Wandern

Wirklich eine Traumrunde … Besuch auf den mittelalterlichen Burgen im Siebengebirge

Die Traumrunde sollte es sein. Und ja – es war ein Träumchen. Zwar haben wir die ausgeschriebene Route abgeändert, weil ich nicht so gerne irgendwo in Touristenzentren starte. So wurde die Route ein wenig länger als beschrieben. Statt 13,2 Kilometer machten wir satte 16,6 Kilometer. Dafür starteten wir auch ab einem schönen Waldparkplatz.

Wo soll ich bloß anfangen? Die Highlights auf der Tour (ich liebe alte Gemäuer), war die Ruine Löwenburg und natürlich die Burgruine Drachenfels.

Insgesamt erwanderten wir 3 Berge im Siebengebirge. Als erstes den Berg Löwenburg, auf dem die Burgruine steht. Er ist mit 455 Metern der zweithöchste Berg im Siebengebirge. (Den höchsten, den Ölberg, erwanderten wir bereits im März.)

Der 2 Berg war dann der große Breiberg und der 3 Berg war der Drachenfels, auf der die gleichnamige Burgruine steht.

Dadurch, dass wir ein paar Passagen abgeändert hatten, war diese Tour wirklich anspruchsvoll und anstrengend. Inklusive einer Popolandung von mir, weil es steil war und irre glitschig. Shit happens. Jedenfalls sah ich aus, wie durch Schlamm gezogen. 😉  Aber nun mal der Reihe nach …

Gegen kurz nach 8 Uhr starten wir in einen wunderbar sonnigen Tag. Die Temperaturen waren ideal zum Wandern. Es ging sofort bergauf in den Wald, was den Turbo-Fellnasen den ersten Dampf ablassen ließ. Nach ca. 3 Kilometern erreichten wir dann eine Obstwiese (Bild oben) von da aus kam dann der Anstieg zur Löwenburg.

Wie erwähnt, ich liebe alte Gemäuer. Und ich glaube, meine Jungs mögen das auch. Das ist ein Flair, der hat einfach Charme.

Die Löwenburg wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von Heinrich II., Graf von Sayn, der aus dem Westerwald vorgedrungen war, als Grenzfeste gegen die kurkölnischen Burgen Drachenfels und Wolkenburg errichtet. (Quelle Wikipedia)

Die alten Burgmauern lassen mich einfach immer wieder darüber nachdenken, was hier so alles gewesen ist. Was haben die wohl alles erlebt?

Jedenfalls wurde die Löwenburg von den Gegnern der Kölner Kurfürsten errichtet, die auf dem Drachenfels (quasi der gegnerischen Burg) ihre Wehranlage bauten.

Eine tolle Kulisse, um die Fellnasen abzulichten UND um die Aussichten zu genießen.

 

Ein Wahnsinns-Ausblick! Der Rhein schlängelt sich durch das Tal. Die Weitsicht ist himmlisch. Die Wolkenformation passt zur Stimmung.

Laurin, Capper, Suri, Cooper und Paul waren sich wohl sehr bewusst, dass sie auf Burgherren-Gelände waren. Sie ließen sich auch dazu herab, sich einmal mit dem 2-Beinigen Gefolge ablichten zu lassen. 😉

Danach ging es bergab, um danach den großen Breiberg zu bestiefeln. Von diesem aus gab es eine wunderschöne Sicht zum Petersberg und zum Drachenfels.

Auf dem Weg dort hinauf, gab es jedoch wunderbar schöne Pfade und – für Suri ganz wichtig – natürlich auch eine Snack-Hütte. 😉 Suri liebt diese Hütten von seiner ersten Wanderung an. Jede – aber auch jede muss inspiziert werden.

Vom Breiberg hinaus stießen wir dann auf fast alpine Verhältnisse. Wir gingen nicht den ausgeschriebenen Wanderpfad sonder trauten uns einen Abstieg hinunter, der es in sich hatte. Steil, eng, felsig und rutschig. Aber alle Hunde waren extrem gut führig. Ich für meinen Teil bin sehr, sehr stolz auf die Spaniels, die wirklich sehr gut mitgespielt haben. Suriman läuft ja eh frei, so dass er hier keine Gefahr für den Abstieg (bzw. für meine Knochen) darstellte. Auch Cooper und Paul – so sagte Ines – waren extrem brav.

Eine weitere kleine Herausforderung war dann die Wegstrecke, die eigentlich über den Waldfriedhof führt. (Laut Routenbeschreibung.) Wir hatten nur das Problem, dass Hunde auf dem Friedhof nicht erlaubt waren. Okay – wir haben es dennoch gewagt – nur leider irgendwie auf dem Gelände keinen weiteren Ausgang gefunden. So machten wir einen Umweg – eine kleine Survival-Tour auf einem Trampelpfad, der nirgends wirklich verzeichnet war. Zuvor mussten wir noch einen Bach überqueren. Sehr zur Freude der Fellnasen. Wir umwanderten das große Friedhofsareal und stießen irgendwann wieder auf den richtigen Weg.  (Hier legte ich mich auch, wie eingangs beschrieben, auf meinen Allerwertesten….)

Jetzt wurde es etwas wärmer. Aber immer noch perfekte Wandertemperaturen. Dennoch wurde es Zeit, vor dem Aufstieg zum Drachenfels, eine Pause einzulegen.

Wo sonst, als bei einer Snackhütte? Suri hatte es so gewollt.

Und Ines hatte wieder kulinarische Highlights dabei. 🙂

 Der Aufstieg war anspruchsvoll. Hier nahm ich Suri vorsichtshalber auch ans Band, weil ein falscher Tritt hier fatale Folgen haben könnte.

Richtig anstrengend wurde dann die steilen alten Stufen hoch zum Drachenfels. Aus Sicherheitsgründen machte ich hier KEINE Fotos.

  Die Burgruine Drachenfels im Siebengebirge ist der Rest einer Höhenburg auf 321 m ü. NN, die 1138 vom Kölner Erzbischof Arnold I. begonnen und 1149 von Gerhard von Are, dem Propst des Bonner St.-Cassius-Stiftes, gekauft und fertiggestellt wurde. Sie steht auf dem gleichnamigen Berg Drachenfels. (Quelle Wikipedia)
   Sehr zur Erheiterung der Touristen (die zum größten Teil mit der Drachenfelsbahn hochfahren und nicht wandern) am Plateau des Drachenfelses, sorgte natürlich der Caps mit einer Lustkugeln-Einlage. 😉 Der Kerl ist einfach verrückt.

 

Und wieder einmal wurden wir mit einem wunderschönen Blick auf den Rhein belohnt.

   Jetzt hatten wir noch etwas 4,5 Kilometer vor der Brust. Diese waren schön zu gehen. Befestigte Wege und kleinere Trampelpfade. Zwar noch einmal etwas steiler bergauf. Aber nichts gegen das, was wir bisher geleistet hatten.

Der letzte Anstieg „Geisberg“ war geschafft. Hier gab es noch einmal Wasser für die Jungs und wir staunten nicht schlecht, dass der Punkt dahinten (Bildmitte) der Drachenfels war, auf dem wir zuvor ja noch gewesen sind. Wahnsinn, was man so zu Fuß abreist.

   
   Wir genossen nochmals den herrlichen Ausblick auf den Drachenfels und auf den Rhein, mit dem Gefühl, etwas tolles geschafft und einen wunderbaren Tag verlebt zu haben.

Fazit: Eine fantastische Route, die man jedoch wirklich in der frühe gehen sollte. Gegen Mittag war – insbesondere um den Drachenfels herum, einiges los. Allerdings, das muss ich sagen, ausnahmslos sehr angenehme Begegnungen.

Wer mit Hunden läuft, sollte tatsächlich, so wie wir es gemacht haben, nicht in Rhöndorf starten sondern lieber vom Wanderparkplatz „Dicker Stein“. Es ist einfach angenehmer, mit Hunden nicht durch Ortschaften zu laufen.

Ich kann nur sagen: Es war eine WOW-Tour.

Hier die Streckendaten:

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