Wandern

GPS-Pfadfindertour am Rursee

Gestern sollte es eine kleine einfache Tour werden. Die Woche lag mir noch in den Knochen und so sollte es keine allzu große Anstrengung werden.

Aber die Eifel musste es schon sein.

Deshalb orientierte ich mich an einer Strecke, die annähernd das versprach, was ich mir für eine Wanderung so vorgestellt hatte.

Der Plan war: 10-11 Kilometer, schöne Landschaft, etwas richtig Schönes für die Jungs, aber nicht zu anstrengend. So war der Plan… 

Die Wünsche wurden in folgender Form berücksichtigt:

  • Länge: 13,5 Kilometer, da wir die Streckenführung ein paar mal aufgrund von Wegproblemen abänderten.
  • Landschaft: Toll. Schöne Aussichten, raschelndes Herbstlaub, tolle Farben (trotz grauem Wetter OHNE Regen.)
  • Schönes für die Jungs: Ja! 🙂 Wasser!!!!!, Laub zum Stöbern, Lustkugeln, Rein-
  • Springen!
  • Anstrengend: Nun ja. Ein wenig schon. Denn wer Survival geht, bekommt halt nicht immer bestens gepflegte Wege. 😉

Aber es war so erholsam, weil wir einfach so alleine waren.

Der Anfang der Tour war leicht und flockig zu gehen. Wir gingen quasi auf ebener Erde zu einem Aussichtspunkt, der einen fantastischen Ausblick über den See gab. (Bild oben).

Von da an wurde es aber doch ziemlich anstrengend. Wir befanden uns auf über 400 Meter Höhe und wollten nun runter zum See.

Ich hab’s den Hunden versprochen …

Es ging wunderschöne, hoch laubbedeckte Pfade bergab. Teilweise auch steiler bergab. Dafür gab es aber unten die Belohnung: Plantschen im See! (Für die Hunde versteht sich 😉 )

Der Rursee hatte erstaunlich wenig Wasser. Dies machte es aber möglich, dass die Hunde herrlich laufen und toben konnten, bevor wir, auf einem „richtigen“ Wanderweg eine Weile am etwas oberhalb des Sees dahin wandelten.

Kurz vor der Staumauer wurde unser Pfadfindungstrieb gefordert. Ein kurzes Stück mussten wir an der Zugangsstraße, die zum Stausee-Hafen führt entlang gehen. Von dort aus musste es eigentlich einen Pfad wieder in die „Büsche“ geben. Den fanden wir jedoch nicht ganz so leicht. Also – mein Garmin befragt und abenteuerlustig ein paar Meter Quer-Wald-Ein gelaufen, bis wir auf einen „Pfad“ oder einer, der es mal gewesen war, stießen.

Ich gebe zu, dass mir so etwas irre viel Spaß macht und auch die Jungs hatten so ihre Freude.

Allerdings ist so etwas dann tatsächlich auch anstrengend, da man so die Sinne etwas zusammenhalten muss. (Und hier ging auch stetig bergauf, da wir uns nun vom See „trennten“)

Wo trete ich hin? GPS in greifbarer Nähe? Alle Jungs noch da, wo sie sein sollten? Dennoch ist es toll, weil eben niemand dort ist und man tatsächlich hier viel Natur zu entdecken hat.

Als wir diese Passage dann geschafft hatten und dabei auch wieder gut an Höhe gewonnen hatten, gönnten wir uns nach ca. 7 Kilometern eine Pause.

Jeder Bub auf seine Art.

Nach dem Snack und etwas zu trinken, chillte der Suri-Man, Caps posierte und beobachte ein wenig das Wild, während Rinchen den Bieber spielte und meinte, Bäume fällen zu müssen 😉

Derweil musste ich natürlich alles bildlich festhalten.

Nach der Pause wurde es – für mich – dann richtig beschwerlich. Stets bergab – sanft und gleichmäßig. Und das über mindestens 4 Kilometer. Wer Zugtiere hat, der weiß, was ich meine 😉 Hola die Waldfee. Ich habe teilweise geflucht wie ein

Rohrspatz. Die Spanieltypen waren so ausgeruht und hatten jede Menge Energie zu verpulvern. Nicht schön für mich  …. nicht schön.

Unten angekommen, gab es noch ein paar kleine Bäche, in denen die Jungs trinken und matschen konnten. Ich genoss die Herbstfarben. Ja. Der Herbst ist einfach eine der schönsten Jahreszeiten. Zumindest, wenn man gerne per pedes unterwegs ist.

Unten angekommen, gönnte ich mir eine Pause von den wilden Spaniels. Freilauf für alle! Jipieh!

Der Caps tauchte dann mal kurz ab.

LUSTKUGELN!!!!  

Ich finde, Laub steht Caps perfekt. Es hat etwas von Tarnung. Er sollte vielleicht doch zur Bundeswehr…. 😉

Fazit: Mir hat es wieder richtig diebisch viel Spaß gemacht. Wenngleich ich eigentlich etwas Leichteres gehen wollte 😉 .

Aber wer seine Ruhe haben will, der sollte eben auch nicht nur „Premiumwanderwege“ und „Traumpfade“ laufen, sonder sich mal an die undokumentierten vielen anderen Wege wagen. (Das soll aber nicht heißen, dass ich Premiumwege und Traumpfade und Co. nicht super gerne mag 😉 )

Hier die obligatorischen Streckendaten:

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