Wandern

Trittsicherheit heute ein MUSS … (Das Ahrtal)

Heute zog es die „7 Zwerge“ ins Ahrtal.

Vor einem Jahr war ich mit Laurin und Caps schon einmal dort (auch am Schrock, Bild), aber wir wollten unbedingt die Ruine Burg Aare und die Ruine Saffenburg besuchen. Heute war es so weit.

Ein wenig Sorgen machten mir die Temperaturen. Und deshalb waren Ines und ich uns einig, dass wir auf Suri „hören“ würden. Würde der Bub irgendwann signalisieren, dass es zu anstrengend ist, waren wir uns einig, dass wir sofort den kürzesten Weg zum Ausgangspunkt zurück gehen. Schließlich sind 16,8 Kilometer kein Pappenstiel, zumal mir ja klar war, dass es im Ahrtal nicht unbedingt ein Zuckerschlecken – also ein Easy-Going werden würde.

Den Temperaturen geschuldet und vor allem auch der Tatsache, dass Vatertag UND bestes Wetter angesagt war, starten wir bereits kurz vor 7.30 h. Es war diesig, gerade mal 14 Grad aber dennoch ein wenig drückend durch die hohe Luftfeuchtigkeit.

Mal sehen, wie weit wir kommen. Irgendwie waren Ines und ich uns am Anfang sehr sicher, dass wir nicht die komplett geplante Tour laufen würden. Aber es kommt ja immer anders als man denkt.

Erstes Ziel: Aufstieg zur Burgruine Aare …Diese Felsformation also, mit dem „Häubchen“ oben drauf, war also unser erstes Ziel.

Hier befinden sich die Reste der Burg Aare. Vom Startpunkt aus waren es nur 1,8 Kilometer. Die hatten es aber in sich, da wir zunächst bergab (mit frischen Hunden) durch eine kleine Siedlung laufen mussten, um dann relativ gut bergan auf dem „Zubringer“ des Rotweinsteigs in Richtung Burg Aare zu wandern.

Die Burg Are ist die Ruine einer Höhenburg auf 240 m ü. NHN oberhalb der Gemeinde Altenahr in Rheinland-Pfalz. Sie wurde um 1100 von Graf Dietrich I. von Are erbaut und 1121 erstmals urkundlich erwähnt.

Seit 1965 trägt das Are-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler den Namen in Anlehnung an die Burg und das gleichnamige Adelsgeschlecht.

Der Grundriss der Burg ist ein Viereck. Neben Teilen der Vorburg und eines Tores – die sogenannten Gymnicher Porz – sind auch Reste der Wehrmauer erhalten. Außerdem steht an der Südseite der Anlage ein alter Torturm (auch Schellenturm genannt), daneben die Ruine des Palas, der einst eine beheizbare Bischofskammer besaß. Auf der spitzen Felskuppe in der Nordecke stand vermutlich der erste Bergfried. Nördlich davon sind umfangreiche Reste der romanischen Burgkapelle aus dem 12. Jahrhundert erhalten. (Quelle Wikipedia)

Auf der Burg angekommen, sehen sich die Hunde in den alten Gemäuern etwas um. Danach „parken“ wir sie, um selber noch bis ganz noch oben zu steigen, um die Aussicht von dort zu genießen. Derweil können die 5 Jungs ein wenig Luft holen.

Die Aussicht ist – trotz Nebel – beeindruckend. In weiterer Entfernung das Teufelsloch.

Wir sagen der Burg Aare adé, um dann auf dem Rotweinsteig das nächste Ziel anzusteuern, nämlich die Saffenburg bei Mayschoss. Vor uns liegt aber noch eine Strecke von guten 6 Kilometern. Hier durch die Weinberge (erst hoch, dann runter), dann ein Stück weit an der Ahr entlang, um dann wieder zur nächsten Burgruine aufzusteigen.

Eine Abkühlung nach dem Trip durch die Weinberge und deutlich höheren Temperaturen als am Anfang der Tour, tat gut.

Und dann sahen wir unser nächstes Ziel – zwar noch in weiter Ferne, aber immerhin – wir sahen es.

Die Burgruine Saffenburg auf einer gigantischen Felsformation bei Mayschoss.

Die Saffenburg, auch Saffenberg genannt, ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg auf 253 m ü. NN in der Ortsgemeinde Mayschoß im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler. Sie ist die älteste Burgruine des Ahrtals und steht oberhalb des Ahrtals. (Quelle Wikipedia)

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Betreten auf eigene Gefahr ist. Felsschlaggefahr – und – nicht zu verachten – es geht schon mächtig in die Tiefe 😉

 

Unsere Jungs gönnen sich wieder ein Päuschen. (Wir auch…)

Von hier aus genießen wir wieder einmal super Aussichten in alle Himmelsrichtungen.

Die Hunde also weilten auf dem Burg-Vorplatz, während ich mich noch eine Etage höher etwas umschaute.

Es sind diese schönen Bilder, die im Kopf natürlich viel lebhafter sind, als sie Fotos wiedergeben können.

 

 

Nicht, dass es nicht schon anstrengend genug gewesen wäre. Nun kam die wirkliche Herausforderung.

Nachdem wir die Saffenburg hinter uns gelassen hatten, folgten wir nun ein Stück weit dem Ahrsteig. Dann führte uns die Route zunächst recht steil bergauf durch den Wald. Da waren wir aber alle heftig am Pusten. Mein lieber Scholli.

Damit aber nicht genug. Irgendwann standen wir vor einem Warnschild. „Dieser Pfad birgt Gefahren und Begehen ausdrücklich auf eigene Gefahr.“

Okay – ich kenne die Pfade im Ahrtal mittlerweile. Es sah auch zunächst nicht ganz soooooo gefährlich aus. Doch dann wurde der Pfad immer schmaler. Und ja – es ging auf der rechten Seite ziemlich steil berab und auf der linken Seiten die typischen Schieferfelsen. Der Weg war insgesamt 2-3 Fuß breit. Also wirklich ein Trampelpfädchen. Nebenbei angemerkt, es ging in Serpentinen hinauf bis zu meinem auserkorenen Lieblingsaussichtspunkt, dem Schrock.

Übrigens führte ich auf dieser Passage den Suriman dann auch an der Leine. Das gab ihm die nötige Sicherheit. Irgendwie schien er sich mit mir da verbundener zu fühlen 😉 . Und ich bin wirklich mächtig, mächtig stolz auf meinen kleinen Spanier.

 

 Auf dem Serpentinen-Pfad habe ich selbstverständlich dann keine Bilder gemacht. (Hänge doch sehr an meiner Gesundheit….)

Aber dann den Aufstieg zum Schrock. (396 Meter ü.NN) Ein ähnliches Bild gab es vor einem Jahr – nur ohne Suri. Und Suri ist ein wahrer Kletter-Suri.

 
   Sehr zu Suris Freude gab es sogar eine Snackhütte.

Klaro. Nach der Strapaze machten wir auch eine richtige Snackpause. Alle waren extrem durstig und Hunger machte sich auch breit.

Ich muss nicht erwähnen, dass es Dank Ines wieder extrem leckere Dinge als Pausenbrot gab…. <3

   
   

Herrliche Aussichten Richtung Mayschoss (Saffenburg) und die ganzen Weinberge.

Von nun an ging es bergab. Für die Hunde sicherlich „Entspannung“ pur. Für uns Menschen ziemlich anstrengend. Denn – Hunde die ausgeruht sind und zugfreudig sind, mögen sich am Berg nur schwer zügeln lassen. Da waren ein paar Ansagen notwendig.

Heftig wurde es dann, als die Hunde nach ca. 2 Kilometern strammen Bergabmarsch den Wassergeruch der Ahr in die Nase bekamen. 5 Jungs mit Turbogang und das bergab und mit den entsprechenden 2-Beinern hinten dran. Nicht lustig. Aber – Ines und ich waren tapfer und durchsetzungsstark. Jawohl!!!!

Und dann durften die Jungs sich abkühlen.

Bilder, die keine weiteren Kommentare mehr brauchen. An verschiedenen Stellen durften die 5 Jungs immer mal wieder ins Wasser. Sie fanden es großartig!

Cooper

Suri-Man

Paul

Cooper

Capper

Capper & Laurin

Suri

Für die Jungs ein mega Spaß. Und verdient. Denn die Tour hatte es wirklich in sich.

Eine bessere Belohnung als Wasser, Schwimmen, Plantschen, Toben gibt es für die Fellnasen nicht.

Von hier aus ging es dann noch ein Stück an der Ahr entlang.

Ein Stück mussten wir leider noch durch das vollbesetzte Altenahr laufen. Das war leider der unschöne Teil dieser Tour. Touristen und Verkehr ohne Ende. Und es schienen endlose 800 Meter zu sein, bis wir durch den Trubel mit den 5 Hunden durch waren. Aus dem Städchen heraus ging es ein Stück bergauf Richtung Parkplatz.

Geschafft! WAHNSINNSTOUR! Mal wieder. 🙂

Fazit: Für mich eine der anspruchsvollsten Touren, die ich in unserer Gegend gemacht habe. Knapp 17 Kilometer, die es aber auch teilweise in sich hatten. Herausforderung angenommen UND gemeistert! Nein – ehrlich: Es war eine traumhafte Tour bei fantastischem Wetter und natürlich mit den besten Wanderkumpels und Wanderkumpelinin der Welt.

Hier die obligatorischen Streckendaten:

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