Wandern

Mit Suri-Scout und 2 Zugmaschinen in der Nordeifel ;-)

Was tun bei einem Wetter, bei dem man nicht weiß, ob die Sicht gut sein wird oder eben nicht. Ich bin von Letzterem ausgegangen und entschied mich heute morgen dazu, am Rande das Hohen Venn in der Nordeifel zu touren. Da gibt es keine großen Weitsichten und es ist nicht schlimm, wenn der Blick für schöne Fotos nicht ins Unendliche reicht.

Wir wanderten den Hasselbachgraben, die Dreilägerbachtalsperre passierend und dann am Schleebachgraben wieder retour. Eine Strecke, die teilweise naja war und dann wieder wunderschön. Und da Frauchen wieder mal ein wenig kreative Einfälle hatte, gab es auch noch hier und da ein paar kleine Hindernisse und Schwierigkeiten. Aber so etwas macht das Wandern ja schließlich aus.

Auf den Suri-Man bin ich wirklich sehr sehr stolz. Vor einem halben Jahr war er kaum in der Lage 2-3 Kilometer zu laufen. Nun läuft er – und zwar als Scout vorweg – locker 15 – 20 Kilometer. Die heutige Tour war etwas über 15 Kilometer lang. Es gab einige An- und Abstiege, nicht super schwer, aber immerhin auch mal mit Felsbrocken-Kletterei und über umgekippte Baumriesen stiefeln. Heute kann der Suri das. Und wo er Hilfe braucht, bekommt er sie. Hier ging es heute um die Überwindung eines umgestürzten Baumriesens. Die Spaniels huschten drunter her 😉 – das wollte und konnte Suri nicht. Aber mit Hebeunterstützung am Geschirr, kletterte er dann souverän über diesen liegenden Riesen. Ach – ich hätte nie gedacht, dass das jemals möglich sein könnte.

Caps und Laurin hatten Spaß in den Backen. Es ging schon los, dass beim Abmarsch ein heilloses Gewusel an den Zugleinen herrschte. Es muss herrlich nach Wild gerochen haben. Logisch – es ging sofort bergab – sehr zu meiner Nicht-Freude! Auch wenn wir kein Wild gesichtet haben, frische Wildschweinspuren und kleinere Fußabdrücke an den Bächen ließen darauf schließen, dass es ziemlich viel Wild rings um uns herum gab. Die Spaniels jedenfalls haben das registriert.

Sehr zur Freude der beiden Spanieltypen gab es auch Wasser ohne Ende. Es versteht sich von selbst, dass nur Suri und ich die Wege nutzten, während die beiden Spinner quasi nebenher paddelten.

 

 

 

 

 

 

 

Aber auch der Suri-Man hatte keine Probleme, durchs Wasser zu waten. Denn nach einem Abstecher durch die Wildnis, erreichten wir dann unten angekommen den Hasselbachgraben. Der sah zwar nicht tief aus, war es aber. Suri ging ohne Murren vorweg – steiler Abhang ins Wasser – steiler Aufgang auf den Weg.

Die Spaniels musste ich stark einbremsen, denn sonst wäre ich mit Sack und Pack in den Graben gefallen. Und ich musste mir erst noch ein paar Felsbrocken platzieren,um zu vermeiden, dass ich wadentief durch das Wasser laufen musste.

Aber – das muss ich auch mal lobend erwähnen: Laurin und Capper sind zwar sehr zugfreudig. Aber mittlerweile muss ich nicht ständig maulen und schimpfen. Wenn ich sie nachdrücklich auffordere, langsamer zu werden oder gar zu halten, dann klappt es – ich sage mal zu 95 % der Fälle. Das ist ein Riesenfortschritt.

So macht Wandern mit den Fellnasen wirklich Spaß!

 Landschaftlich war es an den beiden Gräben (Hasselbach und Schleebach), wunderschön. Zu laufen war es ebenfalls ganz nach unserem Geschmack. Schmaler Pfad, Wurzeln, Wasser – was will man mehr.

Diese – ich denke insgesamt 7 Kilometer – entschädigten uns für die doofen Forstwege, die wir ebenfalls gingen. Die sind halt nicht besonders aufregend. (Für mich. Die Spaniels sahen das gaaaanz anders….)

  Was mich stolz macht ist, dass Suri auch keine Angst mehr vor Gitterrosten hat, obwohl darunter Wasser rauscht und zwar ziemlich heftig laut.

Wir passierten also ein kleines Wehr. Hier ist gleichzeitig eine Wasserstands-Messtation. Dies verriet mir, dass die Dreilägerbachtalsperre nicht mehr all zu weit war. Und so war es auch. Nach ca. 1,5 Kilometer standen wir dann schließlich vor der selben.

Diesen Ausblick genoss ich schon einmal. Und zwar im Oktober bei meiner Unglückswanderung, die mir die Sprunggelenksbänder schrottete. Da waren wir aus der entgegengesetzten Richtung gekommen um in das Moorgebiet der Struffelt-Route zu gelangen.

   

240 Meter ist das Stauwerk lang und 36 Meter hoch. Wahnsinn!

Wir wanderten zum Vorbecken der Talsperre und staunten nicht schlecht. Dieser See war noch komplett mit Eis bedeckt.

Nun befanden wir uns auf Kurs Richtung Auto. Etwas mehr als die Hälfte hatte wir geschafft. Wir quälten uns nach dem Vorstaubecken einen Kilometer einen Schotterweg den Berg hinauf. Das war sicherlich die blödeste Strecke auf unserer Tour.

Alsbald wurden wir aber wieder belohnt. Wieder einmal ging es einen schönen schmalen Naturpfad, dieses mal am Schleebachgraben entlang.

An der Mündung des Dreilägerbachs in den Schleebachgraben machten wir unsere obligatorische Snackpause.

 

 

 

Hätten wir geahnt, dass nur 800 Meter weiter eine einladende Hütte mit super Ausblick steht, hätten wir natürlich dort Pause gemacht.

Suri-Man hat diese Hütte natürlich sofort gesichtet und inspiziert.

Von nun an ging es stetig bergauf.

Wieder einem wunderschönen Pfad entlang.

Irgendwann verabschiedeten wir uns vom Schleebachgraben, um quer durch den Wald langsam aber sicher wieder Richtung Ausgangspunkt zu gelangen.

 

 

 

 

 

Wir passierten noch einen Entlüftungsschacht (Schacht Finkenbur) des über 6 Kilometer langen Stollens, der Wasser von der Kalltalsperre führt.

Ein wenig beeindruckt bin ich schon von den riesigen Bauwerken, die zur Wasserversorgung der gesamten Region dienen. Das sind schon Dimensionen, die man sich kaum vorstellen kann.

 

  Was mir auf der ganzen Wanderung auffiel, war, dass sehr viele alte Baumruinen das Bild beherrschten. Diese werden aber teilweise komplett der Natur überlassen. So entstehen bizarre Gebilde, die sich im Laufe der Zeit dann komplett den Elementen hingeben.
  Ach ja – und knapp einen Kilometer vor unserem Ziel riss der Himmel auf. Es gab tatsächlich durch den dunklen Wald einen Schneise, durch die ich herrliche Fernsicht in den Raum Aachen hatte.

Knaller!

Wie schon erwähnt. Dies war eine Tour, die hier und da ein wenig langweilig anmutete. Aber eben lediglich „hier und da“ – denn es gab so viele tolle Stellen, die so ganz nach meinem Geschmack waren.

Eine Wanderung, die jedenfalls für nicht ganz sichere Wetterverhältnisse absolut ihre Berechtigung hat. Logisch – bei besseren Vorhersagen gehe ich lieber Wege mit viel Fernsicht und auch mit mehr Herausforderungen. Aber so passte es für heute absolut. Wir sind sehr zufrieden.

Hier die obligatorischen Streckendaten:

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