Wandern

Keine Route das ergibt 16,5 Kilometer ;-)

a WP_20160429_17_12_51_ProHatte ich mir eine Route im Meroder Wald (Naturpark Eifel) zusammengestellt und auf das GPS-Gerät geladen. Typisch Birgit… Spielkind oder was auch immer – die Route war nicht mehr auf dem Gerät, als ich vor der Wanderung am festgelegten Startpunkt, klar machen wollte. 🙁

Was tun? Nun – sicherlich nicht wieder nach Hause fahren. Dann halt „frei Schnauze“ mal loslaufen. Das war dann der Plan B. Und so startete ich heute meine erste Tour in fremden Gebieten, ohne Annährungspunkte auf der digitalen Karte.

Es sollte ja eine Tour werden, die man nachmittags noch mal „locker“ hinbekommt. Ich musste heute einfach mal wieder in die Natur.

Und es hat sich schon gelohnt. Zwar sind aus den geplanten 2,5 Stunden mit geplanten 14 Kilometern dann 3 Stunden 38 Minuten mit 16,5 Kilometern geworden, aber sicherlich bin ich Pfade gelaufen, die vermutlich schon ziemlich lange Zeit niemand mehr gelaufen ist. Bis auf ein paar nicht so schöne Wege, die dann tatsächlich ausgeschilderte Wanderwege waren (und befestigt und für meine Begriffe üüüüüberhaupt nicht interessant), sind wir tatsächlich viele Pfade quer-Wald-ein gegangen und konnten genießen. Dies, trotz dem Nieselregen, der dann irgendwann einsetzte.
a WP_20160429_16_52_27_ProAußer dem heftigen Wind in den Bäumen und das Knacken der Äste war es teilweise wirklich extrem ruhig. Das muss man auch erst einmal „aushalten“ können. 😉 Es war göttlich. Zunächst auf einem Pfad, der einfach nur so „ruhig“ und gediegen durch den Wald verlief kamen wir dann irgendwann in ein Moorgebiet, das nun wieder gehegt und geschützt wird. Die Jungs nahmen natürlich auch gleich ein Moorbad und sahen entsprechend „prima“ aus.

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Irgendwann gelangten wir tatsächlich auch an ein Ziel, was ich mir auf der eigentlich geplanten Route ausgeguckt hatte. Die Klosterruine Schwarzenbroich. Ich liebe alte verfallene Gemäuer. Allerdings ist das, was dort noch steht nicht mehr mit dem zu vergleichen, was es so an Ruinenbildern von 2009 im Netz gibt. Dennoch: Alte Mauern haben etwas ganz besonderes. Schade, dass es halt schon später Nachmittag war, sonst hätte ich diese Gegend sehr gerne noch mehr erkundet.

 

 

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 Auszug aus der Beschreibung:
Das im 14. Jahrhundert erbaute Kloster beherbergte die Chorherren des Kreuzherrenordens, bis es im Jahr 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. Im Jahr 1835 wurden die Klostergebäude durch einen Brand schwer beschädigt und nicht wieder aufgebaut. Heute sind nur noch bis zu 4 m hohe Mauerreste des Klosters erhalten geblieben.

Glaubt man den Aufzeichnungen M.M. Bonn, der Mitte des 19. Jahrhunderts Pfarrer in Wenau war, so trafen sich die Chorherren des Kreuzherrenordens sich einst heimlich am 1.Mai jeden Jahres zur „Maitrank-Visite“ mit den Klosterfrauen des Stifts Wenau. Dieses Treffen soll auf dem „Erbsweg“ stattgefunden haben und sei der älteste überlieferte Maibrauch der Region. Von Pfarrer Bonn ist jedoch bekannt, dass er es mit der historischen Wirklichkeit nicht sonderlich genau nahm…

 

Dann ging es nochmals an einer Moorlandschaft vorbei. Hier ließ ich die Jungs aber nur gucken und nicht „anfassen“ 😉

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Anschließend ging es teilweise auf befestigten aber auch teilweise auf Waldpfaden weiter bis wir irgendwann auf ein verrottetes Hinweisschild „Laufenburg“ stießen. Gut. Dahin gehen wir dann auch nocht (aber nur vorbei, denn so wie wir aussahen, hätten wir dort niemals Einlass erhalten 😉 ). Hier waren wir dann bei Kilometer 13 angekommen.

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Nun wurde es aber wirklich Zeit, wieder irgendwie zum Ausgangspunkt zu kommen. Also immer mal wieder geortet, wo wir denn waren und wir sind wirklich dann ausschließlich durch den Wald gestapft auf Pfaden die schon fast keine mehr waren. Es war absolut mein Traum. So etwas liebe ich genauso sehr wie meine Hunde.

Fazit: Ich denke, wenn man die ausgeschilderten Wanderwege dort läuft, ist man enttäuscht. Die waren mehr als befestigt und wirklich unschön. Wenn man aber „Mut zur Lücke“ hat und ggf. etwas mehr Zeit als ich an einem Freitagnachmittag, der hat die Möglichkeiten auf (nicht mehr) beschilderten Pfaden zu laufen.

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