Wandern

Von „Hochebenen“ im Braunkohle-Revier ;-)

Peeringssee – ein Stück „terra nova“ – Wiedenfelder Höhe – und zurück

Unbedingt wandern wollte ich schon. Aber bei tristen Wetteraussichten und keine genaue Ahnung davon zu haben, wann und ob der Regen kommen würde, ließ mich einfach mal die nähere Umgebung von zu Hause erkunden. Es gibt ja viele schöne Flecken, und ja – heute war dann mal wieder „Heimatkunde“ angesagt.

Sicherlich, gibt es betörendere Ecken – keine Frage. Vor allem, wenn es bedeckt ist, von der Jahreszeit alles ziemlich grau ist und man auf ehemaligem Tagebau-Gelände umher wandelt.

Dennoch haben mich diese 17,6 Kilometer wirklich beeindruckt. Wir starteten die Tour am Peeringssee, den die Jungs ja gut kennen. Hier war dann erst einmal ein Warm-up angesagt. Während wir den halben See umliefen, war es ja klar, dass die Spanieltypen ein morgendliches Bad genossen.

Der Suriman stand um diese Uhrzeit dann doch eher auf Kneipen. Füße nass ist okay – aber ansonsten wollte er wohl eher trocken bleiben.

Zur morgendlichen Stunde ebenfalls eingefunden hatten sich eine Vielzahl von Wasservögeln. Es waren nicht nur Enten und Schwäne. Wir trafen einige Reiher und ein paar fedrige Freude, die wohl zum Ausruhen an den See gekommen waren. Schade, dass Bilder keine Töne machen. Es war schon ein mächtiges Spektakel auf dem Wasser.

Schön, dass der Himmel noch irgendwie nach „Nicht-Regen“ aussah, so dass wir dann bald die bekannte kleine Runde um den See verließen, um uns ostwärts Richtung Auenheim zu bewegen.

Ich wusste wohl, dass nun ein gutes Stück langweiliges Feld vor uns liegen würde. Genau gesagt, es waren 3 Kilometer. Aber so wirklich langweilig war es dann doch nicht, denn die Rundherum-Aussicht z.B. auf die Sophienhöhe ganz weit im Horizont zu sehen oder aber auch mal die Kraftwerke aus anderer Perspektive zu betrachten, ließ mich schon vergessen, wie furchtbar langweilig eigentlich öde Feldwege sind ;-).

Laurinchen fand es auch gar nicht langweilig, da es am Feldrand immer was zu Graben und zu Wühlen gab, während Capper und Suri ebenfalls die Weitsicht genossen.

 

Nach 3 Kilometern – die teilweise über die terra nova-Route führten – erreichten wir dann den „Aufstieg“ zur Wiedenfelder Höhe.

Auch wenn immer wieder im Internet erwähnt wird, dass auf dieser Höhe Fichten, Buchen und Birken wachsen, grüßten uns am Fuße der Anhöhe Fichten. Darüber hinaus gab es beeindruckende Alleen von Birken und Birkenverwandten.

Kaum zu glauben, dass es himmlisch ruhig war. Ruhig im Sinne von – außer Vogelgezwitscher und Waldgeräusche war nichts zu hören. Darüber hinaus herrschte völlige Menschenleere. Das hatte ich so nicht erwartet.

Etwas lauter wurde es, als wir den Infopunkt erreichten. Das war unser 7. Kilometer.

   

Hier gab es zwar keinen schönen aber einen imposanten Ausblick auf das Geschehen im Braunkohle-Tagebau.

   Nach knapp 2 Stunden und gewanderten 8,5 Kilometern machten wir dann eine kleine Snack- und Wasserpause, um dann das Rekultivierungsgebiet langsam aber sicher zu verlassen. Wir gingen – quasi im Halbkreis –  oberhalb von Niederaußem – Oberaußem – Bergheim – Paffendorf auf einer Hochebene mit dem Ziel, irgendwann wieder am Peeringssee zu landen.
   

Nach knapp 15 Kilometern waren wir wieder komplett in der Tiefebene angekommen. Suri hat natürlich sofort wieder eine Snack-Hütte entdeckt. 😉 Logisch gab es noch einen Keks in der Hütte an der „Glescher Mulde“.

Auf den letzten beiden Kilometer gab es wieder Freilauf für alle inklusive „Cool-down“ mit kleinen Schwimm- und Kneipeinheiten.

Mein Fazit:
Es war eine beeindruckende Tour, die sicherlich, wenn alles grünt und blüht, etwas einladender anmuten wird. Das Rekultivierungsgebiet hat seinen ganz eigenen Charme. Den mag man oder man mag ihn nicht. Es ist schön zu wissen, dass es – für den Fall der Fälle (als Eifel-Fan kann man nicht immer jederzeit in die Eifel fahren) – quasi vor der Haustüre noch jede Menge zu entdecken hat.

Die Tour selber war einfach zu gehen, aufgrund der Länge natürlich zum Schluss schon etwas anstrengender für die Muskeln.

Die obligatorischen Steckendaten:

 

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