Wandern

Letzter offizielle Sommerabend 2017: Die Natur im heimischen Rekultivierungsgebiet

Kaum zu glauben, dass ehemalige Braunkohle-Tagebau-Gebiete einen solchen Charme haben.

Mehrfach habe ich ja schon Touren „rund um Zuhause“ gemacht. Und klar, das „Windtestfeld“ auf der Neurather Höhe ist quasi meine Haus- und Hofrunde. Dennoch zieht es mich immer wieder in die Natur an die Erft und unseren Höhen. Vor allem, wenn ich schnell mal den Kopf frei kriegen möchte und keine Fahrerei haben möchte. Wir laufen solche Wege von Zuhause aus los.

So auch gestern … einfach mal losgestiefelt – den letzten offiziellen Sommerabend richtig genießen.

Immer wieder bin ich bass erstaunt über die Vielfalt der Natur, die sich vor unserer Haustüre offenbart.

Es lohnt sich immer wieder, simpel von der Haustür aus loszugehen. 🙂

Los geht es – wie immer – ein Stück entlang unseres täglichen Spaziergangs. Hier kenne ich die Ecken und weiß auch, wo sich das Wild aufhält. Demnach kann ich hier sehr gut auch die Spaniels zunächst freilaufen lassen. Ab einer gewissen Stelle wird es dann extrem wildreich. Ab hier müssen sie dann an die „Kette“. Dies finden sie – so zumindest mein Eindruck – nicht wirklich dramatisch, denn zu schnüffeln gibt es genug.

Wir tauchen in den „Wald ein“. Auf einem Pfad bergab geht es in ein wunderschönes (extrem wildreiches) Gebiet zur Erft hinunter.

Aus dem Wald heraus, zeigen sich die schönen Erftauen.

Um diese Jahreszeit kann man schon den Herbst hier und da entdecken. Langsam färben sich die Blätter.

Wir wandern ein ein paar Kilometer an der Erft entlang. Wieder auf einem kleinen Pfad (unser Lieblingsweg hier), der durch die spätsommerliche Abendsonne wirklich wie aus einem Märchenbuch aussieht.

Wir verlassen die Erft und gehen wieder Richtung Neurath, dort, wo die Energie dem Hammer kreisen lässt. RWE lässt grüßen. Jedoch – man sieht es lediglich an ein paar Wolken, die am Horizont aufsteigen und später im Verlauf der Wanderung an den unzähligen Windrädern.

 

Auf dem Weg bis hier hin haben wir schon wieder Unzähliges entdeckt. Ob Sanddorn, Hagebutte oder Wildkräuter, ebenso urwaldartige Landschaften.

Es ist kaum zu glauben, dass wir uns hier im ehemaligen Tagebau Neurath (Grube Rheingold) befinden. Es beruhigt sehr, dass sich die Natur einfach nicht unterkriegen lässt und Stück für Stück ihr Areal zurück erobert!

 
Die Natur hat einiges zu bieten. Niemals zuvor ist es mir so bewusst geworden, wie in diesem Sommer.

Auf meinen Wanderungen habe ich schon einiges Wild entdecken können. Aber in der Ausprägung wie hier – zu Hause – habe ich es noch nie beobachten können.

 

  
Die Ricke entdeckten wir, kurz bevor wir wieder auf die Neurather (Frimmersdorfer) Höhe hochgingen. Sie war mit ihrem Kitz an einem Teich des RWE-Werkes.

Der Bussard befand sich einen halben Kilometer weiter. Fantastisch.

Seit 6 Jahren erkunden wir die Umgebung hier. Und jedes Mal entdecken wir etwas ganz Neues. Hier eine schmale Brücke über einen Bach, die uns wieder auf die Anhöhe bringen wird. Dieses Wild-Verwachsene, Urwaldgleiche – das war wirklich der Hammer!

Alsbald erreichten wir wieder „unser“ Windtestfeld“. Im Sonnenuntergang haben dann die eigentlich nicht soooo schönen Seiten der Energie wiederum ihren ganz eigenen Charme.

Fazit: In der heimatlichen Umgebung finden sich immer wieder neue Aha-Effekte. Ich weiß, dass Viele die Nase rümpfen und mir sagen: Ne – DA wohnst Du? Das ist ja schrecklich. Ich finde es nicht schrecklich. Auch wenn ich zu vielen Dingen eine etwas gespaltene Meinung habe – aber DAS gehört zu unserem Zuhause halt dazu. Wo Schatten ist, ist auch Licht: Und wir werden hier mit ziemlich viel wundervoller Natur belohnt.

Die obligatorischen Streckendaten hier:

 

 

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