Wandern

Zu Siebt (die 7 Zwerge) im Märkischen Oberland unterwegs

Das erste Mal überhaupt waren wir im Märkischen Oberland unterwegs. Ich habe mich schlau gemacht – die Gegend gehört geografisch zum Rheinischen Schiefergebirge und ist etwas entfernt von unserem so bekannten „bergischen Land“. Dort aber bekommen mich keine 10 Pferde mehr hin – zumindest nicht bei diesem Wetter 😉

Dadurch, dass unsere Wander-Kumpels heute zeitlich etwas eingeschränkt waren, mussten wir etwas finden, was in zumutbarer Zeit vom Niederrhein aus zu erreichen war. Die Eifel wäre einfach zu weit gewesen. Also entschlossen wir uns, einmal tiefer ins Bergische zu fahren. Und … im Großen und Ganzen war die Strecke sehr schön. Im Großen und Ganzen 😉 Am Anfang war ich bitter enttäuscht … aber dann …Die Route las sich im Portal „Outdoor-Active“ zunächst super toll. Als ich aber gestern Abend noch einmal auf Google-Earth genauer guckte, hatte ich so meine Bedenken. Mir kam es vor, als hätten die Verfasser dieser Route irgendwie eine komplett andere Vorstellung von „tollen“ Wegen. Aber okay … man muss alles wenigstens einmal ausprobieren. So starteten wir um kurz nach 9 Uhr von einem Parkplatz in einem winzig kleinen Kuhkaff in der Nähe von Radevormwald. Wie befürchtet, ging es über relativ viel Asphalt. Zwar war die Aussicht super schön und unterwegs war auch wirklich niemand bis auf wenige Fahrzeuge, die halt diese Dorfverbindungswege mal befahren … insgesamt war es aber für mich super enttäuschend.

Nach etwa 2 Kilometern kam dann ein wunderschönes Waldstück. Ach – das tat so gut! Allerdings war das auch bald vorbei und wieder mussten wir asphaltierte Wege gehen. Wie gesagt – landschaftlich wunderschön – aber wir schätzen es halt nicht, solche befestigten Wege zu laufen. Es gab zwar immer wieder schöne Waldpfade, wenn man jedoch die Eifel gewöhnt ist, dann ist es irritierend, wenn schon nach einem Kilometer wieder irgendwie Asphalt angesagt ist.

Wäre ich alleine – also als Mensch alleine – gewesen – hätte ich wohl sehr bald umgedreht oder irgend etwas anders unternommen. Aber mit einem lieben Menschen an der Seite „erträgt“ man das. Und ja – eigentlich hat es so auch trotzdem Spaß gemacht.

Für die Hunde war es insofern schön, weil es stets und ständig fließendes Wasser gab. Spaniels – egal ob Springer oder Cocker – sind halt für das Nass geboren. So konnten die wohl meinen Unmut über die Wege nicht nachvollziehen. Sie fanden es grandios. Überalls Wasserläufe, Bäche oder kleine Seen. Für unsere Vierbeiner war es schon grandios.

Ab Kilometer 9 wurde es dann schlagartig wirklich „TRAUMHAFT“. Wir verließen zivilisierte Pfade und schlugen uns ein Stück weit quer-Busch-ein. Über Bäche, bergauf-bergab, Wiesen und Dickicht. Wow. Das gefiel mir. Natürlich den Hunden ebenso. Von da an lief es wirklich. Mal Waldpfade, mal Feldwege, eine Kombination aus Wald und Feld aus Sonne und Schatten. Das war herrlich.

Ziemlich zum Ende der Tour – ca. 2 Kilometer vor dem Ziel erreichten wir dann die Ennepetalsperre, genauer gesagt das Vorbecken hiervon. Von dort aus ging es nochmals einen wunderschönen Waldweg bergauf. Die letzten 700 Meter waren dann noch einmal Asphalt. Aber hier gab es so viel zu sehen und ich glaube, wir alle waren dann auch dankbar dafür, dass das letzte asphaltierte Stück relativ leicht zu gehen war. 17,7 Kilometer bei ungewohnt warmen Temperaturen zollen einfach dann irgendwann ihren Tribut.

Irre war es, wieviele Pferde es in dieser Gegend gibt. Wir haben nicht einen einzigen Spaziergänger gesichtet. Wir haben aber viele Pferde auf Koppeln gesehen und tatsächlich begegneten uns ein paar Reiter. (Die anders, als im bergischen Land bei Wuppertal aber wussten, wie man sich benimmt. 😉 )

Auch war den Jungs anzumerken, dass es in dieser Gegend extrem viel Wild gab. Und – zu unserem Erstaunen – konnten wir aus einiger Entfernung wirklich eine ganze Rotte von Rehen beobachten. Ich kenne es schon, dass man mal eine Horde von 5-6 Tieren sieht. Aber hier waren es wirklich extrem viele. Schön zu beobachten…. 🙂

Fazit: Auch wenn die ersten Kilometer nicht wirklich das waren, was ich mir unter „tolle Wanderung“ vorstelle. Es war aber nicht so gruselig, dass ich ganz und gar enttäuscht gewesen bin. Und ab Kilometer 9 – also dann noch für etwa 8 weitere Kilometer war es wirklich eine rundherum tolle Strecke.

(Bevor ich es vergesse: Unser Wanderpartnerin, die Ines, sorgt dafür, dass auch die Wanderpausen kulinarisch zum Highlight werden. 🙂 Habe noch nie zuvor so extrem gute Snackpausen gehabt… Danke dafür!!!!!! )

Die Pause in ziemlich einsam. Das war wirklich super schön!

 

Die obligatorischen Streckendaten natürlich auch noch:

 

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