Wandern

Im Tal der „la Warche“ (Hohes Venn)

a P1560026Die Beschreibung der Wanderung „Napoleons Nase“ hat mich so gereizt… Also Wetter gecheckt und los in Richtung Belgien.

Da ich aber nicht wegen 5 Kilometer diesen Weg auf mich genommen habe, habe ich geschaut, wie man die Strecke erweitern kann. Im Outdoor-Active fand ich dann eine Route, die ich laufen wollte. 15 Kilometer … ja, das passt.

Aber wer mich kennt, weiß, dass es dabei nicht bleibt. So sind wir dann 17,5 Kilometer durch das Tal der Warche (la Warche) im Hohen Venn marschiert und es hat sich so was von gelohnt. 🙂

Der Hinweg ging über die Höhen oberhalb des Tales, der Rückweg dann durch das Tal. Obwohl ich teilweise auf dem Rückweg dachte: „Okay, das wird ein easy going auspendeln…“ War aber nichts: Zwar ging es ein paar Kilometer recht leicht voran, dann ging es aber wieder in den Wald mit den herrlichen Pfaden über Wurzeln und Steine. Wir sind voll auf unsere Kosten gekommen.

Also der Reihe nach.

a P1560007 Vom Parkplatz los ging es dann sofort auf Pfaden durch den Wald, relativ zügig bergauf.

Das gefiel uns schon mal super gut, wenn dies auch am frühen Morgen zunächst einmal echt wach macht.

a P1560010 Wo es bergauf geht, geht’s auch dann wieder runter. Und das dann auf recht feuchten großen Felsen. Ganz schön anstrengend.

… übrigens – Wasser gab es satt und genug. Sehr zur Freude der Langohren.

 a P1560013 a P1560018  Die Beschilderung des Weges war recht passabel, obwohl ich dann später die Tour ziemlich abgeändert habe.

An diesem Wegkreuz wäre dann der ursprüngliche Weg der „Napoleons Nase“ verlaufen. Wir sind dann aber weiter hinauf gegangen und genossen herrliche Aussichten.

Das erste AHA-Erlebnis war dann der Blick auf die Burg Reinhardstein, die wir zum Abschluss der Tour auch noch „besuchen“ würden.

a P1560020 Wunderschöne kleinere und größere Wasserfälle säumten die Pfade. Dies hätte das Mitschleppen von 3 Litern Wasser eigentlich fast überflüssig gemacht.
 a P1560032 a P1560035  Dennoch war ich teilweise erschrocken, wie sehr die Natur unter diversen Einflüssen leidet. So schön und gigantisch entwurzelte Bäume aussehen, so traurig ist es auch, auf solche Abhänge sehen zu müssen. Kahlschlag …

In dieser Gegend tut man aber einiges, um wieder aufzuforsten. Allerdings braucht die Natur doch eine ziemliche Weile, bis es wieder hübsch aussieht.

a P1560040  Und einen Wimpernschlag weiter erstreckt sich dann wieder eine wunderbare Landschaft. Ach, wir lieben diese wurzelübersähten Pfade, wenn sie auch ziemlich anstrengend zu laufen sind.

Aber zum Glück können die Jungs das jetzt auch gesittet 😉 …. Jawoll, das haben sie mittlerweile gelernt. 🙂

 a P1560067 a P1560101  Wie bereits erwähnt. Wasser gab es satt und genug. Nachdem wir dann den Weg mit einer Höhendifferenz von 180 Metern überwunden hatten (vom höchsten Punkt mit etwas über 520 Metern zum niedrigsten Punkt auf 350 Meter), gab es dann das Spanielparadies.

Die „la Warche“, das Flüsschen, was am Staudamm gestaut wird, lud die beiden zum Plantschen ein.

Einzig und alleine eine Strecke von ca. 1,5 Kilometern gefiel mir nicht. Hier ging es zwar am Wasser entlang, aber auf der anderen Seite ein Steinbruch mit regem Arbeitsbetrieb. Aber das ließ sich dann gut verschmerzen. Danach ging es dann „easy going“ einige Kilometer an der Warche entlang.

 a P1560113 a P1560122  Wie gesagt … einige Kilometer. Dann wurde es wieder „spaßig“. Rein in den Wald – auf Pfaden quer durch die Landschaft.

Plötzlich stand ich dann vor dem Nichts…. Und nun???

Aha … an einem Felsen vorbei ging es dann durch die Warche. Sehr zum Vergnügen der Jungs. Und ich fand es auch super herrlich.

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 a P1560147  Die Bilder oben zeigen einen ziemlich hohen Steg über die Warche. Von hier aus ging es dann – wieder auf felsigen Pfaden in Richtung „Wasserfall des Bayehons“

Dies ist der höchste Wasserfall im Gebiet des Hohen Venn. Er stürzt sich 60 Meter in die Tiefe. Ein beeindruckendes und faszinierendes Schaupiel. (Bilder unten)

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a P1560166 a P1560166b Zum (fast) Abschluss der Tour gönnten wir uns dann einen näheren Blick auf die Burg Reinhardstein.

Diese ist ursprünglich 1354 erbaut worden und wurde in den 60iger Jahren wieder neu aufgebaut und hergerichtet.

Hier verweilten wir dann auch eine Weile, denn das war ebenfalls ein beeindruckender Ort.

 a P1560167 a P1560169  

Auf den letzten Metern zum Ausgangspunkt, überquerten wir dann den Staudamm der Talsperre Robertsville.

Diese staut das Wasser der Warche und liegt 495 Meter über dem Meeresspiegel.

Ein beeindruckender Bau, vor allem wenn man sich vorstellt, was da an Tonnen Wasser gehalten werden.

Ich stelle mir lieber nicht vor, was passieren würde, wenn das Wasser (Bild unten) in das Tal auf der anderen Seite des Damms (Bild oben) hineinstürzen würde.

Man wird da echt ehrfurchtsvoll.

Es war eine wunderbare Tour und ein tolles Erlebnis. Sowohl mit Ahas und Ohs aber auch mit einer gewissen Traurigkeit, wenn man sieht, was die Natur so alles erdulden muss.

Diese Tour kann ich nur empfehlen. Hier gibt es alle Bilder von unserem Tripp nach Belgien.

Und dies ist unser Tagewerk als Statistik:

Gesamtprofil 250516

 

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