Wandern

Die Sophienhöhe – immer für einen Kurztrip gut :-)

 Ich würde es fast als süchtig bezeichnen. Mannomann! Gestern wäre Wandertag gewesen. Regenklamotten waren schon parat gelegt. Allerdings bei einem solchen Starkregen, hätte eine Tour nicht wirklich viel Sinn gemacht. Deshalb verzichteten wir zähneknirschend.

Aber heute, heute mussten wir uns die Füße vertreten. Weit fahren wollten wir nicht. Sophienhöhe! Ja, die Sophienhöhe ist schnell erreichbar und immer gut für kleine Spontanaktionen.

Ich hatte mir eine Tour von ca. 10 Kilometern zusammengestellt, die allerdings dann 13 Kilometer lang wurde. Es gibt ja auch auf der „kleinen“ Sophienhöhe genügend Wege, die ausgekundschaftet werden wollen.

Einzig und alleine dumm war, dass sonntags viele Menschen – vor allem nach einem Regentag – bei schönem Wetter dann spazieren gehen. Und wenn man dann, wie ich heute, irgendwie zu spät los geht, dann trifft man auf mehr Leute, als man sich wünschen mag. (Es sei aber angemerkt, dass wir heute ausschließlich überaus netten und freundlichen Fußgängern und Bikern begegnet sind.)

Die Wege auf der Sophienhöhe sind allesamt sehr leicht zu laufen. Sie sind befestigt mit festgefahrenem Sand und Kies. Relativ angenehm zu gehen, da nirgendwo Schottersteine vorkommen. Das ist für die Hundefüße schon mal ein großer Pluspunkt. Egal von welcher Ecke aus gestartet wird. Anfangs hat man immer einen guten Marsch bergauf, wenn man denn dann ganz oben auf der Höhe rumturnen möchte. Oben angekommen ist es lediglich ein seichtes Auf und Ab. Für Menschen, die gerne in den Bergen unterwegs sind, mutet es eher wie ein Gehen auf gerader Ebene an. Das ist aber manchmal auch schön und vor allem super entspannend.

Wir starten also am Parkplatz auf 86 Höhenmeter und marschierten einen Kilometer aufwärts auf 190 Höhenmeter. Da pustet man schon mal. Aber das war es dann auch mit der Anstrengung.

Viel Spektakuläres gibt es nicht zu berichten. Aber zur Erholung den Geräuschen lauschen, die Farben in der Herbstsonne genießen und das bei lauen 18 Grad … besser kann ein Sonntag gar nicht beginnen.

Nach etwas über 4 Kilometer haben wir den Jülicher Kopf erreicht. Eine friedliche Oase, die sich in der Morgensonne fast märchenhaft präsentierte. Der höchste Punkt dort (275 Höhenmeter) wird durch einen Gedenkstein markiert.

Das ganze Areal dort oben ist parkähnlich angelegt.

Ein idealer Ort, um etwas zu verweilen, vor allem, weil wir wirklich noch ganz alleine unter uns waren.

Also nahmen wir einen kleinen Snack ein, tranken etwas und genossen einfach nur die Ruhe.

 

Für’s Album noch einmal Posen und dann hieß es, einfach mal die Bilder auf sich wirken zu lassen.

Das hat was von Luxus. 🙂

Wir verließen diesen schönen Ort, um uns auf den Weg zum Römerturm zu machen.

Hierbei stellten wir wieder fest, dass es fast mehr Pilze als Bäume gibt in diesem Herbst 😉

Der Weg bis zum Römerturm war weiterhin super einfach zu laufen. Allerdings kamen uns nun langsam aber sicher doch häufiger Spaziergänger, Walker und Fahrradfahrer entgegen. Nicht so mein Ding, aber so ist es halt am Sonntag. Die Jungs waren alle samt super brav heute, so dass wir diese „Störungen“ auch recht relaxt hinnehmen konnten.

Hier und da probierten wir noch ein paar Pfade aus (ja, auch Pfade gibt es auf der Sophienhöhe!) und beobachteten ein paar Vögel und Eichhörnchen. Alsdann gelangten wir nach weiteren 4,5 Kilometern an den Römerturm.

Der Römerturm auf dem Steinstrasser Wall ist der Nachbau eines Wachturms, aus dem 1. bis 4. Jahrhundert, wie er an der Heerstraße von Köln nach Aachen gebräuchlich war.

(Quelle: Euregio-im-bild.de)

Während ich vom Turm aus die herrliche Rundum-Aussicht genoss, machten die Jungs eine kleine Pause.

 

Der Römerturm ist mit seiner Lage auf 296 Höhenmetern der höchste Punkt auf der Sophienhöhe.

Ab jetzt ging es stetig und sachte bergab. Am Wegrand standen die Überläufe voll Wasser, so dass die Jungs ihre Freude hatten, sich die Füße abzukühlen und sowieso – Plantschen ist immer ein Hit 🙂 .

Der letzte Kilometer mündete in den Einstieg den wir zum Beginn der Tour hatten. Sprich – hier ging es auf diesem einen Kilometer recht anstrengend 100 Höhenmeter hinunter. Dies war dann – Oberindianerehrenwort – die einzige Passage, bei der ich die Spaniels zur Raison rufen musste. 😉

Fazit: Wie immer – die Sophienhöhe ist für eine spontane Nebenbeitour oder einfach zum Chillen und Relaxen absolut klasse. Wir bleiben dabei. Sie wird immer wieder mal als „Lückenbüßer“ herhalten, denn zu erkunden gibt es noch genug auf diesem ehemaligen Braunkohle-Abbau-Gebiet.

Hier die heutigen Tourendaten:

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