Wandern

Drover Heide – Rureifel – wir sind gekommen :-)

Soll ich – soll ich nicht…. Mannomann. So unschlüssig war ich noch nie vor einer Tour. Zwar hatte ich mir eine extrem leichte Tour, ohne Anstiege ausgesucht. Dennoch wusste ich nicht, ob Suris Muskelproblem dies standhalten würde. Wenn er auch in der letzten Woche völlig symptomfrei war. Mein eigener Fuß hatte mich in der vergangenen Woche zusätzlich auch noch auf eine harte Probe gestellt. Nervenschmerzen – autsch! Aber es juckte so in den Füßen – das Gemüt schrie förmlich nach Bewegung in der Natur und die Jungs sowieso.

Okay – leichte Tour, mit der Option, jederzeit schnell wieder zum Auto zurückzukehren. Wir starten. Jipieh!

Ausgeguckt hatte ich das Naturschutzgebiet Drover Heide. Ein ehemaliges Truppenübungsgebiet so ziemlich am nördlichsten Ende der Rureifel. Kaum Steigungen, viele Naturpfade. Die Route, die ich auf mein GPS geladen habe, bin ich natürlich nie nicht abgegangen. Wir sind komplett anders gelaufen. Vorweg genommen: Wir werden in Kürze noch einmal dort aufschlagen. Es gibt sicherlich viel zu entdecken.

Es hat schon was, wenn man in frostigen Temperaturen los wandert. Herrliche Luft, keine Menschenseele unterwegs. (Dabei war es gar nicht soooo furchtbar früh…) . Die Stimmung war traumhaft.

Die Drover Heide ist ein ehemaliges Truppenübungsgebiet. Mittlerweile ist es Natur- und Vogelschutzgebiete und beherrbergt neben vielen Biotopen natürlich auch einiges an Heide- und Sumpflandschaften. (Deshalb werden wir sicherlich auch noch einmal zur Heideblüte dort wandern gehen. Aber so weit ist es ja noch nicht.)

Für Menschen, die viel Handfestes sehen wollen, ist es sicherlich nicht so der Bringer. Für Leute wie mich, die es einfach genießen, möglichst wenig befestigte Wege zu gehen und die Natur in all ihren Farcetten und in ihrer ganzen Stille zu genießen, ist es einfach traumhaft. Wenn ich von befestigten Wegen spreche, dann sind es hier allemal etwas platt getretene oder durch die Aufseher dort platt gefahrene Naturwege. Schotter, Asphalt oder ähnliches Pfotenbelastendes haben wir nicht gehabt. Die meiste Zeit liefen wir auf weichen Naturpfaden.

Sonnenschein am Morgen. Wow – was für eine Stimmung!

Nach etwas 1,5 Stunden absoluter Stille und absolutem Genuss von traumhaften Wegen, und Wildbeobachtungen (wir haben nicht nur ein Reh entdeckt, sondern es fleuchte so einiges an Wild vor uns her, was wir beobachten konnten) entschlossen wir uns zu einer kleinen Rast. Quasi Pipipause für Frauchen und Snacktime für die Buben. Wobei ich die Gelegenheit nutzte, insbesondere bei Suriman mal zu gucken, ob wirklich noch alles ok ist.

Bei ihm war alles in bester Ordnung, was meiner guten Stimmung wirklich das I-Tüpfelchen aufsetzte.

Also konnten wir sehr beruhigt unsere Tour weiter fortsetzen, ohne nach einem schnelle Ausstieg und Homerun zu suchen. 🙂

Auf den letzten 2 Kilometer liefen wir dann tatsächlich durch die tiefste Heide. Diese Landschaft hat selbst einen Charme, wenn keine Heide blüht. Diese Weiten – und das bei diesem göttlichen Wetter ist wirklich ein Geschenk des Himmels.

 

Und hier trafen wir dann auch noch einen super netten Jagdaufseher. Selten einen Menschen dieser Zunft getroffen, der wirklich vom ersten Augenblick an absolut sympathisch herüberkam. Wir plauderten eine Weile über Hunde, die Natur, das Wetter und die Schafe, die in diesem Gebiet laufen. Dabei bat er mich darum, die Hunde bloß nicht aus den Biotopen saufen zu lassen, da diese aufgrund der Wetterlage ziemlich bakterienverseucht seien. Sehr nett, dass er darauf hinwies. Und das bestätigt doch wieder (auch wenn viele Menschen es belächeln, dass ich immer mit Rucksack unterwegs bin), dass es sinnvoll ist, frisches Wasser neben Verbands- und erste-Hilfe-Material sowie auch etwas zum „Schmurgeln“ einfach mitzuführen. Von daher – wir brauchen uns keine Sorgen machen, denn die Jungs wurden unterwegs mit frischem Wasser aus Grevenbroich versorgt. 😉

Insgesamt war es eine super schöne Tour. Wir sind alle sehr zufrieden und überaus glücklich, dass wir uns doch aufgerafft haben.

Jetzt auf den Punkt sind 7 1/2 Stunden vergangen. Und Suri zeigt nichts – absolut gar nichts. Also kann ich für heute mit gutem Gewissen bloggen, dass wir die Tour alle gut überstanden haben.

Sportlich gesehen waren wir heute bummelzugmäßig unterwegs. Für 10,1 Kilometer (geplant waren 7 Kilometer 😉 ) waren wir knapp 3 Stunden, inklusive Foto-, Pipi- und Snackpausen, unterwegs.

Aber da uns keiner auf den Fersen war, konnten wir wirklich alles easy-going angehen.

Hach, was war das wieder schön. (Und alle Bilder gibt es hier: Auch wenn es dieses mal nicht soooo viele sind.)

 

 

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