Wandern

Meroder Wald (Rureifel) auf schönen Pfaden von Spich über die Laufenburg zur Karlsburg

Was tun, sprach Zeus? Wenn man unbedingt touren möchte aber das Wetter doch sehr unbeständig ist?

Ich kramte in meinem Gedächtnis und kam auf die Idee, nochmal im Meroder Wald in der Rureifel zu laufen. Das sind 35 Minuten von hier. Falsch kann man nichts machen. Ende April 2016 bin ich da schon mal gelaufen, war teilweise angetan und teilweise enttäuscht, weil ich irgendwie einige doofe Wege auf der damaligen Strecke hatte.

Dieses mal hat es zu 100 Prozent gepasst. War das eine rundherum tolle Tour!

Wir warteten den großen Regen noch ab und starteten – für uns ungewöhnlich spät – gegen 13.30 h in Spich. Der Plan war – auf Pfaden zur Laufenburg und von dort aus dann weiter zur Ruine Karlsburg.

Es hat sich voll gelohnt.
1. das Wetter spielte mit. Anfangs ganz leichter Nieselregen, dann bewölkt, angenehme Temperaturen und ab da auch trocken von oben.
2. das in einer Kombination von super Pfaden (okay – am Anfang war es auch ein wenig Survival 😉 ), zum Erholen auch mal ein paar leicht zu laufende Wege und – vor allem – alte Gemäuer. Ich liebe das!

Dazu genügend Wasser in Form von Bächen und Waldseen – damit die Jungs auch bei Laune bleiben 🙂 Wunderbar.

Der Beginn der Tour war easy. Auf einem ausgebauten Wanderweg ging es zunächst unspektakulär los. Wie schon 2016 trat aber ein Bach so über die Ufer, dass dieser so toll ausgebaute Weg super überschwemmt war. Damit waren die Jungs schon mal eingestimmt. So was stimmt sie happy.

Ziemlich bald verließen wir aber die ausgeschilderten Wanderwege, um uns der Route zu widmen, die ich zusammengestellt habe. Dabei ging es zunächst erst einmal quer durch den Wald. Hier war wohl mal irgendwann ein Weg gewesen. Man konnte es aber nur erahnen 😉 .

Ziemlich anstrengend und sicherlich nicht schön, wenn es dann über 17 Kilometer so weitergegangen wäre. Ging es aber nicht. Zum Einstieg aber für 2 Kilometer „Survival“ zu touren, dass macht schon extrem Spaß. Vor allem, wenn die Hunde dann mit einem super Waldsee belohnt werden.

Zum Relaxen stießen wir auf einen breiten und befestigten Wanderweg. Nicht spannend, aber zum Durchschnaufen ganz okay. Hier waren es noch 2,5 Kilometer bis zur Laufenburg zu gehen, die wir auch schon 2016 (damals noch ohne Suri) passiert haben.

Dieses mal liefen wir aber nicht drum herum, sondern mittendurch. Allerdings, ohne einen Abstecher zu machen, denn dort war heute irgend eine Feierlichkeit. Da war Spaß, Stimmung und Radau angesagt. Wir zogen es vor, von der Laufenburg einen wunderschönen aber steilen Pfad abwärts zu gehen- nun mit dem Ziel – irgendwann auf die Ruine Karlsberg zu treffen.

„Gründung wohl im 12. Jh. durch die Grafen von Limburg; 14-15. Jh.; Ruine seit dem 17. Jh., Ausbau zum Forsthaus 1. H. 19. Jh.; 1895 ff.; Höhenburg (Abschnittsburg) auf längsrechteckigem Grundriss; Bruchstein; 3 runde Ecktürme. 1 halbrunder Eckturm, 1 Schalenturm in Mauermitte; Kronen der Nebenmauern und Zinnenkränze um 1895 erneuert, Torvergrößerung und Bauten im Hof nach 1895; Mauerwerk und Innenteilung der Türme weitgehend original.“

Quelle: Wikipedia

Die Laufenburg

  Wir passierten die Laufenburg, ohne sie noch genauer in Augenschein zu nehmen.

Und liefen auf einem schönen Weg bergab.

Wie bereits erwähnt – Wasser gab es genug. Bevor wir die Ortschaft Heistern für ein kleines Stück durchlaufen sollten, gab es die Gelegenheit, ausgiebig zu baden.

Danach erfolgte ein Anstieg bis wir Heistern erreichten. Nur ein paar Meter mussten wir durch den Ort, um dann sofort wieder in den Wald zu gelangen. Von hier aus hielten wir uns in Richtung „Kammerbusch“. Einen Landschaftsgarten, der von einer engagierten Familie nach dem Krieg liebevoll angelegt wurde. Dies auch – um an die Kriegszeiten und an die zerstörte Karlsburg zu erinnern.

Von daher trafen wir, bevor wir die Burgruine Karlsburg erreichten, auf Pflanzen, die nicht typisch für einen Eifelwald sind, aber auch auf einen kleinen Tempel (Hagartempel) und eine Kapelle im Kammerbusch. Das alles – bevor wir dann die Überreste der Karlsburg betrachten durften. Dieses Stück war wunderschön!

Der Landschaftsgarten Kammerbusch ist ein 50 ha kleines Waldgebiet bei Langerwehe-Heistern. Ab 1851 legte dort die Familie Schleicher Wege an, platzierte Skulpturen und einige Zierbauten: Karlsburg, St. Anna-Kapelle, Hülsenbergkapelle, Luluturm, Kaiser-Wilhelm-Statue, Bismarckdenkmal, Moltkedenkmal, Grotte, Triumphbogen und Hagartempel. Quelle: Wikipedia

 

Der Weg zum Kammerbusch

 

Keine typischen Waldgewächse

   
 

Der Hagartempel.

Ein wirklich schönes Stück Weg im Kammerbusch…

 

…bis zur Kapelle kurz vor der Karlsburg.

Von hier war es nur noch 3 Minuten bis dorthin.

Wir erreichten also die Ruine der Karlsburg, von der wahrlich nicht mehr viel übrig geblieben ist, seit der Zerstörung im 2. Weltkrieg.

Zu sehen ist hier zunächst nur die Außenmauer des Rittersaals.

Aber da ich einfach alte Gemäuer liebe, bin ich nicht enttäuscht, weil nicht zu viel übrig geblieben ist, sondern staune – und versuche es, mich in die vergangenen Zeiten zurück zu versetzen.

Die Karlsburg ist 1850 errichtet worden. Leider ist nur annähernd erhalten der Rittersaal.

 

 

   
   
   

 

 

Hier machten wir dann auch eine etwas längere Pause. Ich nutzte es zum Fotografieren, Laurin – wie man unschwer erkennen kann – natürlich zum Buddeln und Graben.

Von hier aus ging es in einem Bogen durch den Kammerbusch zurück, wobei wir einen wunderschönen Teich und herrlich Vegetation stießen.

Jetzt hieß es – Rückweg antreten. Hier wechselten sich einfache Wege und wunderschöne Pfade ab. Pfade, die – wie es so üblich ist – nun auch durch MTB benutzt werden. Aber im Gegensatz zu anderen Eifel-Gebieten – wirklich nicht störend. Diese Pfade sind NICHT festgefahren durch MTB-Reifen (dazu scheint dieses Gebiete nicht attraktiv´genug zu sein 😉 ). Sie lassen sich herrlich laufen und machen richtig, richtig Spaß.

Auf diesem Abschnitt begegeneten wir auch noch – sehr zu meiner Freude – einigem Wild. Neben Rehen auch ein paar Füchse. Leider war es zu bedeckt, als dass es hier zu hätte gute Bilder geben können. Und ja – zu Suris Freude gab es auf dem Rückweg sogar noch eine Snackhütte. (Ich versichere hier: Es hat sich für ihn gelohnt, diese aufzusuchen 😉 )

 

Hier die Tour 2016

Keine Route das ergibt 16,5 Kilometer 😉

Nach 17,4 Kilometer sind wir wieder glücklich und super zufrieden mit einer wunderbaren Tour mehr im Gepäck, am Ausgangspunkt gelandet.

Hier die obligatorischen Streckendaten:

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