es ein Denkmal ist und sich hier oder in der Nähe Keltengräber befanden.

Frisch gestärkt und ohne knurrenden Magen ging es von hier aus ein etwas anstrengenderes Stück bergab. Und JUHU – auf einem schönen Pfad. Dieser mündete in die Region der Islandponys und Kaltblüter. 🙂 Hier befanden sich kilometerlange Koppeln, jede Menge Pferde. Ach, war das schön!

Lediglich Suri wusste nicht so recht, ob diese „Dinger“ Freund oder Fein sein sollten.

Aber Suri-Man hat sich tapfer der Gefahr gestellt, sich gaaaanz groß gemacht, der Gefahr ins Auge geschaut, um dann hocherhobenen Hauptes weiter zu marschieren.

Ach ist der süß, dieser Bub!

Wir erreichten Blankenheim und hielten oberhalb des Ortes rechts, um auf den Eifelsteig zu gelangen, der hier dem Brotpfad ein Stück weit folgt.

Und hier gelangten wir an den wirklich schönsten Teil der Strecke. Pfade, Wasser, Brücken, Wurzelwege. (Auch wenn etwas matschig teilweise 😉 – man kann eben nicht alles haben.

Der Blankenheimer Brotpfad ist ein Weg, der vor langer Zeit von den Dorfbewohnern südlich von Blankenheim genutzt wurde, um Brot nach Blankenheim zu bringen und dort zu verkaufen (oder aber Steuern und Abgaben beim gräflichen Kassenwart zu begleichen).

 

 

Die legendäre Hütte am Brotpfad passierten wir natürlich auch. Sie ist so liebevoll gepflegt, von Ehrenamtlichen! Einen Blick ins Innere der Hütte verrät die Liebe, die diese Menschen dieser Sache entgegenbringen.

Alsbald, gelangen wir an die Stelle, an der wir auf den Rundweg getroffen sind. Hier biegen wir ab, um die letzten 2,5 Kilometer zum Parkplatz zu gehen.

Die Jungs dürfen jetzt (die Temperaturen sind nun um 5 Grad gestiegen!) in den Schafbach steigen, um sich a) die Füße zu waschen und b) natürlich um zu trinken.

Dann sind wir bald auf dem Parkplatz angelangt. Hier gibt es noch den üblichen Wanderungs-Abschluss-Keks. Es wird alles verstaut und dann geht es heimi!

Spaß gemacht hat es, auch wenn einige Passagen nicht super spannend waren. Aber darauf kommt es nicht immer an!

Fazit: Es gibt sehr sehr schöne Passage und auch recht langweilige Passagen. Von daher muss man sicherlich immer berücksichtigen, WAS man gerade braucht oder erwartet. Für mich war es heute fast perfekt, wenngleich ich natürlich lieber einige Pfade mehr gehabt hätte.

Das Einzige, was ich wirklich als negativ bewerte: Befestigte Wege sind schön und gut. Aber warum muss Splitt und Schotter aufgefahren werden? Eine Sache, die ich never-ever verstehen werde!

Hier die Streckendaten:

 

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