Obedience

Nixtun … manchmal vielleicht eine gute Entscheidung (und … Fußarbeit macht Spaß :-) )

Mensch. In den letzten Wochen kamen sooo viele Dinge zusammen. Erst keinen Antrieb und Null-Motivation, dann gesundheitsbedingte Auszeit. So wirklich habe ich für Obedience lange nichts getan.

Und nun habe ich – vor einer erneuten Zwangspause – mal einen Tag genutzt, um zu sehen, wo wir denn stehen in Sachen Fußarbeit.

Um es vorweg zu nehmen: Ich glaube, dass Nichtstun manchmal mehr hilft als schadet …

Kurz und knapp:

Bei Caps hatte ich ja irgendwann im Winter überlegt, wie ich denn diesen Seemansgang wegbekomme. Es ist einfach so, wenn er im Passgang läuft, dass er irgendwann so ins Schwanken gerät, dass eine korrekt Fußarbeit nicht mehr möglich ist. Ihm fehlt es dann an Spannung und dann „eiern“ wir beide so daher. Aber ich kann auch nicht immer mit 180 Sachen rasen, damit er trabt. (Um es vorweg zu nehmen, Capper ist gesund und kann durchaus traben… 😉 .

Bei Rinchen lag, wenn wir etwas gemacht haben, alles nur auf Anti-Stress-Training. Die Ergebnisse nach wirklich längerer Pause haben mich selber überrascht und ich bin froh über die Videos, die ich mir dann mal in aller Ruhe ansehen konnte.

Die Ideen zu Caps Fußarbeit

Neben Cavalettiarbeit, die wir ja schon seit gut 3 Jahren betreiben, musste ich mir etwas einfallen lassen, damit er sich selber wieder trägt. Das Faulbärdasein sollte einfach ein Ende haben.

So fing ich – vor der großen Pause – mit folgenden Dingen an:

  • Weg vom Bein. Kein Oberschenkelstütze mehr, kein Zusammenprellen beim Seemannsgang.
  • Langsam gehen, um das Bewusstsein für die Füße zu fördern, daraus immer wieder Rückwärtsgehen (quasi Schaukel vor und zurück), um noch mehr Fokus auf die Hinterhand zu bekommen.
  • Hüpfen lassen, damit die Vorderhand „frei“ wird und das Gewicht ein wenig mehr auf die Hinterhand verlagert wird.
  • Schrittchenweise in ganz kleinen Sequenzen aus dem Hüpfen oder gaaaanz langsamen Tempo mal „Antreten“ lassen.

Das ist der Stand der Dinge. Das Video zeigt eine Sequenz „Laufen unter der Hand“, eine Sequenz UK-Fußarbeit und eine Sequenz FCI-Fußarbeit, die ich schon seit über einem Jahr gar nicht mehr geübt habe. Und um so erstaunter bin ich, dass die Position einfach prima geworden ist und es sich absolut toll anfühlt.

Status der Fußarbeit vom Rinchen

Rinchen tat die Pause nochmal mehr gut. Ich war ja schon Ende des vergangene Jahres so glücklich, dass er sehr sehr leise geworden ist. Hier wurde mir so bewusst, dass, seit ich auf UK-Obi umgestiegen bin, die Handhaltung für ihn ein „sicherer“ Anker wurde. Plötzlich wusste er genau, wo seine Position ist und von da an ging es eigentlich nur bergauf. Lediglich das enge laufen, was im UK-Obi ja absolut gefordert ist, war noch eine kleine Herausforderung. Nicht, dass er wirklich weit weg war vom Bein. Aber im UK stehen die Aktien doch noch ein wenig anders.

Im Training hatte ich dann begonnen, das selbstständige Heranschieben in die enge Position, zu forcieren und zu verstärken. Und dann kam die große Pause … und dann … seht einfach selber….

Auch wenn mein Zauberjunge auch etwas „vielseitig“ interessiert war stellenweise – es fühlte sich wirklich toll an und ich merkte so genau, wie er sein Kopf an meinen Oberschenkel lehnte. Hätte er schnurren können – ich glaube fast, er hätte es getan. 🙂

Mein Fazit: Kein schlechtes Gewissen, wenn man sich mal eine längere Auszeit gönnt. Egal ob es daran liegt, dass man in einem Motivationslocch verweilt oder der Doktor einem eine Schonzeit verpasst. Alles egal. Faulsein kann auch mal nützlich sein!

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