Suri - pequeño hombre español

Der erste Tag in Deutschland

a P1570630Hola – haben wir gut geschlafen!

Suri kann die steile Treppe ins Schlafzimmer nicht hochlaufen. Und ich möchte derzeit auch nichts riskieren. Also beschloss ich, wie damals auch dem Unci zu Liebe, dass wir unser Nachtlager im Wohnzimmer einrichten.

Die Spaniels jubelten… Wie geil ist das denn? Frauchen wieder auf Bodenhöhe! Und Suri?

Suri-Bub schaute sich an, wie die Kumpels sofort das Bett gekaperten. Er zögerte nur einen Augenblick, dann legte er sich – wie selbstverständlich – auch mitten rein.13582111_1016302815132942_5729027444373526033_oSomit war ich wieder bei einem alt bekannten Thema: Wie um Himmels Willen schaffe ich mir selber Platz? Aber es ging alles. So nächtigten wir zu Viert. Allerdings zog Laurin und irgendwann auch Suri aus, weil es doch zu warm wurde.

Mein Gott, ist dieser Bub unkompliziert!

Wohl ausgeruht begann unser Tag um 6.30 h. Erst einmal raus zum Pieseln. Nun – ich musste feststellen, dass ich nun nicht nur einen wilden Feger in den Garten begleiten muss, sondern Suri mit seinen Kräften auch nicht haushaltet. Wohlgelaunt gab es – nachdem er brav Pipi gemacht hat – die ersten Rennspiele im Garten. (Hier unterscheidet er sich vom Caps, der erst rennen muss, bevor er seine Geschäfte erledigt 😉 )

a P1570608Dann gab es Frühstück. Gestern wurde mir bereits sehr klar, warum der Bub so dünn ist. Er braucht ziemlich lange zum Fressen mit seinem schiefen Mäulchen. Und wenn er so langsam ist, dann kann es natürlich sehr gut möglich sein, dass die anderen Hunde in Spanien, mit denen er zusammen lebte, einfach viel viel schneller waren und von daher einfach bessere Karten gehabt haben.

Also gab es heute das Fleisch als Pampe zu schlabbern. Und das gibt es nun 3x täglich, bis er mindestens noch 3-4 Kilo zugelegt hat. Es wird ihm gefallen 😉

Er frisst mit Genuss und hat sehr schnell mitbekommen, dass die Spaniels ihm nichts streitig machen. Gestern war er noch etwas nervös, weil die Spaniels viel schneller fertig waren mit dem Essen, als er. Heute war ihm bereits klar, dass hier „deutsche“ Sitten herrschen. Es wird gewartet, bis jeder seinen eigenen Napf leer hat. Und dann erst geht das Reiheum-Kontrollieren der jeweilig anderen Näpfe los. Dieses Spiel hat das Buble auch schnell begriffen. 🙂

a P1570632 a P1570625

Anschließend haben wir noch bis 11 Uhr ein wenig zusammen gekuschelt. Schließlich haben wir ja 2 anstrengende Tage hinter uns gebracht. Und klaro – Spanieltypen haben auch üüüüüberhaupt nichts gegen Sonderkuscheln am Sonntagvormittag 😉

Beim Kuscheln friemelte ich dann an dem Bubi herum. So wie es halt meine Art ist. Klar – hier ein wenig Filz, dort ein wenig Filz. Und als Bobtailmensch sind automatisch die Füße auch dran. Oh je… Dass der Bub überhaupt noch laufen konnte zeigt einfach, was für ein Kerl er ist! Zwischen den Ballen war halt nicht nur der übliche Knartz, den man immer mal wegschneiden muss. Da waren Kieselsteingroße Dreck-Verflizungen die so groß waren, dass die Ballen kaum noch den Boden berührten.

Da ich mittlerweile weiß, wie viel die spanischen Tierschützer arbeiten, kann ich nachvollziehen, dass sie nicht alles im Blick haben können. Und – das sage ich hier ausdrücklich: Hätte Suri nicht das Glück gehabt, an jemanden wie seine dortige Retterin zu kommen, wäre er vermutlich schon gar nicht mehr.

Klar – solche Knoten zwischen den Ballen tun weh. (Wer einmal mit Kieselsteinen im Schuh länger laufen musste, der weiß, was das bedeutet…)

2 Stunden habe ich mit Hilfe meiner Nachbarin die Füße frei geschnitten. Und 2 Stunden hat er nur ein paar mal la P1570653eicht gezuckt, als ich an einige gerötete Stellen kam! Er ist so unendlich tapfer. Und wisst Ihr, was die Spaniels gemacht haben. Sie lagen weitestgehend neben ihm – so, als wollten sie ihm beistehen. Es war herzerwärmend.

Danach ging aber das Toben mit Caps doppelt so gut. Ach – was strahlt er eine Lebensfreude aus. Und ach – wie ansteckend ist das für uns alle hier!

 

Und er bellt! Es hört sich zwar für so einen großen Hund lächerlich a P1570651kindlich an. Aber er ist ja noch ein Kind.

Gut, dass Caps die Bodychecks von Uncas her noch kennt. Denn Suri spielt wie ein waschechter Bobtail – … mit ganzem Körpereinsatz.

Natürlich muss ich aufpassen wegen der noch ungeklärten Hinterhandgeschichte. Deshalb lasse ich ihn zwar eine Weile aber dann ist Pause angesagt.

NEIN – keine Widerworte … Pause heißt Pause.

Ein Caps schmollt – ein Suri schmollt … und ein Laurin grinst sich eins.

a P1570632 a P1570661

Jetzt haben alle zu Abend gegessen und ich gönne mir nun zur Feier des wunderschönen Tages ein Gläschen Weinschorle.

Ich danke Dir, mein Unci-Bärchen, dass Du mir gesagt hast, dass es Zeit ist, einem weiteren Hunde ein zu Hause zu bieten. Ich danke Dir so sehr! Suri ist ganz anders als Du. Und dennoch habt Ihr eines gemeinsam: Ihr seid einfach Hunde, die sofort ins Herz gehen. Danke, danke, danke, danke!

0 Kommentare zu “Der erste Tag in Deutschland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.