Wandern

Milan, Bussard & Co. – Unsere Urlaubsabschiedstour rund um den Hondjesberg (Rureifel)

Heute gibt es mal kein Hunde-Titelbild. 😉

Den letzten Urlaubstag wollten wir noch einmal auskosten. Auch wenn wir eigentlich ziemlich groggy waren, weil wir in den vergangenen 10 Tagen dann doch viel marschiert sind, wollten wir unbedingt noch einmal los.

Damit wir uns aber nicht völlig verausgaben, hatte ich eine Tour gewĂ€hlt, die wir im Ansatz zu Suris 1/2-JĂ€hrigen im Tiefschnee gegangen sind. Bis heute Mittag noch nicht wissend, dass wir doch hier und da etwas arg schnaufen wĂŒrden 😉

Es war wunderschön – vor allem – auch wenn ich bereits viele Greifvögel beobachten konnte auf unseren Wanderungen. In dieser Masse, wie sie heute auf Jagd waren, habe ich es noch nicht erleben dĂŒrfen. 

Ob das Wetter wohl hĂ€lt? Wir wussten es nicht, als wir um kurz nach 8 Uhr starten. Richtung Siebengebirge (mit dem 3 Großen) sah man zumindest, dass es regnete. Aber es waren auch Sonnenstrahlen zu sehen. Egal – Augen zu und durch. Wir wollten – unbedingt.

 Von der Wintertour wusste ich, dass es zunĂ€chst einmal auf schönen, leicht zu gehenden Wegen ĂŒber die Felder in Richtung Wald gehen wĂŒrde. Wir waren dennoch ĂŒberrascht, dass wir – trotz KĂŒhle und fortgeschrittener Jahreszeit noch etwas Heide und Mohn zu sehen bekamen. Die letzten harten KĂ€mpfer, bevor der Herbst so richtig zuschlĂ€gt.

Auf jeder – aber auch jeder Lichtung, die uns Ausblicke auf das Tal bot, konnten wir in großer Anzahl Schwarzmilane bei der Jagd beobachten und hin und wieder einen MĂ€usebussard. Wir (also ich) „vertrödelte“ ziemlich viel Zeit damit, diesen wunderbaren Vögeln bei der Arbeit zuzusehen.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie faszinierend ich es finde, wenn sie so ĂŒber die Berge hinwegsegeln. Diese Rufe – diese Anmut.

Und dann – plötzlich schießen sie – wie abgeschossen gen Boden, um Beute zu greifen. Es ist Wahnsinn.

Und gut, dass die Spaniels mich ermahnten, dass es doch bitteschön mal weitergehen sollte. Sonst wĂŒrde ich vermutlich jetzt noch dort stehen und staunen. 😉

Die erste HĂ€lfte des Weges, die insgesamt 13 Kilometer lang sein sollte, tatsĂ€chlich aber – aufgrund fehlender Pfade dann doch 14 Kilometer wurde, war entspannt zu gehen. Etwas bergauf, etwas bergab – auf mehr oder weniger befestigten Wegen. Die kannten wir schon aus unserer Winter-Schnee-Tour.

Kurz vor Kilometer 8 jedoch begaben wir uns auf neues Terrain. Und – ups – es wurde dann etwas anspruchsvoller. Wir gingen zur Hundsley hinauf. Eine Felsformation (klar, wir befinden uns in der Rureifel mit Bundsandsteinfelsen), die etwas versteckt, ĂŒber einen Heidepfad zu erreichen ist und einen tollen Ausblick auf Abenden bietet.

Wir klettern diese Passage hinauf und gönnen uns eine Snackpause (in einer SnackhĂŒtte 😉 ) und genießen einfach die Ruhe und den Ausblick.

Verdient ist verdient!

Eine Pause in einer SnackhĂŒtte mit wunderbarem Ausblick. Und – oh Wunder – mit teilweise noch nicht verblĂŒhter Heide.

 

 

Suri – der Wandersmann, bestimmt, wann es weitergehen kann.

Von nun an geht es erst einmal steil bergab ins Isimutstal. Hier suchen wir einen Weg, der irgendwie nicht mehr da zu sein scheint. Also suchen wir uns – querfeldein einen anderen Zugang, zu einem Weg, den wir vom Tal aus sehen. Das war anstrengend – aber okay. Wir sind ja bereits einiges gewöhnt 😉

 

Und nun kommen wir an den anstrengendsten Teil unserer Tour. Den Aufstieg zum Hondjesberg. Dieser erstreckt sich auf 302-320 Höhenmetern. Allerdings ist der Anstieg von 100 Höhenmetern auf knapp 700 LĂ€ngenmetern zu bewĂ€ltigen. Und das war fĂŒr uns 4 heute hart. Denn, wie gesagt, wir haben schon einige Kilometer in den letzten Tagen absolviert, und die Muskeln sind ein wenig „urlaubsreif“.

Wir erklimmen also – schnaufend – den Berg, bis wir das Ziel, den Felsen des Hondjesberg dann auch erreichen.

Hier wandern wir ĂŒber ein Felsplateau, wiederum in einer wunderschönen Heidelandschaft, mit wundervollem Talblick, den Berg weiter hinauf.

Auf dem höchsten Punkt des Hondjesberg angelegt, haben wir nunmehr nur noch ca. 3 Kilometer zum Ausgangspunkt.

Wir wandern ĂŒber den BergrĂŒcken und gelangen dann auf freies Feld. Hier passieren wir den Klemezstock, auf dem wir im Winter so wundervolle Tiefschneeaufnahmen machen konnten und sehen in der Ferne, dass ich ein Unwetter zusammen braut. Allerdings können wir gelassen sein. Bis dies hier ist, sind wir lĂ€ngst am Auto und fahren gen Heimat.

Es war eine wunderschöne Tour. Vor allem, weil wir gar nicht so wirklich damit gerechnet hĂ€tten, dass es dann doch etwas „alpin“ werden wĂŒrde. Die Highlights fĂŒr uns waren aber sicherlich die Greifvögel, die wir in einer solchen Menge noch nie auf einen „Haufen“ gesehen haben.

Hier die Streckendaten:

 

 

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