Wandern

Wir waren wieder im Burgwald (Hessen) unterwegs :-)))))

b P1560822Auch wenn das Wetter eher „kritisch“ zu betrachten war, machten wir uns am 3. Juni um genau 5.38 h auf die Socken. Der Burgwald war wieder dran. In Verbindung mit einem Besuch zuhause war es naheliegend, dort auch eine Tour zu unternehmen.

Geplant hatte ich eine Route von ca. 36 Kilometern, wollte neben dem Naturschutzgebiet „Nempheteiche“ auch noch das NSG „Franzosenwiesen“ ablaufen. Jedoch habe ich mir schon beim losgehen die Option freigehalten, die Tour etwas zu verkürzen, da die Wetterprognose für den Vormittag noch ganz passabel aussah, aber am frühen Nachmittag Gewitter angesagt waren.

So ist es denn dann auch geschehen. Nach ca. 3,5 Stunden meldete mein Blitzalarm aufkommende Gewitter. Ein Blick auf das Display sagte mir dann, dass diese wohl vorbeiziehen würden. Dennoch entschloss ich mich, ca. 3 Kilometer vor den Franzosenwiesen, dann doch lieber auf diese noch ca. 10 Kilometer lange Schleife zu verzichten und den Rückweg anzutreten.

b P1560779 Los ging es also bei wirklich schwülen Temperaturen und feucht diesigem Wetter. Dies tat meiner guten Stimmung aber kein Abbruch.

Raus aus dem Zelt und rein ins „Vergnügen“.

b P1560787 b P1560789 Wir wanderten durch die Täler des Burgwalds. Der Weg war relativ einfach zu gehen. Von oben war es trocken. Allerdings war von unten alles mehr als nur nass. Wasser gab es genug (auch ohne die ganzen Teiche, die wir abgewandert sind 😉 )

Wieder einmal sehr zur Freude der Jungs. Das war nach ihrem Geschmack.

Der Burgwald selber zeichnet sich durch viel Nadelgehölz aus. Obwohl auch versucht wird, einen Mischwald aufzubauen – dominieren die Fichten ganz klar. Interessant ist, und das habe ich in keinem anderen Gebiet so viel erlebt, dass es immer wieder mitten im dichten Wald große Lichtungen sind.

b P1560782 Und auf solchen Lichtungen habe ich ebenfalls mehr Tiere sehen und beobachten können als je zu vor auf den Wanderungen. Leider waren die Lichtverhältnisse nicht so toll, dass ich hätte wirklich brauchbare Bilder schießen könne. Vor allem Rehwild aber auch einige Füchse und Greifvögel sahen wir. Das war herrlich.
b P1560801 Die hohe Luftfeuchigkeit brachte ziemlich viel „gespenstische“ Atmosphäre mit sich. Und auch hier konnte ich mich an solchen Bilder, wie dieses hier nicht satt sehen. So friedlich, so still.

Nun ja … still ist übertrieben. Vogelgezwitscher in den unterschiedlichsten Varianten, Knacken im Wald, knarzende Bäume… das hat schon was.

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b P1560809b P1560812 Im NSG „Nempheteiche“ hatte ich dann das Glück, über die Moorlandschaft hinweg ein Reh fotografieren zu können.

Es schien sich seiner Sache aber sehr sicher zu sein, schließlich waren wir sicherlich 200 Meter entfernt.

Aber das Moor und der große erste Nempheteich war ja auch zwischen uns. Cleveres Wild!

Auf unserem Weg selber sprang uns auch ein Fuchs vor die Füße. Der war aber so schnell, dass ich die Kamera gar nicht so schnell startklar hatte. Außerdem hatte ich dann alle Hände voll zu tun, die Jungs zu bändigen. 😉

 

b P1560832 Das Naturschutzgebiet zeichnet sich aus durch seine saure Flachmoore sowie trockene Heiden aus. Eine Besonderheit in Hessen sind die kalk- und nährstoffarmen Braunwasserseen, die reich an Humusstoffen sind – mit den sich anschließenden Übergangs- und Schwingrasenmooren. (Quelle NABU Waldeck-Frankenberg)
b P1560834 Es ist schon beeindruckend, wie viel Getier sich hier tummelt. Und das Froschkonzert war gigantisch.
b P1560818 Auf diesem Wegpunkt (Nähe der „Herrenbänke“) waren wir dann ca. 3 Kilometer von den Franzosenwiesen entfernt. Und hier fällte ich die Entscheidung, doch lieber zurück zu wandern. Wir hatten ja mindestens noch 3 Stunden Weg vor uns.

Leider ist die Bildausbeute nicht so riesig, wie gewohnt. 1. waren die Lichtverhältnisse einfach nicht optimal und 2. ereilte uns dann gegen 13.30 h heftigster Regen. Die letzte Stunde sind wir dann eher geschwommen als gegangen. Hier begann dann quasi eine meditative Phase: Man hört nur noch die Vogelgeräusch und konzentriert sich auf jeden Schritt.

DatenGegen 14.30 h waren wir dann wieder daheim. Da hatten wir dann sage und schreibe 29,3 Kilometer mehr auf dem Tacho und waren insgesamt 6:50 Stunden unterwegs mit einer reinen Gehzeit von 6 Stunden. Das war dann doch mehr als ich erwartet hatte.

 

Streckenprofil Strecke googleearth

Fazit: Diese Tour werde ich auf jeden Fall nochmals machen. Einige Wege werde ich abändern, da teilweise dann Schotterwege nicht ganz so toll waren. Nur leider blieb mir nicht viel übrig, denn bei der Wetterlage wollte ich keine weiteren Experimente wagen. Und natürlich werden die Franzosenwiesen dann wieder auf dem Plan stehen. Wir schaffen die auch noch! 😉

Ansonsten ist der Burgwald traumhaft für all diejenigen, die einfach Natur pur lieben. Es gibt viel zu entdecken, was Fauna, Flora und Tiere angeht. Ja – für Naturfreunde ist der Burgwald sicherlich ein MUSS.

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