Wandern

Waaaahnsinnig tolle Tour im Monschauer Land

Sehr sehr gerne toure ich im Monschauer Gebiet. Bisher gab es schon einige Routen, die ich einfach mit Wow klassifiziere. Die heutige Tour war jedoch „ober-WOW“. Absolut – aber absolut mein Geschmack.

In Anlehnung an die Jahrhundert-Tour des Eifelvereins, die ich allerdings ein wenig abgeändert habe, tourten wir (wieder zu siebt 🙂 ) im Nationalpark Eifel. Wir haben eine richtige „-ley“-Tour gemacht, denn wir erkletterten oder erwanderten (je nach dem), die Richelsley, Engelsley, Teufelsley und Ehrensteinley.  (Ley bedeutet übrigens Schiefer.) Es handelt sich um Felsformationen und Gipfel aus dem regional typischen Schiefergestein. Alle samt sind etwa auf einer Höhe von 500 Meter (+/- 10) und entsprechend gab unser Höhentacho auch ganz passable Werte in Sachen Höhenmeter im An- und Abstieg. 🙂

Die Route führte uns teilweise über den Eifelsteig. Diese Passage wird schon als anspruchsvoll – zumindest als Grundvoraussetzung etwas Trittsicherheit und gutes Schuhwerk – beschrieben.

Und so war es auch. Teilweise felsig und steil bergauf und bergab. Teilweise dann auch Passagen, bei denen man mal durchschnaufen konnte. So – genau so liebe ich es.

Vom Parkplatz aus ging es erst einmal hoch zur Richelsley. Dort ist ein Ehrenmal (ein eisernes Kreuz = Kreuz im Venn) aufgestellt, Priors Stephan Horrichem, des „Apostels vom Hohen Venn“. Für Geokundler und -liebhaber: Die Richelsley ist der einzige Konglomeratfelsen im Monschauer Land und hat eine Länge von gut 80 Metern.

Ines und ich beschlossen es, unsere Hunde am Rande des Felsens warten zu lassen, um selber einmal die steilen Stufen hochzukraxeln – hoch zum Kreuz. Ich selber hatte die Rechnung ohne Suri gemacht. Denn als wir von unserem Privatausflug zurück kamen und im Begriff waren weiterzugehen, entschloss Suri auf eigene Faust auch einmal zum Kreuz hochzuklettern. (Mir ist das Herz in die Hose gerutscht.)

Dann erfolgte der Abstieg – wieder gen Parkplatz, den wir allerdings passierten um uns dann ins Getümmel zu schmeißen. Es ging mal mehr, mal weniger anstrengend bergauf-bergab. Teilweise auf dem Eifelsteig, teilweise nicht. Aber immer wieder passierten wir ihn.

Es ging vorbei an der Perlenbachsperre. Von dort aus im FFH-Gebiet und an den Felsen vorbei des Perlenbachlaufes. Das nächste große Highlight war dann der Anstieg zur Engelsley. Hier passierten wir eine recht steile und felsige Stelle. Auch hier hatte ich gelegentlich etwas Bedenken wegen Suri. Der aber hatte so gar keine 😉 . Er machte sein Ding – und das machte er richtig gut. Es hat irre viel Spaß gemacht, wirklich mal über große Felsen zu klettern und auch ein wenig den Kitzel zu haben, dass es links daneben schon recht steil bergab geht. Es war toll.

Weiter ging es schöne Pfade Richtung Engelsley und dann zur Teufelsley. Danach kam dann wieder eine Passage zum Durchschnaufen. Kurz vor Monschau (Burg Monschau) machten wir auf einer Anhöhe noch eine Pause. Bis hierhin hatten wir etwas 10,5 Kilometer geschafft.

Der – für mich – schlimmste Teil der Strecke war dann der Weg durch Monschau, unterhalb der Burg. Wobei es nicht wirklich schrecklich war. Aber als Eigenbrödler und Naturmensch mag ich einfach ruhige Waldpfade lieber als belebte Touristenhochburgen. Aber wir haben das super geschafft. Alle 7!

Schon ganz bald durften wir dann auch wieder den Trubel verlassen und stiegen auf zur Ehrensteinley. Wieder einer Felsformation, deren Gipfelkreuz auf 507 Metern Höhe steht. Da gab es auch noch einmal eine Snackpause für alle 5 Jungs, denn schließlich gab es hier auch eine echte Snackhütte ;-).

Von dort aus ging es bergab runter zur Rur. Das war so der Plan. Erst das Anstrengende – und dann an der Rur das Wasser genießen. Wir wissen doch alle, das insbesondere Spaniels für das Wasser geschaffen sind.

Leider musste ich nach dem steilen Abstieg feststellen, dass ich meine Kamera oben an der Ehrensteinley habe liegen lassen. Oh my God! Also sind Capper und ich in Windeseile wieder hochgegangen. (Während sich die 5 anderen Wanderkumpels unten an der Rur vergnügten 😉 . Das waren echt anstrengende 300 Meter hoch. Weil …. es war wirklich höllisch steil. Und wenn man das in einem Affenzahn absolviert, dann pustet man sich alles aus dem Leib. Aber okay … die Kamera ist mir halt heilig. Und …. sie lag noch da, wo ich sie vergessen hatte. Puh!

Von nun an ging es dann am Wasser entlang. Mal mehr, mal weniger anstrengend. Dies aber nur deswegen, weil der Pfad teilweise sehr felsig oder matschig war. Die großen Steigungen waren vorbei.

Wasser gab die Rur mehr als genug her.

Quasi Spaniels-Paradies!

 

Es war eine wahnsinnig schöne Tour. Und doppelt schön, weil es einfach mit Ines, Cooper und Paulchen so viel Spaß macht. Gemeinsam zu gehen, ohne sich permanent zuzutexten – das ist einfach genial. Und – ich erwähnte bereits in einem anderen Blog, dass es, wenn Ines dabei ist, auch für mich einfach immer kulinarische Highlights in den Pausen gibt. Nicht nur bloß eine Banane und ein effes Käsebrot. Nein – hier gibt es dann echt hammergute Dinge! (Danke, Ines!!!!!)

Und hier die obligatorischen Streckendaten zu dieser Tour:

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