Suri - pequeño hombre español

Heute – vor einem Jahr…

Suri, unser pequeño hombre español!

Vor einem Jahr stieg ich in den Flieger und lernte Dich am späten Nachmittag in Malaga kennen. Irgendwie war es ein Trip ins Ungewisse. Denn wir hatten uns nie zuvor gesehen. Würde ich mit Dir zurück kommen oder mit einer leeren Flugbox? Ich wusste es nicht, als ich mittags, vor dem Flug, in Eindhoven am Flughafen auf den Abflug warte. Nein – ich wusste es nicht. Aber ich habe gehofft, dass wir uns mögen würden.

Du bist mitgekommen. Du hast unser Leben, meines und das der Spaniel-Typen, so sehr bereichert. Du bist ein Glückbringer, ein Sunny-Boy – einfach ein großes Wunder.

Ein Jahr  – ein Jahr, in dem unendlich viel passiert ist, sich so viel geändert hat. Danke, dass Du da bist!

Ich wusste nicht, was heute los war. So viel hatte ich erlebt. Einen fremden Menschen vom Flughafen abgeholt. Niemals zuvor habe ich einen Flughafen betreten in meinem kurzen Leben. Nachts war ich dann mit der fremden Frau in einem fremden Zimmer. Es war heiß. Aber ich habe immer wieder Kontakt zu ihr gesucht. Ich fand sie nett und mir war schon etwas mulmig. War ein anstrengender Tag. Ich habe bei fast 40 Grad Temperatur nachts mit meinem neuen Frauchen zusammen auf den kühlen Fliesen gelegen. Sie hat mich beruhigt und gestreichelt. Ich wusste wirklich nicht, was nun passieren würde.

Von der erste Minute, als ich Dich sah, das war am Flughafen, war mir klar: Du kommst mit. Mein Gott, warst Du tapfer. Ein kleines Fellbündel, so unendlich lieb und so müde. Mein Herz hattest Du sofort erobert.

Ich wusste, dass Du leichte Behinderungen hast. Aber das war mir egal. Egal was auf uns zukommen würde – fest stand, dass Du am nächsten Morgen mit mir nach Hause fliegen würdest.

22. Juli 2016 ,  23. Juli 2016, 24. Juli 2016 (Die Blogs über den Flug, das Kennenlernen, der erste Tag)

Die Bilder zeigen Deine Entwicklung. Links das Bild war am Tag Deiner Ankunft. Krumm und schief standest Du. Das mittlere Bild zeigt Dich eine Woche nach der Ankunft. Das Fell musste noch einmal runter. 18 Kilo hattest Du nur. Haut und Knochen und keine Muskeln. Ein Jahr später siehst Du nun so aus, wie auf dem Bild rechts. 28 Kilo und wirklich ein „ganzer Kerl“. Mannomann – was für eine Veränderung. Ich bin stolz auf Dich!

Mensch Leute, ich habe in dem Jahr soviel erlebt. Ich bin ein Wunder-Suri und habe ein Motto: Das Leben ist wunderschön!

Ich habe Kumpels, die Spaniel-Typen und viel Berufe. Denn ich bin ein Schmuse-Suri, ein Wach-Suri, ein Suri intelligente, ein Wander-Suri, ein Glücks-Suri, ein Wasser-Suri, ein Urlaubs-Suri, ein Sport-Suri und machmal auch ein Dickkopf-Suri.

So viele Berufe sind schon echt anstrengend. Aber ich habe ein gemütliches Zuhause, eine tolle Kudde, darf mit ins Bettchen und mein Essen schmeckt mir immer super gut. Von daher geht’s mir echt prima. 🙂

Anfangs hatte ich Sorgen. Was wird aus den Behinderungen? Wünschte mir, er würde irgendwann einmal mit uns richtig spazieren gehen können. An Wanderungen habe ich damals noch gar nicht gedacht mit ihm. Ich wünschte mir einfach nur, er könne mal mit uns so 1-2 Stunden locker spazieren gehen. Daraus ist ja nun deutlich mehr geworden. Seine Stabilität wurde immer besser. Kippte er anfangs schlicht aus den Latschen, wenn er im Galopp eine große Kurve lief, dreht er heute quasi auf dem Teller. Voll-Speed, Stopp, Spinn und weiter… Wahnsinn!

Die bösen Bemerkungen, die ich zu hören bekam am Anfang: „Was willst Du denn mit dem Krüppel?“, die tönen heute noch in meinen Ohren und machen mich noch immer betroffen. Dennoch – mein kleiner spanischer Mann mag zwar behindert sein, aber er lebt sein fröhliches Leben, ist selbstbewusst, hat sein Herz am rechten Fleck. – Glücks-Suri!

Mein Gottchen, war ich mit 11-Monaten noch klein. Die Flugbox fand ich damals echt doof. Aber ich habe das gut gemanagt. Und dann hatte ich kurze Zeit später einen eigenen großen Garten, in dem ich mir die Füße vertreten konnte. Natürlich habe ich den Garten immer noch. Aber nun bin ich ja schon ein großer Suri, auch wenn mich Frauchen immer noch „pequeño“ nennt.

Der kleine Butzelbär. So viel Junghundepelz um seinen kleinen Körper.

So zutraulich, so brav und – er verstand es sofort, den Spaniels mitzuteilen, dass er einfach nur der kleine Mann sein wollte.

Und an vielen Stellen eben arg verfilzt, dass eine Schur noch einmal notwendig wurde.

Nach der Schur konnte er dann wieder sitzen. Da war die Hose wohl etwas eng geworden.

Ich bin ein Clown und habe immer gute Laune. Die ist echt ansteckend. Mein Frauchen lacht immer, wenn sie mich sieht und die Spaniel-Kumpels sind auch super gut drauf, wenn ich was von ihnen möchte. Also spielen oder sie als Kopfkissen missbrauchen. Machen die alles mit, weil ich einfach ein toller Typ bin.

Der Suri-Man hat viel gelernt. Mit Schirm, Charme und Melone haben wir gemeinsam viele Dinge gemeistert. Muskelaufbau, Treppen gehen, zu hören, wenn gerufen wird. Darüber hinaus ist er so unendlich brav. Lässt sich super bürsten, lernt schnell und ist für alle Dinge offen. Kompatibel ist er mit allen 2- und 4-Beinern. Es ist nichts, aber auch gar nichts Unfreundliches an diesem Buben.

Ich bin voll der Haushund. 🙂 Und ein solcher muss einfach auch mal richtig abchillen. Das tue ich sehr gerne, denn – wie schon erwähnt – habe ich ja viele anstrengende Jobs hier.

Der Suri-Man ist mitten drin, aber nie aufdringlich. Ach – ich habe ihn einfach lieb.

Suri, der Zerstörer – Suri, el destructor

Keine einfache Sache war es, Suri davon zu überzeugen, dass es Dinge gibt, die er besser in Ruhe lassen sollte.

So manches Sachen hat er bearbeitet. Meinerseits sind auch einige Tränen geflossen. Aber ich habe wieder gelernt – wie bei jedem Junghund – ORDNUNG ist das halbe Leben … 😉

 

Dieser Schuh steht stellvertretend für den ganzen Unsinn, den ich gemacht habe. Schuhe, Bücher und zerbissene Ventilatorkabel sind sicherlich noch die „günstigsten“ Varianten gewesen 😉

Aber dann hatte Frauchen eine tolle Idee. Sie bastelte Suri-Rollen. Dicke Papprollen, gefüllt mit Zeitungspapier und irgendetwas Leckeres zum Knabbern drin versteckt.

Seit dem brauche ich keine anderen Dinge mehr.

 

 Urlaubs-Suri, Suri en vacaciones!

Hey Leute, Urlaub ist toll. Wir haben ein eigenes Zelt und es ist so spannend, wenn man alles von draußen so dicht an sich dran hat. Richtig toll ist die Urlaubszeit!

Der Wander-Suri, Suri excursionistas

Hat doch anfangs niemand so recht daran geglaubt, dass ich mal so richtig und echt mit zum Wandern gehen kann. Ha, ha…. ich habe ja trainiert, meine Muskeln gestärkt und viel an meiner Koordination getan.

Die erste Wanderung habe ich 5 Wochen nach meinem Einzug gemacht. Wanderung … na ja … es waren 5 Kilometer. Da war ich dann aber auch echt ko. Das weiß ich noch. Heute kann ich auch bis zu 20 Kilometer gut mitgehen. Und eben nicht nur so pimpelige leichte Wege. Nein, nein … ich kann auch klettern und bergsteigen, ich kann reißende Flüsse durchwaten und mutig über Brücken marschieren. 

Ich bin schon ein echter harter Kerl geworden. Ich finde mich extrem fit. Bin eben ein Muskel-Suri geworden.

Es ist kaum zu glauben, dass sich mehr als nur ein Wunsch erfüllte. Nicht nur längere Spaziergänge sind möglich geworden. Suri geht regelmäßig mit uns wandern. Meistens in der Eifel oder im Burgwald. Ich habe gestern extra noch einmal nachgesehen: Suri ist- seit er mit wandert, sage und schreibe

651, 5 Kilometer

mit uns getourt. Das sind reine Wander-Kilometer, nicht einberechnet die täglichen Spaziergänge.

Weihnachten

Zu meinem ersten Weihnachten zu Hause habe ich ein tolles Spielzeug bekommen. Hat nur leider nicht lange überlebt 😉 Trotzdem war es wirklich toll, ein Papierpäckchen auszupacken. 

Der erste Schnee

Wow, Leute. Dieses weiße Zeug ist extrem super, sage ich Euch. Schade, dass ich das nicht das ganze Jahr über haben kann.

War es schon herzzerreißend schön, wie Suri sich über Regen und Pfützen gefreut hat. Er sprang und hüpfte vor Freude, wie ein kleines Kind. Aber das Highlight für ihn war definitiv der erste Schnee.

Cleverer Sport-Suri, Suri deportes intelligente

Das ist immer wieder herrlich, wenn ich – ich alleine – mit Frauchen lustige Dinge mache. Und sie ist immer mega stolz auf mich, weil ich so clever bin. 

Der Bub ist an allem interessiert. Mit keinerlei Ambitionen auf Wettkämpfe oder ähnlichem, fördere ich so seine Beweglichkeit, seine Koordination und er tut etwas für’s Köpfchen. Er ist so leidenschaftlich dabei, allerdings zu seinen eigenen Konditionen. 😉 Typisch Bobtail halt.

Ein Pfundskerl und ein guter Kumpel

Ich selber finde ja, dass ich ausgesprochen nett zu anderen bin. Aber ehrlich, ich liebe alle Lebewesen. Ob Mensch, ob Hund, ob Katze oder Wild … ich bin echt ein freundlicher Typ. Manchmal muss mich Frauchen dann an die Leine nehmen, weil sie sagt, ich bin manchmal zuuuuu freundlich. Hä???? Wie kann man zu freundlich sein? Verstehe ich nun wirklich nicht… **grübel***

Seit Suri eingezogen ist, ist die Lage hier wirklich mehr als entspannt. Irgendwie hat der Bobtail in unserem Hause gefehlt. Laurin und Capper haben ihn absolut adoptiert. Er darf mit ihnen fast alles machen. Die 3 sind ein gutes Team geworden. Ich bin darüber so glücklich und dankbar. Denn – das weiß man halt: Es geht nicht immer so extrem harmonisch ab, wie es in unserem Fall war.

Der Wasser-Suri

Und noch was, Leute! Wasser, Wasser ist fast so toll wie Schnee. Ich schwimme zwar nicht, aaaaber – im Wasser toben, laufen, hüfpen, spielen … herrlich, sage ich. Herrlich!

Wir haben ja auch einen eigenen Gartenteich. Auch da war ich schon drin. Da hat Frauchen fast einen Herzkasper bekommen. Aber ich habe alles im Griff.

Ein Jahr ist der Bub nun bei uns. Und ich wünsche mir, lieber Suri, dass noch ganz ganz viele weitere Jahre folgen! Du bist einfach ein Goldschatz für uns alle. Für Laurin und Capper bist Du irgendwie der ausgleichende Pool, für mich bist Du der Glücks-Suri.

Und mit der Hilfe einiger helfenden Hände, die Dich so lieb betreuen, wenn mal etwas mit Dir ist, bin ich sicher, dass wir gemeinsam noch viele schöne Momente erleben dürfen.

Suri, unser pequeño hombre español!

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