Wandern

Die Tomburg im NSG Rheinbach – Urlaubsstart

Endlich ein paar Tage Urlaub… 🙂

Doof bloß, dass pĂŒnktlich das Wetter umschlĂ€gt und die Tendenzen nicht ganz so rosig aussehen. Deshalb dachten wir 4 uns: Starten wir den Urlaub trotzdem urlaubsmĂ€ĂŸig. Nach Feierabend schnell geguckt, was spontan machbar ist, um wenigstens eine kleine Wanderung im Trocknen zu unternehmen.

Die Ruine Tomburg stand eh schon als Ziel auf unserem Merkzettel. Und Rheinbach ist recht schnell zu erreichen. Fix den Rucksack gepackt und um 15.30 h von zu Hause losgefahren.

Es tat so gut – und einmal mehr bin ich mega dankbar, dass ich so wunderbare GefĂ€hrten bei mir habe, die fĂŒr jegliche SpontanitĂ€t zu haben sind.

Alte GemÀuer sind absolut mein Ding. Und die Jungs finden es auch super, zumal, wenn sie sich frei bewegen können, klettern, entdecken, schauen, posieren und so weiter.

Wir starteten eine Tour, die mit ca. 10 Kilometern ausgeschrieben war, haben sie aber – natĂŒrlich 😉 – etwas abgewandelt und liefen dann 12 Kilometer. Sie war leicht zu gehen, was in der DĂ€mmerung von Vorteil ist. Allerdings war es ein schöner Mix aus Pfaden und befestigten Wegen, mit Wasser und mit „etwas fĂŒr’s Auge“. Also perfekt, fĂŒr einen spontanen Ausflug am frĂŒhen Abend.

ZunĂ€chst war ich mir nicht sicher, ob ich die Ruine am Anfang erkunden oder mir das Highlight fĂŒr den Schluss der Tour aufheben sollte. Wir 4 entschlossen uns aber dazu, sie sofort vom Parkplatz aus (Entfernung ca. 800 Meter) gleich am Anfang zu besuchen. Vielleicht nicht so unklug, denn die LichtverhĂ€ltnisse waren ja eh nicht die besten und wenn wir dann 2 oder 3 Stunden spĂ€ter in die DĂ€mmerung kĂ€men, dann wĂ€re mit Fotos gar nichts mehr zu machen.

Also rauf auf den Berg zur Ruine Tomburg, die sehr einsam an einem Donnerstagabend fĂŒr uns bereit stand. Keine Menschenseele dort, was sicherlich am Wochenende völlig anders ist.

Die Ruine der ehemals stolzen Feste steht auf dem 316 Meter hohen Basaltschlot eines lange erloschenen Vulkans. Oben hat man eine großartige Fernsicht ĂŒbers Rheintal und Siebengebirge.

Felsen- und Ruinenklettern sowie Aussichten genießen ist absolut ein Highlight fĂŒr die Wanderkumpels.

Der Tomberg und die Ruine blicken auf eine irre lange Geschichte zurĂŒck. Es bestehen Hinweise, dass bereits in der Römerzeit (um das Jahr 900) dieser Berg als strategischer Ort genutzt wurde.

Hier kann man die Geschichte nachlesen.

Suri hat einen Aussichtspunkt erkommen und blickt Richtung Siebengebirge.

Wir turnen noch neugierig ein wenig um die alten GemÀuerreste herum und stecken unsere Nasen in Felslöcher und bestaunen einen alten tiefen Brunnen.

Ach ja – wir könnten uns vorstellen, auf so einer alten Burg eine zeitlang zu hausen… 😉

Nachdem wir uns hier eine gute Weile umgesehen haben, musste es aber dann weitergehen. Wir tauchten in den Wald des NSG Rheinbach ein und liefen zunĂ€chst auf einem befestigten Weg bergab, der nach 2-3 Kilometern in einen hĂŒbschen, leicht zu laufenden Pfad ĂŒberging. Dieser endete an einer kleinen Waldkapelle.

Ein kleines Kirchlein inmitten eines Kreuzwegs. Es empfĂ€ngt uns mit einem goldenen Strahlenkranz und dem TĂŒrmchen, der die Buchstaben JHS enthĂ€lt. Hier fand das so genannte Rheinbacher Wunder statt. Am 20. Januar 1681 entdeckten Waldarbeiter beim Spalten eines Buchenstammes die Buchstaben JHS. Sie bedeuten ĂŒbersetzt: Jesus, Sohn Gottes, Retter. Der HolzfĂ€ller hat das Holzscheit einige Zeit ĂŒber sein Ehebett gehĂ€ngt. Darauf wurde seine Frau, die seit Jahren schwer krank war, wieder gesund.

(Zitat aus Outdooractive.com)

 

Quer durch den Wald auf einem Wurzelpfad gelangten wir zu einer ersten SnackhĂŒtte. Ich muss nicht erwĂ€hnen, dass es hier eine Kleinigkeit fĂŒr die Jungs zu mampfen gab und natĂŒrlich auch etwas zu trinken. Denn bis dato hatten wir noch keinen Bach gefunden – die Jungs waren extrem durstig.

Das Ă€nderte sich aber im Laufe der Tour. Auf der 2. HĂ€lfte gab es genĂŒgend BĂ€che. Auch Teiche, die aber eher nicht zum Baden und Trinken einluden, da sie doch etwas „tot“ aussahen. Aber die fließenden WasserlĂ€ufe waren schon ideal fĂŒr die Buben.

Auf diesem StĂŒck unserer Wanderung gab es auch immer wieder kleine Stege. Ich finde es immer wieder so witzig, dass Suri diese Balanciererei so extrem toll findet. Egal ob BrĂŒcke oder Steg. Ein Suri ist dann nicht mehr zu halten. <3

Nun fing es richtig an zu dĂ€mmern. Wir marschierten durch den Wald bergauf zu dem höchsten Punkt unserer Tour. 340 Meter – hier stand wieder eine SnackhĂŒtte. Eigentlich kein Grund mehr, 2,5 Kilometer vor dem Ziel noch eine Pause einzulegen. Allerdings begleiteten uns auf diesem Teilabschnitt „unheimliche“ GerĂ€usche. Das Knacken der BĂ€ume durch den aufkommenden Wind. Dazu röhrende Hirsche, die sich uns zwar nicht zeigten, aber wirklich mehr als lautstark signalisierten, dass bald die Brunft richtig losgehen wird. (Vielleicht ist es auch besser so, dass uns kein hormongesteuerter Bock ĂŒber den Weg gelaufen ist… 😉 )

Wir legten also doch noch mal eine Pause ein (klar, mit einem Snack fĂŒr die Jungs und etwas zu trinken fĂŒr mich), um einfach der GerĂ€uschkulisse zuzuhören. Dummerweise habe ich vor lauter Lauschen ganz vergessen, das mit dem Handy aufzunehmen. Schade…. demnĂ€chst denke ich daran.

Nach 2 weiteren Kilometern, wir waren kurz vor unserem Zielpunkt, zeigte sich die Ruine Tomburg nochmals. Jetzt in der DĂ€mmerung und ich war froh, dass wir sie gleich am Anfang unserer Tour „mitgenommen“ haben.

Alles in allem war es eine schöne und gemĂŒtliche Tour. Auch wenn ich eigentlich eher der Morgenstund-Wanderer bin. Aber um diese Jahreszeit kann man sich abends auch sehr gut im Wald aufhalten und derselbe prĂ€sentiert sich abends mit ganz anderen Dingen als in den frĂŒhen Morgenstunden. Von daher war es auch wieder mal etwas Neues fĂŒr uns.

Hier die Streckendaten:

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