Wandern

Hemmingwaytrail – und wie aus einer kleineren eine doch große Tour wurde…

Um Laurins gezogene Kralle, bzw. den Zehstumpf nicht übermäßig zu beanspruchen, wählten wir uns heute eine einfach zu gehende Tour aus, bei der wir sicherstellen konnten, dass keine Kletterkapriolen oder extrem felsige Passagen vorhanden sind.

Den Hemmingwaytrail im Hürtgenwald hatte ich schon länger auf der Liste. Eine einfach zu gehende „historische“ Route, ca. 14 Kilometer lang. Passt!

Mit Ines und den Jungs trafen wir uns um 8 Uhr auf dem Wanderparkplatz und marschierten mal wieder als 7-Zwerge-Team los. Vom den Wetterbedingungen war es okay, wenn auch hinterher etwas drückend.

Mir war schon klar, dass es wieder keine WOW-Tour werden würde, aber schön war sie trotzdem. Auch wenn wir von den historischen Relikten nun wirklich so gar nichts – außer ein altes Wegkreuz – gesehen haben. Die Tourbeschreibung verspricht hier mehr, als es eigentlich ist.

Dies ist einer von 9 Wander-Rundwegen zur Schlacht im Hürtgenwald. Hier sind noch Spuren aus dem 2.Weltkrieg erkennbar. Die Schlacht im Hürtgenwald zählt zu den stark bekämpften Gebieten zwischen Amerikaner und Deutschen im 2.Weltkrieg.

Das tat aber unserem Wanderspaß keinen Abbruch – und außerdem wurden aus 14 Kilometern 18,3 Kilometer. Weil … ja weil wir noch den Bibern (die Tour sind wir Silvester 2016 gegangen), noch einen Besuch abstatteten und wir dann außerdem noch ein paar Verirrungen hatten, weil der Weg irgendwie anders war, als unser GPS es zeigte. Schön war’s aber wirklich.

Suri-Man war höchst erfreut, dass er – zumindest auf den ersten Metern dieser Tour – einen freilaufenden Wanderkumpanen hatte. Mit dem fliegenden Flokati Paul düste er – mit mächtig viel Spaß in den Backen – erst einmal durch die Gegend.

Der größte Teil der Strecke führte über recht befestigte Wege, also wirklich sehr einfach zu gehen. Sanft bergab am Anfang und dann immer mal wieder sanft bergauf-bergab-berauf-bergab.

Sehr zur Freude unserer 5 Hundebuben gab es auch wirklich relativ viel Wasser. Kleine oder auch größere Bachläufe, die zwar nicht so viel Wasser führten aufgrund der Trockenheit – aber immer noch genügend, um sich abzukühlen und den Durst zu stillen.

Ganz untypisch für Ines und mich (ich denke, geschuldet der wirklich nicht anstrengenden Wege) unterhielten wir uns dieses mal wirklich viel. Also eigentlich eher Spaziergang als Wandern. 😉 . Dadurch haben wir aber die eine oder andere Weggabelung mal verpasst oder waren unaufmerksam. So kommt man dann auch auf Kilometer **lach**. 😉

Da wir auch die Biberroute kreuzten, statten wir den Bibern natürlich auch einen Besuch ab.

Wen wundert’s, dass sich niemand aus der Biberfamilie hat blicken lassen, bei den Krawallschachteln (Laurin und Paul), die Pausen einfach ätzend finden. 😉

Aber man konnte wieder einmal die Werke der Biber bestaunen. Aus kleinen Bächen bauen sie Teiche (nein – meine Jungs durften lediglich gucken, nicht schwimmen!). Die Biberdämme sind beeindruckend. Und die beeindruckenden Nagearbeiten sieht man an den toll gefällten Bäumen.

  Leider war es morgens noch sehr bedeckt, so dass die Fotos nicht wirklich gut wurden.

Auch wenn die Wege – für einen Naturwanderer – eher langweilig waren, weil sie eben so befestigt sind – die Natur drumherum war schon toll. Sattes Grün und Bäche – und nicht zu vergessen, die Ruhe. Denn trotz langem Wochenende, war so gut wie niemand unterwegs. Gähnende Leere!

Unsere Wanderung plätscherte also easy-peasy dahin. Suri immer hübsch von Spanieln eingerahmt. So fühlt sich das Männelein echt prima!

Gegen 10 fing es dann an, leicht schwül zu werden. Obwohl die Temperaturen immer noch unter 20 Grad lagen – die Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit der sich durch die Wolken kämpfende Sonne – taten einiges dazu.

Ca. gegen 11 Uhr entdeckte Suri dann eine Snackhütte. Hier machten wir Pause.

Erwähnen muss ich nicht extra, dass die gute Ines wieder kulinarische Highlights zum Frühstück mitgeschleppt hatte. Hammer!

Während wir also schmausten (klaro, die 5 Jungs bekamen auch einen Snack und ganz klar – Wasser).

… musste einer halt rumspinnen.

Dieses mal war es nicht Laurin sondern Cooper übernahm diesen Part. Er hatte eindeutig beschlossen, dass Laub nicht in den Wald und schon gar nicht an eine Snackhütte gehört.

Also während wir pausierten, ackerte Cooper-Männelein hart… 🙂

  Nach unserer Pause ging es dann über den einzigen „Wurzelpfad“ auf dieser Strecke in die 2. Hälfte der Tour.

Selbstverständlich sichtete Suri dann auch wieder eine weitere Snackhütte – verschwand dahin und bestand hier auf ein Zweitfrühstück.

 

(der Cooper)

Endlich kam wieder, das von den Hunden das lang ersehnte Wasser. Während ich auf einer Brücke Stand, tobten die 5 Jungs durch das kühle Nass.

(der Caps)

 

Und dann kam eine Stelle, bei der mir klar wurde, dass der „Verfasser“ dieser Route wohl vergessen hatte zu erwähnen, dass seine Strecke über Wiesen führt, die – nun ja – wie soll man’s sagen – nicht permanent für Wanderer gemäht werden. Das war schon mühsam, sich durch das hohe Gras zu kämpfen. (Vor allem mein Heuschnupfen hatte hier deutlich Spaß!)

Wir kämpften uns dann also mal durch hüfthohe Wiesen. Die Jungs hatten richtig Freude. Ines und ich kämpften als 2-Beiner deutlich mehr. Und … es wurde zunehmend drückender.

Alles in allem hat uns die Tour viel Spaß gemacht. Nach einigen Irrläufern erreichten wir – wie schon erwähnt, nach etwas über 18 Kilometern wieder den Ausgangspunkt.

Fazit: Die Schwierigkeit auf dieser Wanderung war sicherlich das schwüle Wetter. Die nicht geplanten Mehr-Kilometer haben darüber hinaus dazu beigetragen, dass wir dann ganz gut k.o. waren. Es ist keine Tour, die ich mir persönlich aussuchen würde, wenn es keine Gründe (z.B. Laurins defekte Kralle) gäbe. Aber so – zum abchillen und Spaß haben ist sie sicherlich empfehlenswert.

Die obligatorischen Streckendaten gibt’s wie immer hier…

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