Wandern

Auf 12 Pfoten durch den Burgwald und den Kellerwald … (+ 2 Füße…)

Unsere Auszeit haben wir genutzt, um neben kleinen Spaziergängen auch ein paar Wandertouren zu machen.

Knebelsrod (Burgwald)

Am 1. Juni beschlossen wir, den Knebelsrod, die höchste Erhebung im Norden des Burgwaldes zu erlaufen. Bei herrlichem Wetter, obwohl es nur 18 Grad waren am frühen morgen, wurde uns ziemlich heiß auf den 13,5 Kilometern. In dieser Ecke gibt es auch keinerlei Flüsschen oder Bäche, so dass ich froh war, entsprechend viel Wasservorrat für die Jungs im Rucksack zu haben.

   

Früh am morgen stiefelten wir 4 also, auf herrlichen Waldwegen und über kleine Anhöhen mit herrlicher Aussicht Richtung Knebelsrod los.

   Nach etwas über einer Stunde erreichten wir dann den Knebelsrod. Die Jungs machten sich über das mitgebrachte Wasser her und ruhten sich aus, während ich zunächst einmal die Aussicht genoss.
   Wieder einmal konnten wir einiges an Wild beobachten. Ein paar Rehe passierte in einer Entfernung von ca. 200 Metern den Weg. Aber auch Bussarde in der Luft und einen Fuchs konnten wir ausmachen. Allerdings war ich mit der Kamera nicht immer schnell genug 😉 .

 

Suri-Man forderte ab und an seine Pausen ein, die er auch bekam. Denn auch wenn seine Unterwolle rausgekämmt ist, ist es bei dem Fell schon mächtig warm. Also wurden auf dieser Tour ein paar Pausen mehr eingelegt.

Eigentlich ganz praktisch, denn auf diesem Pausen hat man wirklich genug Gelegenheit, die Dinge um sich rum auf sich wirken zu lassen.

Fazit: Eine sehr schöne Tour, die auch vom Alpenverein beschrieben wurde. Wir haben sie insofern abgewandelt, als dass wir den Startpunkt nicht vom Wanderparkplatz gewählt haben, sondern direkt von unserem Zelt aus losgezogen sind. Deshalb haben wir auch 3 Kilometer mehr auf dem Tacho, als die Tour eigentlich ausgeschrieben ist.

Hier die Streckendaten:

Urwaldsteig am Edersee (Kellerwald)

Meine Empfehlung: Wenn jemand gerne wandert und in der Nähe vom Edersee ist, der MUSS einfach eine Etappe des Urwaldsteigs laufen! Der Urwaldsteig hat eine Länge von weit über 40 Kilometer, die man aber hervorragend in Etappen laufen kann. (Wir haben ja nur einen winzig kleinen Teil davon erlaufen – ABER: Wir kommen wieder!)

Für mich eine besondere Tour, da wir es endlich mal geschafft haben, dass meine Eltern auch mitgegangen sind. Von daher war diese Wanderung schon ein doppeltes Erlebnis.

Geplant waren etwa 14 Kilometer. Wir kürzten aber drastisch ab, weil an diesem Tag Gewitter zum Mittag hin angekündigt waren. Es wurde extrem schwül gegen 10 Uhr, so dass wir beschlossen, die Route zu ändern. Das tat aber der Freude an der wunderbaren Wanderung keinen Abbruch.

 

   Vom Wanderparkplatz (mitten im Wald) bei Asel marschierten wir ganz sachte bergan – entlang eines Ausläufers des Edersees.

Für mich ein schwieriges Unterfangen, weil die Spaniels das Wasser im Sinn hatten und unbedingt dort hin wollten. Ging aber zunächst nicht, weil es mehr als nur steil bergab ging.

Natürlich bekamen sie im Laufe der Wanderung ein paar Gelegenheiten, im Edersee ein Plantschbad zu genießen. Alle 3! Denn Suri ist fast genauso wasserverrückt wie die Spanieltypen 😉

   Aber insbesondere auf den ersten 3 Kilometern beobachtete ich mehrfach sehnsuchtsvolle Blicke hinab zum Wasser.

Ach je … ich konnte sie so gut verstehen, aber hier ging es eben noch nicht.

  Der hochsteigende Nebel. Ein wenig fühlte ich mich in die Alpen versetzt. Das einzige, was hier dazu fehlte, waren über den Nebelfeldern dann die Gipfel.

Dennoch war der Anblick einfach traumhaft.

   

Während die Hunde nun endlich das Wasser in Reichweite hatte, bewunderte ich mal wieder die Fähigkeiten der Natur. Enorm, wie sich Pflanzen einfach an Felswänden fest verankern.

Nach dem abkühlenden Bad wurde es dann anstrengend.

Auf steilen, felsigen Wurzelpfaden ging es wirklich stramm bergauf. Also wirklich – ein richtiger toller Urwaldsteig.

Der Kellerwald ist ja als schönster Wald Deutschlands ausgezeichnet. Das verstehe ich gut. Es gibt einen riesigen Bestand an uralten Bäumen. Klar, die gibt es auch in der Eifel, keine Frage. Aber eben nicht in dieser Ausprägung. Das ist beeindruckend.

Natürlich freut es mich auch sehr, dass man immer mehr dazu übergeht, Totholz liegen zu lassen, den Wald einfach Wald sein zu lassen. Es ist einfach viel, viel schöner, als diese „gefegten“ Wälder.

Als wir oben ankamen, entschlossen wir uns zu einer Pause. Hier entschieden wir dann auch, dass wir die Tour abkürzen würden.

Von nun an ging es wieder sachte bergab. Für mich nicht weniger anstrengend als bergauf, da die beiden Spaniels wieder einmal den Turbo eingeschaltet hatten. Grmpf.

Noch einmal ein letzter Blick durch das Blätterdach runter zum Edersee und dann ging es Richtung Ausgangspunkt. Hier wartete das Flüsschen „Itter“ noch einmal darauf, meine 3 Buben zu baden. Diese Einladung wurde natürlich auch gerne angenommen.

Fazit: Der Uwaldsteig ist ein absolutes MUSS für Wanderfreunde, die gerade in Nordhessen unterwegs sind. Wirklich toll!

 

 

 

0 Kommentare zu “Auf 12 Pfoten durch den Burgwald und den Kellerwald … (+ 2 Füße…)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.