Wandern

Jahresabschlusstour – inklusive Pfadfinderei …

Den letzten Tag eines bewegten Jahres wollten wir – wie soll es anders sein – bewegt ausklingen lassen.

Gestern Abend hatte ich mir eine Route zusammengeschnipselt. Irgendwie sollte es quer durch das NSG (FHH=Fauna-Flora-Habitat) Wehebachtäler gehen sollte. Natürlich mit einem Abstecher zu den Bibern, die dort, zum Glück für die Natur, wieder schalten und walten dürfen, wie es ihnen beliebt. (Anmerkung: Rund 350 Biber gibt es wieder in der Rureifel 🙂 ).

Natürlich musste ich wieder einmal mehr feststellen, dass selbstgestrickte Routen nicht immer gut begehbar sind. So musste ich irgendwann eine Planänderung vornehmen. Mit den Spaniels wäre ich weiter gegangen. Aber dem Suri wollte ich eine Survivaltour dann nicht zumuten. Aber davon gleich mehr.

Wir waren knapp 3 Stunden in der Natur, davon aber fast 1,5 Stunden nicht in Bewegung, weil es viel zu gucken und zu genießen gab. Und wieder einmal sind es ein wenig mehr Kilometer geworden, als ursprünglich geplant. So wurden aus 6,5 Kilometern dann ganz knapp 10 Kilometer. Die Sonne lachte uns entgegen. Bei minus 4 Grad wanderten wir im Frost zunächst einmal durch einen durch Wildschweine durchwühlten Pfad. Leider die Initialzündung für Laurinchen, der dann die ganze Tour auf 180 war und ziemlich schwierig zu händeln. Aber okay – wer Jagdhunde hat, MUSS einfach mit so etwas leben können. 😉

Um diese Uhrzeit war auch wirklich keine Menschenseele unterwegs. Das änderte sich erst, als wir wieder zurück waren, denn dann kamen die Spaziergänger aus den Löchern, um den wundervollen Tag zu genießen und der Parkplatz „füllte“ sich mit sage und schreibe 5 PKW. Das allerdings störte uns dann gar nicht mehr.

Zur Tour selber: Dadurch, dass es so ruhig war, genossen wir sowohl die Geräusche, die ein Wald so mit sich bringt. Es knackte hier, dort ein Specht, eine kleine Stalker-Kohlmeise, die es spannend fand, warum wir denn dort mitten im Wald stehen. Und ein paar Rehe, die in Entfernung wechselte.

 

Wir schlängelten uns über einen Pfad in ein Gebiet, was wohl längere Zeit nicht mehr begangen worden ist. Jedenfalls wurde der Weg immer unsichtbarer.

Suri, unser Pfadfinder jedoch entdeckte dann eine kleine Schutzhütte. Klar – Schutzhütten bedeuten Snackpause. Das weiß der Bub schon ganz genau.

Von hier aus gingen wir dann leicht westlich weiter und bestaunten die großen Krater. Diese entstanden durch den Schiefer-Bergbau vor vielen, vielen Jahren.

Es waren schon fantastische Löcher und überall Schieferplatten, die das Gehen nicht gerade komfortabel gestalteten.

Wir lieben dennoch solche Wege. Es hatte etwas Zauberhaftes und Unwirkliches.

Allerdings entschloss ich dann, dann einem knappen weiteren Kilometer, dass wir besser zurückgehen. Mit den Spaniels hätte ich den Abstieg gewagt, aber dem Suri-Man wollte ich das noch nicht zumuten. Also navigierten wir uns aus dem Zauberwald wieder in Richtung irgendeinem befestigten Weg.

   
   Den fanden wir dann auch und wir beschlossen, ab jetzt zivilisiert auf etwas befestigteren Wegen zu laufen. Dies nicht zu Letzt Suris und meiner Verletzung geschuldet. Man soll ja nichts übertreiben! 😉

Ich schaute noch mal auf das GPS, denn zu den Bibern wollte ich auf jeden Fall.

Und dann erreichten wir nach etwas über 6 Kilometern Marsch das Paradies der Eifel-Biber.

Klar, dass meine beiden Spaniel-Biber am Schild „Biber-Aussichtspunkt“ einmal posieren mussten 😉

Den Bibern selber war es wohl zu kalt. Gesehen haben wir keinen. Macht aber nichts, denn die Landschaft, die sie gestalten, ist schon umwerfend. (Bild oben). Und dazu noch märchenhafte Sonne zwischen den gefrosteten Zweigen – wahnsinnig schön!

   Nun – auch wenn fototechnisch meine Hunde immer auf Rang 1 stehen, kommt meine Kamera nicht daran vorbei, auch Pflanzen und Stimmungen einzufangen.
 
   Und die Jungs warteten so artig, während ich mit der Knipse rund um das Biberparadies hopste und mit Ahhs und Ohhs nicht hinter dem Berg hielt.

Es war aber auch zu schön! 🙂

Alsdann machten wir uns wieder auf. Nun langsam wieder Richtung Ausgangspunkt zurück.

Ein Stück weit wandelten wir noch auf der Hemmingway-Passage (ein durchaus bekannter Wanderweg), um dann aber wieder unser eigenes Ding zu machen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr sich die Anmutung der Landschaft ändert. Mal in der schönsten Sonne, so dass man meinen könnte, man wäre im Sommer unterwegs, um dann um die Ecke biegend wieder im Frost zu sein. Irre. Dazu dann noch die Licht-Schatten-Spiele.

Es ist schon unglaublich, was die Natur so auf Lager hat.

 

Und dann stand ich vor diesem schwarzen Baum, der vor dem Nadelgehölz, wirklich nur ein totes Gerippe darstellte.

Ich fand das so bizarr.

Man möge mir verzeihen, dass ich mit meinen laienhaften Fotokenntnissen nicht wirklich etwas Brillantes aus diesem Szenario machen konnte.

Ein paar hundert Meter weiter waren wir am Ausgangspunkt angelangt. Hier musste dann die Selbstauslösung der Kamera mal herhalten, damit wir endlich auch ein Beweisfoto dafür haben, dass nicht nur die Hunde unterwegs sind sondern ich tatsächlich auch mit von der Partie bin. 😉

 

 

Allen, die diese Zeilen lesen wünsche ich einen super guten Übergang in ein hoffentlich gesundes und glückliches Jahr 2017.

 

 

Die obligatorischen Streckendaten:

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